Frage von DerGeraet15, 171

Was wenn mir jemand reinfährt, der nicht versichert ist?

Meine Mutter sagte sie würde sich nie ein teureres Auto kaufen weil das Risiko besteht das ihr jemand reinfährt der nicht versichert ist und sie dann bezahlen darf für das verschulden des anderen. Das kann doch nicht sein oder?

Antwort
von Strolchi2014, 64

Zahlen würde sie auch bei einem billigen Auto selber , wenn ihr jemand rein fährt der nicht versichert ist.

Und der Schuldige wird zahlen müssen, sobald er wieder an Geld kommt.

Antwort
von ScharldeGohl, 62

Die Wahrscheinlichkeit, dass auf deutschen Straßen ein unversichertes Fahrzeug herumfährt, ist extrem gering. Und zwar aus dem Grund, weil man nur ein Kennzeichen erhält mit entsprechenden Siegeln, wenn man eine Versicherung nachweisen kann.

Natürlich kann sich jemand irgendwelche Kennzeichen machen lassen und die auf ein Fahrzeug pappen. Aber das würde extrem schnell auffallen, weil eben keine Siegel vorhanden sind.

Sich aus diesem Grund kein neueres Fahrzeug zu holen, wäre genauso sinnlos als ob man sagt, darf man nicht vor die Tür gehen, weil man ja umgebracht werden könnte.

Hinzu kommt, dass man selbst in einem solchen Falle, wenn jemand nicht versichert wäre, die Polizei dazu ruft und die entsprechenden Personalien aufgenommen werden. Dann könnte man diese Person immer noch zivilrechtlich verklagen und so an sein Geld kommen.

Kommentar von DerHans ,

Der gesamte Fuhrpark der Bundeswehr und der NATO-Partner ist NICHT versichert.

Da muss man seine Forderungen direkt an den Bund richten

Kommentar von ScharldeGohl ,

und trotzdem wird der Bund den entstandenen Schaden ausgleichen. Ich verstehe zwar nicht, warum man jetzt hier mit einem Sonderfall aufs Tablett kommen muss, aber es sei dir gegönnt.

Kommentar von qugart ,

*hust* auf's tapet *hust*

Ansonsten stimme ich dir zu....

Kommentar von schleudermaxe ,

... seit wann haben denn Kinderroller/Dreiräder und Fahrräder ein Kennzeichen?

Kommentar von ScharldeGohl ,

schon klar, aber bei der Spracheingabe korrigiert das Handy manchmal von alleine, und dann habe ich keine Lust noch mal mit Tastatur einzugreifen. Man versteht ja auch so.

Antwort
von sebastianla, 63

Unerlaubterweise unversicherte Fahrzeuge sind sehr selten.

Die weitaus größere Gefahr, das in das Auto gesteckte Geld zu verlieren, besteht darin, selbst mal einen Fehler zu machen und einen verschuldeten Unfall zu haben.

Dagegen schützt eine Vollkaskoversicherung. Die schützt dann ganz nebenbei auch gegen den Fall, vor dem deine Mutter so Angst hat.

Antwort
von kevin1905, 30

Versichert sind Fahrzeuge, nicht Fahrer. Fahren ohne Versicherungsschutz ist in der Tat eine Straftat.

Die KFZ-Haftpflicht des Unfallverursachers ist aber immer leistungspflichtig, so sie denn besteht.

Antwort
von Ashuna, 64

Das ist auch korrekt, dass es so nicht sein kann. Deswegen immer bei einem Unfall die Polizei rufen, dann muss der jenige halt privat bezahlen.

Kommentar von DerGeraet15 ,

und wenn es privat nichts zu holen gibt?

Kommentar von Ashuna ,

Privatinsolvenz.

Kommentar von DerHans ,

Der Geschädigte geht trotzdem nicht leer aus. s. meine Antwort

Kommentar von Tuplo ,

Für den Fall, dass der Unfallgegner keine Haftpflichtversicherung hat oder privat den Schaden nicht begleichen kann, bieten manche Autoversicherer eine Ausfallhaftung an, die man zu seiner normalen Kaskoversicherung dazu bucht, allerdings wird die eigene Versicherung dadurch teurer.

