Frage von neupokemon, 86

was war vor dem urknall(kein wikipedia oder google gibt was)?

eine frage die mich schon lange beschäftigt aber niemand eine antwort hat selbst wikipedia nicht.

Antwort
von Ansegisel, 58

Das Problem ist natürlich, dass man darüber mit den heutigen Kenntnissen nur spekulieren kann. Es gibt aber immerhin einige Theorien, nämlich dass das Universum in Bewegung ist, sich also immer wieder aufbläht, zusammenzieht usw. oder dass unser Universum nur eines von vielen ist, die nebeneinander existieren und sich damit auch beeinflussen.

Hier die beides gängisten Theorien kurz zusammengefasst:

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/01/Titelstrecke-Frage5-Urknall

Antwort
von Shiftclick, 58

Nach dem Standardmodell enstanden Materie und Raumzeit mit dem Urknall. Ein DAVOR gibt es demnach nicht, weil es noch keine Zeit gab. Das kann das menschliche Gehirn nicht verstehen, weil es für andere Dinge (das Überleben im Urwald) optimiert wurde und nicht für das Verständnis kosmologischer Zusammenhänge.

Antwort
von TheAllisons, 52

Da war nichts, denn nach dem Urknall hat sich erst alles entwickelt

Antwort
von PolluxHH, 29

Zuerst: selbst der Urknall ist nur eine Theorie, die gerade noch so (und recht mühsam) über astronomische Daten soweit gestützt wird, daß zumindest die Steady-State-Theorie ausgeschlossen werden konnte. Eine Theorie, welche die Vorgeschichte einer Theorie erklären soll, wäre faktisch eine Spekulation. Davon gibt es derweil einige, aber keine ist durch astronomische Daten gestützt. Das Lambda-CDM-Modell setzt deshalb hier auch die Entstehung von Materie, Raum und Zeit an, um eine Basis für Modellberechnungen zu schaffen.

Übrigens haben alle Spekulationen darüber, was vor dem Urknall gewesen sein könnte, immer ein Problem: sie verschieben nur die Frage, denn auch sie erklären nicht, wie Materie, Energie, Zeit und Raum entstanden ist, sondern stellen nur in Frage, daß der Ursprung im Urknall unseres Universums bestanden habe.

Ps.:

"selbst wikipedia nicht"; - Wiki gilt akademisch nicht als zitierfähige Quelle.


Antwort
von zahlenguide, 32

Stell dir ein Glas Gelber Farbe vor - alles in dem Glas ist Gelb, bis aus einen kleinen Punkt, der Rot ist. Mit der Zeit verbreitet sich durch Transportstoffe wie Wasser die Rote Farbe überall unregelmäßig aber beständig im Glas und es entstehen verschiedene Schattierungen zwischen Gelb und Rot. Umso länger das Glas rumsteht umso mehr setzt sich die Farbe am Boden des Glases ab und bildet einen Orangen Ton.

So in etwa stellen sich Physiker, die Entstehung des Weltalls und das Ende vor. Am Anfang war alles gelb - aber es gab eine kleine Abweichung und die hat den Urknall ausgelöst. So als würdest du in eine Kiste voller Eisenspänne einen kleinen Magneten machen - alles reagiert miteinander.

Aber irgend wann beruhigt sich das ganze und das Weltall ist wieder gleich - wieder sind überall Atome nach einer ganz bestimmten Struktur angeordnet und ein kleiner Unterschied wird einen neuen Urknall erzeugen.

Kurz: auch das Weltall hat seine Evolution und wird sich immer weiter und weiter von Urknall zu Urknall verändern.

Kommentar von PolluxHH ,

Allerdings gibt es hier ein kleines Problem: die Entropie nimmt mit der Verteilung zu, d.h. das komplett gelbe Glas wäre bei wasserlöslicher Farbe der Endpunkt (Gleichgewichtszustand), nicht der Ausgangspunkt. Da aber am Ausgangspunkt des Prozesses zum Urknall auch "Schwerkraft" statistisch gleichverteilt wirkte und damit faktisch sich die verschiedenen Anziehungskräfte aufhöben, wäre als hinreichender "Magnet" eine statistische Singularität zu fordern, die deutlich höher läge als die, daß ein Mauerstein auf der Erdoberfläche ohne äußere Einwirkung vom Erdboden abhöbe aufgrund der zufälligen Bewegungen der Partikel unter- und oberhalb des Steins. Daß alle Partikel unter- und oberhalb eines Steins aber zur gleichen Zeit sich in die gleiche Richtung bewegten bedarf selber schon nahezu eines unendlichen Zeithorizonts.

(Bei Deinem Beispiel ist übrigens die am Boden abgesetzte Farbe der stabile Zustand, da hier die Farbe nur dispergiert vorliegt und dann über die Erdanziehung sich wieder am Boden sammelt, bei einer gelösten Farbe, z.B. Betanin, hätte sich nichts am Boden abgesetzt, was aber als Beispiel angemessener wäre).

Kommentar von zahlenguide ,

am Ende des Universums spielt Schwerkraft keine Rolle - so Harald Lesch - denn alle Teilchen streben in verschiedene Richtungen des Alls, alle Strukturen wie  Sonnen etc. gibt es nicht mehr sondern zerfallen über viele Milliarden Jahre in Atome - und im All wird es eine stabile Struktur geben, wie die Atome angeordnet sind. Es ist wie ein Gemälde, dass einfach nur gelb ist. Aber dann, wird es wieder Bewegung im All geben, weil irgend eine kleine Abweichung besteht - so wie eben der Magnet in der Kiste der Eisenspänne und alles beginnt wieder von vorne.

Antwort
von grtgrt, 13
Antwort
von MonkeyKing, 14

Also ich bin ziemlich sicher, dass es vor dem Urknall weder Google noch Wikipedia gab. Oder wie war die Frage gemeint?

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