Was wird aus Oper und dem klassischen Konzert in der Zukunft, wenn immer weniger hingehen... Gibt es Quellen/Statistiken/Zahlen zu diesem Thema?

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7 Antworten

Wie bereits von Anderen erwähnt.

Opern und Konzertsääle werden nicht verschwinden. Im Alter und mit einer gewissen Reife kommt plötzlich ein Interesse an Klassischer Musik.

Es werden immer noch tausende Menschen in klassischer Musik ausgebildet und solange die Konzertpreise sich nachwievor im 3stelligen Bereich befinden und trotzdem teilweise Wochen/Monatelang ausgebucht sind, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen ;)

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Es wird wohl weiter subventioniert.

Da klassische Theaterstücke und klassische Musik nicht nur für mein Gefühl unverzichtbare Kulturgüter sind, wäre es nicht schlecht, wenn sie den Menschen auf etwas kreativere, witzigere oder schlichtere Weise nähergebracht würden.

Am Gardasee in Riva hat das Sinfonieorchester mal auf dem Marktplatz Klassik gespielt, es war rappelvoll. Klar, man musste sich nicht als Pinguin verkleiden und zwei Schritte weiter gabs Eis und ein paar Spielsachen, mit denen Kinder spielen konnten, ohne das sie ihre Eltern aus den Augen verloren haben.

Bei uns hat das immer noch den Zwangscharakter einer Eliteveranstaltung. Hallo ihr deutschen Intendanten, werdet volksnaher! Bringt euer Kulturgut in den öffentlichen Raum!

Und lasst euch mal was Neues einfallen! Ich würde beispielsweise die letzte Vorstellung vor der Theaterpause so aufziehen, dass dabei alles auf der Bühne schief geht. Dass mal eine Dekoration umfällt, dass mal ein Verfolger mit dem Schwert fuchtelt und die Klinge abfällt und er nur noch mit dem Griff droht, dass geziehlt an Textstellen witzige Versprecher oder zeitbezogene Pointen eingebaut werden und dass beim Ballett der Tänzer die Diva nach dem Sprung verfehlt und sie neben seine Arme springt. Ich habe solche Dinge alle schon mal erlebt, als sie versehentlich passiert sind, und es gab Lachstürme. Man kann Konzerte auch mal so geben, wie sie Loriot veranstaltet hat. Warum reißen dem Solisten nicht mal nacheinander drei Saiten und er spielt auf einer weiter? – hat Paganini sogar schon mal wirklich gemacht.

Allerdings darf man die Kunst nicht als Tempel betrachten, den man nur mit gemessenem Schritt und ehrfurchtsvoller Miene betreten darf. Ich hab sogar bei Mozarts Requiem oder bei Mahlers Kindertotenliedern gute Laune! Weil die Musik nämlich genial ist und ich grundsätzlich gute Laune habe, wenn mir jemand etwas Wunderbares schenkt.


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Ich denke, es wird viele Veränderungen geben, und alle die auf dem Gebiet arbeiten (ausgenommen die ganz großen Tanker) müssen sich etwas einfallen lassen, und das funktioniert auch. Es gibt doch eh einen neuen Konservatismus der Jugend, den kann man nutzen. Es gilt die Menschen da abzuholen, wo sie sind, also meist im Kino oder am Fernseher, und dann zu vermitteln, wie spannend Klassik sein kann. Das klassische "graue" Publikum, was immer nur das Gleiche sehen und hören will, ist out. Wer das verpaßt, wird schnell untergehen, innovatives wird bleiben.

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Das Problem liegt in der Innovation:

Die moderne Musik (Jazz,- Rock, bis Elektronik) ist in stetigem Wandel und entwickelt sich zu neuen Formen und raffinierten Stil-Kombinationen.

In der Klassik bewegt sich wenig, sie sitzt im Tiefschlaf, und wenn sich was tut, will es niemand hören. (Moderne Klassik hat ein schwerer Stand.)

Zudem spielen junge klassische Musiktalente immer wieder das alte zum Xten mal, mutlos und Ideenlos interpretiert wie schon das davor. Eine langweilige Entwicklung.

Kein wunder gehen in der klassischen Musik die Verkäufe noch schneller zurück als in der "Pop-Musik"

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Kommentar von mychrissie
04.05.2016, 19:06

Dass die Klassik im Tiefschlaf ist, stimmt natürlich nicht. Das sagen nur Menschen, die sich damit nicht oder nur wenig beschäftigen.

Im Tiefschlaf sind nur die Spießer, die in ein Konzert gehen, um ihre "Kulturbeflissenheit" zu demonstrieren und zum 100sten Mal die "Vier Jahreszeiten" von Vivaldi zu hören.

Und obwohl Jazz natürlich – wie Du richtig sagst – im Wandel ist, greift man dann doch mal lieber zu Charlie Parker, Max Roach, Nils Henning Ørsted Pedersen, Chet Baker, John Coltrane oder Django Reinhardt als zu einer Free Jazz Scheibe.

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Da würde ich mir keine Gedanken machen, es wird immer Leute geben, die da hin gehen. 

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Hallo!
Versuche es mit städtischen Einrichtungen, die sind lt, Satzung verpflichtet, Auslastungsstatistiken zu erstellen.

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Vllt gefällt so einem ja mit steigendem Alter mehr ;) ...aber denke schon dass die Zahlen sehr runtergehen werden.

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