Die Fälle, in denen der Geschädigte auf den gesamten Kosten sitzen bleibt, kommen nicht so häufig vor, dass man Angst haben müsste sich ins Auto zu setzen. Selbst wenn der Unfallgegner keine Kfz-Haftpflicht hat, kann über ein Gerichtsverfahren eine Privatpfändung eingeleitet werden, er muss dann also Großmutters Goldschmuck hergeben. Bis dahin muss das Verfahren aber erstmal gehen, und das kostet im Zweifel und zunächst mal den Kläger, also den Geschädigten.

Trotzdem bleibt der Grundsatz bestehen, dass jedes in Deutschland gemeldete Auto über eine Kfz-Haftpflichtversicherung gedeckt ist.

Kommentar von DerGeraet15 ,

dann darf er 7 Jahre nichts haben, das Auto wäre trotzdem dahin auf eigene kosten

Kommentar von Ashuna ,

Pfändung und Anzeige...

Kommentar von kevin1905 ,

Eine Restschuldbefreiung ist ausgeschlossen, da der Schaden im Zusammenhang mit einer Straftat entstanden ist.

Er zahlt also nicht 7 Jahre ab, sondern bis der letzte Cent getilgt ist.

Antwort
von Lilalustig20, 25

Nein ! 

Ein Auto muss versichert sein um am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Anders sieht es aus, wenn man auf seinem eigenen privatgrundstück fährt (und nur da), dann muss es nicht versichert sein.

Wenn man ein teueres Auto kauft, sollte man ohnehin überlegen, ob man es nicht Vollkasko versichert. Denn auch wenn du den Schaden verursachen solltest würde diese im Normalfall greifen.

Antwort
von Interesierter, 56

Doch, das kann vorkommen.

Wenn dir jemand reinfährt, der keine Versicherung hat, sei es mit einem nicht angemeldeten Fahrzeug oder mit dem Fahrrad, dann ist diese Person zunächst mal privat haftbar. Ist jedoch bei dieser Person nichts zu holen, bleibst du auf deinem Schaden sitzen. Ebenso bleibt dir der Schaden, wenn der Unfallverursacher flüchtet und nicht ermittelt werden kann.

Das ist zwar nicht schön, aber wer soll es denn bezahlen, wenn keine Versicherung da und der Unfallverursacher mittellos ist?

Kommentar von Gamerman23 ,

Vater Staat natürlich

Kommentar von Interesierter ,

Ne, der bezahlt das nicht!

Antwort
von NamenSindSchwer, 40

Wahrscheinlicher ist der Fall, dass jemand in das geparkte Auto fährt und Fahrerflucht begeht. Ohne Zeugen bleibt man dann tatsächlich auf dem Schaden sitzen. Wenn man das nicht aus eigener Tasche bezahlen kann/will, sollte man sich eine Vollkasko leisten.

Antwort
von BenniXYZ, 4

Nein, das ist nicht so, deine Mutter sucht eine Ausrede. Weil sie kein teures Auto kaufen will. Oder aus einem anderen Grund. Sie denkt wohl du bist noch ein Kind und glaubst alles.

Antwort
von qugart, 69

Es ist auch nicht so. Zulassungspflichtige Autos sind in Deutschland immer über die gesetzliche Deckung abgesichert. Das sagt das Pflichtversicherungsgesetz aus. Nur in sehr, sehr unwahrscheinlichen Fällen, kann es da mal eine Ausnahme geben.

Nur wenn es sich um einen Privathaftpflichtschaden handelt (also da darf ganz grob gesagt kein Auto dabei im Spiel sein), kann man auf den Kosten sitzen bleiben, wenn der Schädiger keine Versicherung udn kein Geld hat. Dafür gibt es aber die Forderungsausfalldeckung in der eigenen Privathaftpflichtversicherung.

Kommentar von schleudermaxe ,

... und die eigene PH ordnet dann den eigenen Schaden am Kfz? Na denn, wieder etwas dazugelernt.

Kommentar von qugart ,

Bei einem Privathaftpflichtschaden und Fordeungsausfalldeckung ja. Klassischer Steinwurf eines Kleinkindes auf das Auto des Nachbarn.

