Frage von TransBeatClub, 64

Was war das für ein Krampfanfall?

Guten Abend,

könnte jetzt etwas länger dauern, ich fange ganz von vorne an:

Als mein 1. Ausbildungsjahr im Juli letzten Jahres zu Ende ging und gerade die Sommerferien angefangen haben, habe ich meinen Vater besucht. Bin dort das Erste Mal mit meiner Freundin hingefahren. Am 3. Tag, ich glaube am 23. Juli ging es mir seitdem ich aufgewacht sehr schlecht. Mir war recht schwindelig und irgendwie komisch zumute, sehr seltsam hat es sich angefühlt. Dazu muss ich sagen, dass es vielleicht schon Vorboten gab, denn einen Monat zuvor, hat mich gelegentlich ein sehr merkwürdiges Gefühl heimgesucht wie ich es noch nie verspürt habe. Ein Gefühl, welches nicht sehr lange anhielt, aber als es da war, hat mein Herz angefangen zu rasen, es hat sich angefühlt als würden sich meine Gesichtsmuskeln anspannen und ich müsse unkontrolliert grinsen. Weiterhin hatte ich in diesen Momenten furchtbare Panik und Angst, ein Gefühl ganz schnell loszulaufen, keine Ahnung wohin. Die stärkste Angst war die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden und letztendlich zu sterben. Es war wunderbar als dieses Gefühl nachgelassen hat. Nun ja, jedenfalls, weil es mir so schlecht ging, entschloss ich mit meiner Freundin einen Spaziergang zu machen. Mir ging es einfach nicht besser. Als wir uns auf eine Bank setzten, bin ich ganz schnell wieder aufgestanden, diese Panikattacke, war nun stärker als ich sie je gespürt habe. Alles angefangen hat mit unkontrolliertem Augenzucken, bevor ich komplett mein Bewusstsein verlor. Danach hatte ich einen Krampfanfall mit typischen epileptischen Anzeichen, weißer Schaum vorm Mund, geöffnete Augen, Zungenbiss usw. Als mich meine Freundin nach dem Anfall nach hause schleppte kam ein Bereitschaftsarzt, der versuchte die Schuld auf das sehr heiße Wetter zu schieben, war auch nicht sehr zuverlässig.. In der darauffolgenden Nacht, bekam ich wieder einen Anfall. Dann wurde ich vom Notarzt abgeholt. Alles mögliche wurde mit mir gemacht. Das schlimmste nach meinem Anfall war, dass ich nicht mehr die Person war wie früher. Starke Derealisation, nur Gedankengänge die mich zum verzweifeln bringe, nur am Denken dass ich verrückt bin. Bis heute ist es so geblieben und ich habe immer noch starke Angst davor, so einen Anfall zu bekommen. Ich hatte MRT, EEG, Langzeit-EEG, EKG, CT usw. Ich war topfit, nur meine Nierenwerte waren etwas niedrig, aber das hat sich gelegt. Die Gehirnströme zeigten keine Neigungen zu einer Epilepsie. Ich habe schon oft von anderen Krampfanfällen gehört, die psychogene oder andere Ursachen haben. Ich habe auch gehört, das Epilepsie oft fehldiagnostiziert wird. Mein Psychotherapeut glaubt auch nicht an eine Epilepsie, mein Neurologe hingegen schon. Ich bin hin- und hergerissen, vieles spricht dafür, vieles auch nicht. Das Schlimmste was passiert ist, dass ich so ein psychisches Wrack geworden bin. Angst- und Panikattacken dominieren meinen Alltag.

Was meint ihr?

Danke für die Aufmerksamkeit

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo TransBeatClub,

Schau mal bitte hier:
Epilepsie krampfanfall

Antwort
von klausjosef1955, 29

Hallo, ich würde da die ganz banale Selbsthilfe in den Vordergrund der jetzt nötigen Maßnahmen stellen. Beispielsweise könnte ich mir vorstellen, dass das Buch "Sorge Dich nicht, lebe" von Dale Carnegie Tipps enthalten könnte. Es gibt sicher auch schriftliche Ratgeber, etwa von Pharmafirmen oder Verbänden. Kritisch sehe ich die Psychotherapie. Ist es für Dich die richtige, ist der Therapeut der richige? Vielleicht kannst Du meine Zweifel mit dem Therapeuten und dem Neurologen besprechen. Auch, wenn jetzt psychische Symptome im Vordergrund stehen, meine ich , dass eine organisch bedingte Epilepsie - vielleicht zusätzlich zu einer psychischen Störung - vorliegen könnte. MRT ist bereits gemacht. Wie häufig sind derzeit anfallsähnliche Ereignisse? Würde ein 24-Stunden-Video-EEG, z.B. in einem Epilepsiezentrum, etwas bringen? Es sind schon Fachleute am Werk: ein Neurologe, ein Therapeut. Wie gesagt, ich würde jetzt die Selbsthilfe in den Vordergrund stellen, vielleicht an Ansätzen der Verhaltenstherapie orientiert.

Antwort
von WosIsLos, 27

Zum Teil hört sich das nach starkem Magnesiummangel an.

Falls es das sein sollte, bräuchtest du eine Dauerbehandlung mit tgl. 600mg Magnesium Granulat aus der Apotheke (Minimum).

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