Was wollen links radikale?

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2 Antworten

Die Frage, was "links" eigentlich ist, ist schon schwer zu beantworten. Ich für meinen Teil würde behaupten, dass linke Ideologie tendenziell in den Idealen der französischen Revolution wurzelt (also "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit") - im Gegensatz zu regressiven (und/oder) rechten Ideologien, die solche eher ablehnen würden.

Worum es der Linken tendenziell geht, ist die Befreiung des Menschen - sowohl von den Zwängen der Natur als auch den den Zwängen der Gesellschaft. Sie will also, dass jeder Mensch sein Leben soweit selbst(bestimmt) gestalten kann, wie er die Lebensgestaltung anderer nicht behindert. Aufgabe des Staates - soweit es ihn gibt (denn linke Ideologie muss nicht zwangsläufig den Staat abschaffen wollen) - oder der Gemeinschaft an sich, ist es, sicherzustellen, dass alle notwendigen Vorkehrungen dazu getroffen werden.

Die große Frage ist nun - und darüber ist man sich in der Linken absolut uneins - mit welchen Mitteln und in welchem Umfang das geschehen soll. "Die Antifa" (als homogene Gruppe gibt es die natürlich nicht - siehe dazu ungefähr jeden Frage, die zum Thema "Antifa" gesellt wird), ist ein Sammelbegriff für viele, sehr unterschiedliche Gruppen, deren loser Konsens darin besteht, etwas gegen den Faschismus und mit ihm verbundene Phänomene tun sollte; solche wären unter anderem Rassismus, Sexismus, Homo- und Transphobiephobie, Antisemitismus (wenn auch unter Vorbehalten, weil es da in der Linken auch große Probleme gibt) und Kapitalismus. Daher ist "die Antifa" - entgehen der öffentlichen Wahrnehmung - erst mal nichts Schlechtes, sondern hat ein großes emanzipatorisches (=befreiendes) Potenzial. WIe dieses Potenzial genutzt wird, ist allerdings eine andere Sache.

Im Fokus der Diskussion um "die Antifa" steht meistens ja ihr Verhältnis zur Gewalt; darum hier 1-2 Worte dazu: Ja, es gibt unglaublich viele, die sich als Antifas bezeichnen (vielleicht auch welche sind), die sehr gewaltaffin sind. Gleichzeitig wird auch in der Linken permanent über den Sinn und Unsinn von Gewalt diskutiert - und viele Antifa-Gruppen machen z.B. auch sehr wichtige Arbeit auf der theoretischen Ebene.

Nun zum Thema "Linksradikale": Von der Definition her, geht es dabei um Linke, die die Gesellschaft an ihrer Wurzel (das Wort "radikal" leitet sich vom Lateinischen radix = Wurzel, Ursprung ab) verändern wollen bzw. kritisieren/analysieren wollen. Auch das ist an sich nichts schlechtes. Die radikale Linke will also grundsätzlich nur die Gesellschaft so tiefgreifend verändern, dass die oben genannten Voraussetzungen für alle Menschen bestehen - aber auch hier wieder: wie das geschehen soll, da ist man sich nicht einig; und es gibt einiges an ziemlich dummen Ideen.

Kurz noch zu den Grünen: Wie die meisten größeren Parteien, haben auch die Grünen mehrere politische Strömungen. Auch dort gibt es Menschen, die sich auf der Basis linker Ideale engagieren - z-B. auf den Gebiet der Bildungs- und Sozialpolitik. Allerdings halte ich den Kern der Partei für eher bürgerlich-kapitalistisch (vielleicht mit einem alternativen touch), aber nicht für links im tieferen Sinne der Definition.

Ich hoffe, das konnte einige Fragen klären. Ich weiß, meine Definition davon, was "links" ist, ist absolut nicht lexikonreif, aber vielleicht ein Ansatzpunkt, um sich zu orientieren. Falls es noch Fragen gibt, einfach posten, ich versuche dann, das ein bisschen detaillierter zu erklären.

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Die (z.B. Antifa) wollen anderen Leuten mit Gewalt ihre Meinung aufzwingen u wenn dies nicht klappt, werden mutwillig Gegenstände zerstört und Polizisten brutal geschlagen. Sie haben den Irrglauben, sie würden für ein höheres Ziel kämpfen, doch in Wirklichkeit sind sie nur wütend auf sich selbst... da viele nie was in ihren Leben erreicht haben. Schuld ist in deren Augen der Staat und vor allem die Polizei. Doch nur ein Blick in den Spiegel kann denen zeigen, wer tatsächlich für das Verantwortlich ist.


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Kommentar von Exisaur
24.08.2016, 21:40

Hachja. Deine Kommentare sind wie ein Faustschlag ins Gesicht der Vernunft.

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