Frage von samura12345, 61

Was waren die Folgen für Martin Luther, nachdem er die 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg genagelt hat?

Antwort
von ElizaD, 10

Wer hat eigentlich das mit dem Anhämmern erfunden?

Nachdem Luther am 31.10. 1517 ein Exemplar der Thesen bei seinem Freund Spalatin, dem Sekretär des Kurfürsten (Spalatin war ein Studienfreund von Luther) im Wittenberger Schloss hinter der Schlosskirche abgegeben hatte und das Areal durch die Schlosskirche wieder verließ, hatte er noch mindestens ein Dupikat der Thesen bei sich, das Spalatin nicht benötigt hatte (der sollte die Thesen im Namen des weltlichen Kurfürsten, Friedrich des Weisen, über den Dienstweg an den geistlichen Kurfürsten, den Erzbischof von Mainz, kirchlicher Herr auch Wittenbergs, weiterleiten), hat Luther dieses Duplikat an der Tür der Schlosskirche befestigt. Diese Tür diente der Uni Wittenberg zugleich als Schwarzes Brett.

Da hat Luther die Thesen (über die nach seinen Wünschen ja im akademischen Bereich disputiert werden sollte) mit ziemlicher Sichrheit gleich selber an diesem Schwarzen Brett befestigt. Irgendwelche kleine Nägelchen wird er dazu schon auf der Tür vorgefunden haben, einen Hammer brauchte er für das bisschen Aufhängen von dem einen Blatt doch nicht? Amtliche Schreiben auszuhängen wäre eigentlich Sache des Pedells der Uni gewesen, aber nun war Luther einmal da, das Datum war kritisch, ziemlich sicher hätte sich Luther nicht darauf verlassen, dass der Pedell rechtzeitig zum Aushängen des Blatts kam; die Sache duldete  keinen Aufschub.

Tags drauf war nämlich wieder so ein Ablass-Tag, 1. November, Allerheiligen: An Allerheiligen konnte jedermann, der eine Kirche besuchte, so oft er hinkam, den sog. Toties-Quoties-Ablass erwerben. In der Wittenberger Schlosskirche, in der an Allerheiligen immer die Reliquien-Sammlung des Kurfürsten ausgestellt war, kriegte man diesen Ablass nur, wenn man zugleich etwas spendete.

(Mit diesem Geld finanzierte der Kurfürst die Uni Wittenberg. Luther, indem er den Ablass-Verkauf anprangerte, sägte sich eigentlich den Ast ab, auf dem er saß, aber das war ihm egal: Auch dieser Ablass-Verkauf, guter Zweck hin oder her, war ein eklatanter Missbrauch der Religion, der abgeschafft gehörte.)

Das Aushängen selber erfolgte, wie ich hervorheben möchte, unspektakulär. Auf Biegen oder Brechen provozieren wollte Luther nicht. Ohnehin war der Text auf Lateinisch, also zunächst nur den Akademikern zugänglich.

Aber der Text muss ziemlich sofort von Kennern gelesen worden sein, die ihn abschrieben und auf Deutsch übersetzten. Ganz kurz darauf kursierte diese deutsche Version im ganzen Reich deutscher Nation.


Antwort
von robi187, 32

dann kam die volle kraft und gealt der rk kirch auf ihn zu?

die damalige auslegung der rk kirch und dem papst war halt, das das einkommen der kirche un-an-tastbar ist?

so geht es auch in viel religionen in der steinzeit zu?

ob das heute besser ist wirden unser nachkommen entscheiden?

denn dann wird es weiter auslegungen der schriftstücke der religionen geben?

nur was ein gott möchte auf das wird von menschen weniger gefragt?

Antwort
von lohne, 61

Das hatte weitreichende Folgen. Aber zunächst einmal hatte er keine Nägel mehr. Der Rest ergab sich später, und hier hilft dir Wikipedia.

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