Was, wenn ADP Coenzym in der Glykolyse wäre...?

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1 Antwort

Ob etwas prinzipiell machbar ist und ob die Zelle das wirklich macht, sind 2 Paar Schuhe.

Soweit ich weiß, wird die Reaktion ADP -> AMP + Pi nicht genutzt.
Sondern nur ATP -> ADP + Pi und ATP -> AMP + PPi.
AMP wird mit ATP + AMP -> 2 ADP wieder in den Kreislauf zurückgeführt.

Der von dir beschriebene Teufelkreis, dass ATP fehlt, und daher auch die Glycolyse nicht starten kann, und so auch kein ATP erzeugt werden kann, kann mit einer leeren Autobatterie verglichen werden:
Ohne Strom kann man den Motor nicht starten, und ohne laufenden Motor wird die Batterie nicht geladen.
Ein Teufelskreis.

Da weiß ich nicht wirklich, wie die Zelle mit der Gefahr umgeht:

  • Sie könnte Mechanismen haben, das zu vermeiden, z.B. dadurch, dass ATP bei Mangel bevorzugt die Glucose phosphoriliert.
  • Sie könnte Notfallpläne haben, also Reaktionen, die ohne vorherige Phosphorilierung ATP erzeugen. Ein Notstromaggregat sozusagen. Oder eine Reaktion, die Glucose aus anderen Quellen zu phosphorilieren. Einen, der anschiebt sozusagen. Oder sie nutzt einen der zahlreichen Nebenwege des Stoffwechsels, und den Zironensäurezyklus in Schwung zu halten. Über die Alpha-Ketosäuren ist ja eine Verbindung zu den Aminösäuren vorhanden. Ein Starthilfekabel sozusagen.

Wie gesagt, ich weiß da nicht genaues. Aber ich vermute, dass eine Zelle erst dann stirbt, wenn sie keine Energiequellen mehr hat.
Und nicht vorher, weil sie zu doof ist, auf ihre "Batterie" zu achten.

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