Frage von Evaiiion, 73

Was wäre vorteilhaft, wenn alle Hierarchien abgeschafft werden würden?

Antwort
von Velbert2, 11

Ich denke, das hätte keinerlei Vorteile. Ohne Hierarchien müsste jeder alles tun, was für sein (Über)leben notwenig ist. Das würde eine heillose Überforderung der Menschen bewirken. Wie bei jeder Veränderung, die man anstrebt, sollte man auch hier vorher überlegen, was das für das Alltagsleben jedes einzelnen Menschen bedeuten würde. Meiner Ansicht nach bringt eine Abschaffung nur Nachteile. Ideologische Gründe, d.h. "Lehrbuch geht vor Realität" dürften dabei keine Rolle spielen.

Antwort
von herakles3000, 26

Das ist nicht möglich ersten wer trägt den die veantwortung in einer Firma wen es da keine Hirachie gibt wie zb Arbeiter,Abteilungsleiter Stellvertretender Chef und der Chef der auch zb Eigentümer ist oder der Eigentümer über den Chef steht,.Oder Bei wem will man sich in einer Behörde Beschweren wen es da keine Vorgesetze gibt.Also ist da sFazit Es gibt keine vorteile nur Anarchie und das will keiner.

Antwort
von Nijori, 34

Wenn sich die Menschen alle benehmen könnten und auch wirklich jeder Verantwortung für sein eigenes Leben wollte wäre, das schon längst der Fall, aber beides trifft nunmal nicht zu.

Anarchie mit der jetzigen Menschheit würde erst in Chaos ausarten und danach würden sich wieder Strukturen bilden, die wohl meist mit "wer hat die größere Keule" beginnen würden.

Das einzig gute an dem Chaos wäre wohl das wir der Überbevolkerung einen kleinen Schlag verpassen, bevor wir uns wieder 100 mal(seeeeeehr grobe Schätzung) schneller vermehren als wir sterben.


Kommentar von LC2015 ,

Wenn sich die Menschen alle benehmen könnten und auch wirklich jeder Verantwortung für sein eigenes Leben wollte wäre, das schon längst der Fall, aber beides trifft nunmal nicht zu.

Und wie würden dann in größeren Organisationen (>1000 Leute) Entscheidungen getroffen?

Kommentar von Nijori ,

Was für Organisationen?

Anarchie bedeutet Auflösung jeglicher herrschender Strukturen, außer groben Zusammenschlüssen auf Ebene von zusammen leben und den Lebensunterhalt sichern gäbe es nichts.

Kommentar von LC2015 ,

Wenn du nicht in der Steinzeit leben willst und Wert auf Dinge wie Infrastruktur oder technologischen Fortschritt legst, wirst du dich zwangsläufig mit anderen Menschen organisieren müssen.

Weiterhin sind auch die von dir genannten groben Zusammenschlüsse Organisationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen. Wie wird da im Streitfall entschieden? Wenn beispielsweise jemand aus der Gemeinschaft krank ist und sich niemand kümmern will. Lässt man den dann verrecken?

Kommentar von Nijori ,

Was hat das mit Steinzeit zu tun?

Einigung wäre in einer Anarchie schon von Anfang an da, Anarchie ist ein System das auf Interesse an anderen, ohne persönliche Vorteile zu ziehen und Fokus auf das Gemeinwohl beruhen würde, wenn jmd krank wäre würde sich eben jmd kümmern, es gäbe kein, "was hab ich davon" "was kümmert der mich denn".

Das ist eine der Basisvorraussetzungen damit Anarchie funktioniert, nicht weil man etwas für Beteiligung bekommt oder wenn man nicht hilft bestraft wird, weil man helfen möchte.

Fies gesagt ist Anarchismus eine Knuddelwuddelidee, die auf Nächstenliebe beruht, etwas das in unserer Welt wohl noch seltener ist als ein Topf Gold am Ende eines Regenbogens.

Kommentar von LC2015 ,

Was hat das mit Steinzeit zu tun?

Du sprachst von "groben Zusammenschlüssen auf Ebene von zusammen leben und den Lebensunterhalt sichern".

