Was war an der Bergpredigt fortschrittlich bzw nicht fortschrittlich?

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4 Antworten

Die Bergpredigt Jesu ist aus dem mosaischen Gesetz abgeleitet. Das wird Dich vielleicht wundern, ist aber so. Denn das Gesetz des Mose schränkte bereits Dinge wie Blutrache ein, indem es z. B. statt ein Leben für ein Leben einen Schadensersatz für ein Leben forderte. Das war bereits eine Innovation. Jesus lehrte nun aber noch einen weiteren Schritt: Wenn Du vollkommen sein willst, erfülle das Gesetz nicht nur sondern geh darüber hinaus! Die Bergpredigt ist sozusagen die Ideallinie seiner Lehre, die er selber auch imstande war einzuhalten.

Gleichzeitig besteht gerade darin auch das Festhalten am Gesetz und zwar nicht nur nach dem Buchstaben sondern nach der Intention. Ist z. B. Ehebruch verboten, so fordert Jesus nicht nur den Ehebruch zu unterlassen sondern auch keine Frau im Hinblick auf geplanten Ehebruch anzusehen. Damit löst er das Gesetz des Mose weder auch noch bricht er es, er weitet es sogar noch aus. Das ist kein Rückschritt aber im eigentlichen Sinn des Wortes "konservativ" (bewahrend). Gruß, q.

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Da war nix Fortschrittliches, denn was sollte an einer bloßen Mildtätigkeit und Barmherzigkeit schon fortschrittlich sein! 

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Zudem hat Jesus klar gemacht, dass der Mensch nicht aus seiner eigenen Kraft heraus das Gesetz Gottes erfüllen kann und deswegen die Gnade,Barmherzigkeit und Vergebung Gottes braucht. Der Mensch kann das Gesetz nicht erfüllen, da er die Sünde liebt.

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Wenn man die Bergpredigt auf wenige Worte zusammenfassen sollte, dann würde ich schreiben:

"Verzicht auf Egoismus."

....und das sehe ich für die damalige Zeit als revolutionär an.

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