Kommentar von DerHans ,

Ist auch das erste, was ich höre.

Kommentar von qugart ,

Da empfehle ich dir eine Weiterbildung bzw. das Auseinandersetzen mit den entsprechenden Tarifen.

Kommentar von Apolon ,

Dafür gibt es aber die Forderungsausfalldeckung in der eigenen Privathaftpflichtversicherung.

Hier geht es um einen Kfz-Schaden und da greift die Forderungsausfalldeckung der Privathaftpflicht nicht.

Kommentar von qugart ,

Daher beginnt der Absatz mit "Nur wenn es sich um einen Privathaftpflichtschaden handelt" als abgrenzende Erklärung zum Kfz-Haftpflichtschaden, der im Absatz vorher erklärt wurde.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 110

Da ein unversichertes Fahrzeug in Deutschland gar nicht fahren darf, ist der Fall eher unwahrscheinlich.

Sollte trotzdem aus irgendeinem Grund ein unversichertes Fahrzeug den Unfall verursachen, wird der Geschädigte aus dem Pool der gesamten Versicherungswirtschaft entschädigt.

Dieser versucht sich dann sein Geld natürlich vom Verursacher zurück zu holen. Nicht umsonst gilt das Fahren ohne Versicherungsschutz als Straftat.

Kommentar von schleudermaxe ,

... und wo gibt es so einen Pool und warum kennt den keiner bzw. bekommt keiner etwas daraus, wenn ein Fahrradfahrer nichts bezahlt und keine PH hat?

Kommentar von DerHans ,

Der Gesamtverband der KFZ-Haftpflichtversicherer zahlt in diesen Pool. Un daraus wird der geschilderte Fall auch entschädigt.

Wenn du den nicht kennst, ist das nicht mein Problem

Kommentar von schleudermaxe ,

... also, wenn mich ein Radfahrer anfährt und meine Tür zerbröselt,  bekomme ich von denen eine neue Tür bezahlt?

Kommentar von Fraganti ,

Der Gesamtpool der KFZ- Haftpflichtversicherer hat mit Fahrrädern nichts zu tun, auch wenn es längst Zeit wäre auch Fahrradfahrer in die Pflichtversicherung gesetzlich mit einzubeziehen. 

Ab unversichertem Mofa zieht deine Theorie allerdings, nur dass Fahrzeugtüren nicht zerbröseln, wenn jemand dagegen fährt. 

Kommentar von migebuff ,

Rechtsgrundlage ist §12 PflVG:

Wird durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeugs oder eines Anhängers im Geltungsbereich dieses Gesetzes ein Personen- oder Sachschaden verursacht, so kann derjenige, dem wegen dieser Schäden Ersatzansprüche gegen den Halter, den Eigentümer oder den Fahrer des Fahrzeugs zustehen, diese
Ersatzansprüche auch gegen den "Entschädigungsfonds für Schäden aus Kraftfahrzeugunfällen" (Entschädigungsfonds) geltend machen,

1. wenn das Fahrzeug, durch dessen Gebrauch der Schaden verursacht worden ist, nicht ermittelt werden kann,
2.wenn die auf Grund eines Gesetzes erforderliche Haftpflichtversicherung zugunsten des Halters, des Eigentümers und des Fahrers des Fahrzeugs nicht besteht,
usw...
Kommentar von schleudermaxe ,

... seit wann sind Fahrräder denn Kraftfahrzeuge?

Kommentar von DerHans ,

Wo steht denn überhaupt etwas von einem Fahrrad?

Kommentar von schleudermaxe ,

.... in meinem Kommentar vor 5 Stunden, auf den Du mit Hinweis auf den Pool antwortest.

Kommentar von DerHans ,

Jedenfalls nicht in der ursprünglichen Frage.

Antwort
von Miete187, 25

Wer sich ein teures Auto (was auch immer das ist) kauft, wird doch wohl das Geld haben für Vollkasko.

Hatte bis jetzt immer Vollkasko mit Rabattretter....so teuer ist das nun auch nicht.

Antwort
von schleudermaxe, 73

... aber das ist doch Alltag in vielen Orten.