Und um beispielsweise die heutige Vielfalt an Gütern, Dienstleistungen etc. auch nur ansatzweise abzubilden, braucht man eine recht große Anzahl Menschen mit verschiedensten Fähigkeiten, die sich zusammentun, d.h. eine relativ große Organisation.

Du sprachst jedoch davon, dass es keine Organisationen gebe. Daraus würde dann also auch die Abwesenheit vieler Dienstleistungen und Güter folgen, darauf wollte ich mit der Steinzeit-Bemerkung hinweisen.

Ich tue mich übrigens sehr schwer damit, den Zusammenhang zwischen deinen Ausführungen und deiner ursprünglichen Aussage

Wenn sich die Menschen alle benehmen könnten und auch wirklich jeder Verantwortung für sein eigenes Leben wollte wäre, das schon längst der Fall, aber beides trifft nunmal nicht zu.

zu erkennen.


Kommentar von Nijori ,

Die meisten Dinge die heute im großen Stil hergestellt werden können sehr wohl auch von Hand allein gemacht werden, wenn man das nötige Wissen hat.
In einer Gesellschaft die auf miteinander, anstatt für sich selbst basiert leistet jeder so gut er kann seinen Beitrag und besonders da das ganze im kleineren Stil stattfinden würde wäre da eh nicht viel mit organisieren.

Für nichts braucht man unbedingt eine große Organistation, du scheinst da ein bissel im Denken unseres jetzigen Systems fest zu stecken.

Ja damit wäre der ganze Konsumwahnsinn den wir heute haben vollkommen ausgeschlossen, aber wer sagt das das etwas schlechtes wäre?
Handel wäre halt im ganzen regionaler, außer wenn jmd zu anderen Regionen und zurück pendeln will.

Aber was das ganze mit Steinzeit zu tun hat weiß ich immernoch nicht, meines Erachtens nach definieren sich Zeitalter der menschlichen Entwicklung nicht über den technologischen oder gar wirtschaftlichen Fortschritt, sondern durch gesellschaftliche Entwicklung.

Jeder denkt heute erst einmal an seine eigenen Vorteile und geht dabei Teils gewaltige Kompromisse ein die anderen schaden, das meine ich mit benehmen.
Die Verantwortung für eigene Leben, denn heute legen die Menschen ihr Leben in die Hände eines Staates Gesundheit, Sicherheit, Infrastruktur, in einer Anarchie gabe es kein mach du mal, sondern nur ein ich kümmere mich selber drum.

Antwort
von peaceandlove161, 11

Niemand würde dich mehr herumkommandieren. Alleine diese Idee finde ich schonmal sehr positiv.

Abgesehen davon wird es keine Machtkonstellationen mehr geben und somit auch das (manchmal) unkontrollierte Streben nach Macht, d.h. weniger Kriege, weniger Streitereien usw.

Vieles wäre einfach sehr viel gerechter und es würde viel, viel mehr Freiheiten geben.

Du kannst dich ja mal über das "Projekt A" informieren, da findest du noch ganz ganz viel Vorteile.

Und was manche hier behaupten von wegen sowas kann und wird es niemals geben, stimmt nicht. Es gab schon anarchistische Gesellschaften und es gibt sie auch immer noch. Man muss sich lösen von dieser kapitalistischen und hierarchistischen Denkweise. Die da oben wollen, dass wir so denken.

Viva la Revolucion !

Antwort
von voayager, 15

Das ist völlig utopisch, einfach irreal.

Antwort
von Maxieu, 17

Nichts.

Das fängt schon bei unserem eigenen Organismus an.
Was sollte positiv sein, wenn das Gehirn nicht unsere Bewegungen koordinieren würde: das ständige Auf-die-Schnauze-Fallen?
das alzheimerhafte Essen-ins-Dekolleté-Schieben?

Selbst nach dem auf allerdemokratischste Weise gefassten Beschluss auf einer x-beliebigen gesellschaftlichen Ebene muss es noch die Anweisungsbefugnis zur Umsetzung dieses Beschlusses geben.
Das Gegenstück wären Chaos und Gewalt und Herrschaft des Stärkeren mit alternativer Hierarchie.

Du musst auf deiner kontrafaktischen Fragestellung auch nicht dickköpfig beharren. Sie hat nicht gerade die Originalität einer Welturaufführung und gibt unterm Strich wirklich nichts her.

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