Frage von nicolasaitor, 32

Was war der Dawes-Plan 1924 und was hat der für die Weimarer Republik gebracht?

Danke für die Antwort

Antwort
von voayager, 7

Der Dawes Plan verpflichtete Deutschland 1 Mrd. Goldmark als Reparationsleistung aufzubringen. In den folgenden Jahren dann gestaffelte Raten in Höhe von mindestens 2,5 Mrd. Goldmark. diese Gelder sollten aus dem Staatshaushalt durch Steuern auf Lebens,- und Genußmittel sowie Zöllen erbracht werden. Um dies zu sichern, errichteten die Siegermächte eine Kontrolle über die Reichsbank, der Reichsbahn sowie Teilen des Staatshaushaltes. Damit wurde die Souveränität Deutschlands über das Maß im Versailler Vertrag hinaus beschnitten. Um die Reparationsleistungen vornehmen zu können, erhielt D. eine Anschubfinanzierung in Höhe von 800 Mill. Goldmark, gewährt von amerikanischen und britischen Banken. Das US-Finanzkapital erhob damit seine führende Rolle in Europa.

All dies hatte zur Folge, dass große finanzielle Belastungen auf die breite Masse zukam, während im gleichen Atemzug die Monopole Steuererleichterungen in Höhe von 1 Miliarden Mark genießen konnten. 31 Mrd. Mark an ausländischen Anleihen flossen bis 1932 nach D., der größte Teil wanderte in die Konzerne hinein, dabei maßgeblich in die der Rüstungsindustrie. Damit kam es auch zu einer maßgeblichen Konzentration und Produktion des Kapitals. Eine dieser Folgen war dann auch die Gründung der IG-Farben, die zum mächtigsten Chemiekonzern Europas aufstiegen. Auch die Vereinigten Stahlwerke gegründet 1926, waren ein Produkt dieses ökonomischen Prozesses. Die SPD pries all das als Dollarsonne, während die KPD den Dawes Plan und seine Folgen scharf verurteilte und bekämpfte.

Antwort
von Stuhl23011998, 14

Mein Geschichtslehrer hat mir diese Seite empfohlen, da findet man meist alles sogar mit Zeitstrahl :)

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/aussenpolitik/dawes-plan-1924....

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