Kaum ein Radfahrer/Fußgänger leistet sich eine private Haftpflichtversicherung und Kinder haften ja in jungen Jahren auch meist nicht.

Zudem sind immer mehr Kraftfahrzeuge ohne Versicherung unterwegs bzw. hauen die Fahrer dann nach einem Schaden auch noch ab, wie auf vielen Parkplätzen zu erleben ist.

Um dieses Risiko einzuengen, ist halt eine Vollkaskoabsicherung nötig oder eben eine gefüllte Geldbörse bzw. eine gute Patantante/Großmutter.

Viel Glück.

Antwort
von Stevie85, 39

In Deutschland musst du dein Auto mindestens Haftpflichtversichern lassen. Wenn also jemand deiner Mutter rein fährt und es auch die volle Schuld des anderen war, springt hier die Haftpflichtversicherung des Unfallfahrers ein.

Antwort
von AnglerAut, 45

Kein Auto auf unseren Straßen darf fahren, wenn es keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

 

Kommentar von flareb ,

In der Theorie haben Sie recht. Leider sieht die Praxis manchmal anders aus.

Es müsste auch jeder in Deutschland krankenversichert sein - ist auch nicht der Fall.

Kommentar von AnglerAut ,

Wenn jemand ohne Versicherung Auto fährt begeht er ein Straftat, insofern ist das ein gesonderter Fall, gegen Straftaten kann man nie ganz gefeit sein.

Kommentar von Tuplo ,

Nope. Es gibt gesetzlich geregelte Ausnahmen von der allgemeinen Krankenversicherungspflicht, beispielsweise für Studenten, Azubis und Selbständige. Die können sich privat versichern, oder es auf eigenes Risiko sein lassen.

Kommentar von DerHans ,

AZUBIS sind grundsätzlich pflichtversichert - unabhängig von ihrer Vergütung

Kommentar von schleudermaxe ,

Wo steht das?.... können die Studenten u.a. eben nicht.

Kommentar von kevin1905 ,

Es gibt gesetzlich geregelte Ausnahmen von der allgemeinen Krankenversicherungspflicht

Nein gibt es nicht.

beispielsweise für Studenten

Sind pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung gem. § 5 Abs. 1, Nr. 9 SGB V, wenn nicht binnen 3 Monaten nach Aufnahme des Studiums ein Antrag auf Befreiung gestellt wird UND der Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung der Altkasse nachgewiesen wird.

Azubis

Menschen in betrieblicher Ausbildung sind grundsätzlich und ohne Ausnahme versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 5 Abs. 1, Nr. 1 SGB V)

und Selbständige.

Selbstände sind versicherungsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 6 SGB V), haben daher freie Systemwahl zwischen freiwillig gesetzlicher Versicherung (§ 8 SGB V) oder einer privaten Krankenvollversicherung, sofern Gesundheitszustand und Einkommen dies zulassen.

Für die PKV besteht nur bei Beamten auf Probe und Lebenszeit sowie ggf. deren Angehörigen Kontrahierungszwang.

oder es auf eigenes Risiko sein lassen.

Gibt es nicht. Seit dem 01.04.2007 besteht allgemeine Krankenversicherungspflicht, seit dem 01.01.2009 auch für die PKV.

Gem. § 193 VVG i.V.m. § 188 Abs. 4 SGB V (obligatorische Anschlussversicherung) wird der Mensch da weiterversichert wo er vorher war.

Weder gesetzliche noch private Krankenversicherer können ihren Mitgliedern/Kunden kündigen. Und auch die Mitglieder/Kunden können nicht kündigen ohne dass die den dauerhaften Verzug ins Ausland nachweisen oder eine Folgeversicherung.

Kommentar von KanaxInBS ,

Eben, bin jetzt im 3. Ausbildungsjahr Zerspaner und ne eigene Versicherung bei der Krankenkasse (nicht mehr familienversichert), entsprechende Abgaben sind auch auf der Gehaltsabrechnung zu finden, ist btw. schon die zweite Ausbildung, bei der ersten bin ich nach ein paar Monaten raus und bin wieder zur Schule und war dann wieder familienversichert.

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