Frage von Jun12, 94

Was wäre passiert wenn die Wehrmacht an der Ostfront gewonnen hätte?

Also wenn die Wehrmacht militärisch Moskau, Stalingrad und den Kaukasus eingenommen hätte stellt sind mir die frage was wäre dann passiert. Hätten die Russen irgendjemanden in dem Kaukasus um Hilfe gebeten sie zu befreien wäre jemand wie die Armenier ihnen zur Hilfe gekommen und hätte dieses Gebiet befreien können? Und hätte die Wehrmacht Moskau und Stalingrad erobert gab es da noch irgendwo in Russland verbliebene Soldaten die Widerstand geleistet hätten und diese Städte zurückerobern könnten? Die beste Antwort bekommt den Hilfreichsten Stern.

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von KatzenMarkus, 30

Hast du Tolstoi gelesen ? Und wie Napoleon 1812 in Russland, an den Weiten des Landes gescheitert ist und am Ende über 400.000 Menschen auf seiner Seite umgekommen sind. Auch wenn Moskau erobert worden wäre, hätte das nicht den Sieg über ganz Russland bedeutet. Auch Napoleon hatte Moskau erobert, doch die Russen zündeten die Stadt einfach vorher an. 

Russland ist viel zu groß um es militärisch zu besiegen, man verliert sich in der Natur, ein Guerillakrieg wäre sehr wahrscheinlich gewesen.

Übrigens hat man erst vor einigen Jahren, in einem berühmten Hotel in Moskau Unmengen TNT eingemauert gefunden. (Worüber die Gäste wohl jahrelang seelenruhig schliefen).Weil man damals davon ausging, dass Hitler im Fall einer Eroberung von Moskau dort übernachten würde. Vielleicht wäre es dann auch schon früher für ihn zu Ende gewesen.

Antwort
von Klingone, 4

Hätte die Wehrmacht 1943 nach Stalingrad die Sowjetunion vollständig unterworfen, hätte die Invasion 44 nicht stattgefunden und unsere Vorfahren hätten den Krieg schnell beenden können. Reserven hatten die Russen keine mehr, die meisten sind schon Ende 1941 in der Schlacht vor Moskau an die Front geworfen worden. Und für Stalingrad benötigten die Russen fast ihre ganze Armee. So war es an den anderen Frontabschnitten ziemlich ruhig.

Die Wehrmacht hätte nach dem Sieg in Stalingrad noch Moskau erobert und wäre weitergezogen in die Städte hinter Moskau, wo sich die Rüstungsindustrie befand. Dann wäre ihnen das Rückgrat gebrochen worden. Der Krieg wäre vorbei und der Frieden wäre in Europa wieder gesichert. Militärisch, denn die Terrorherrschaft der Nazis würde dann folgen, aber das gehört ja nicht zu Deiner Frage.

Die Japaner standen in China, von dort hätte keine Hilfe kommen können. Die sowjetischen Truppen aus Sibirien sind schon 1941/42 geholt worden. Und in Indien standen die Briten in großen Kämpfen gegen die Japaner in Burma und in Libyen gegen Rommels Wüstenkorps.

Es hätte also keine Hilfe mehr geben können für die Sowjetunion damals. Bleibt noch die Frage, ob die Rekrutierung der übrigen Bevölkerung vielleicht doch etwas geholfen hätte. Ein Zermürbungskrieg hätte den Russen noch zum Erfolg verhelfen können. Aber grob gesagt, hätten die Nazis gewonnen.

Und die USA hätten noch eingreifen können - aber ob sie es gewollt hätten? Der Aufwand wäre gigantisch gewesen und ich glaube, die USA hätten aufgegeben und sich auf ihre eigene Verteidigung konzentriert.

Nein, der Krieg in Europa wäre beendet gewesen!

Beste Grüße vom Klingonen

Antwort
von MisterMH, 31

Nun, die Witterungseinflüsse haben den Einfluss gehabt wie auch einige Fehlentscheidungen beziehungsweise die fehlerhafte Vorbereitung, erschwerend kamen die Hilfslieferungen der Amerikaner an die Sowjetunion hinzu (Auf die Rückzahlungen warten Ersterer bis heute) haben den Sieg der Deutschen mit verhindert.

Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Zukunft für die osteuropäische Bevölkerung nicht rosig gewesen wäre, wenn man sich die Machenschaften an die näheren östlichen Staaten ansieht und die Ideologie und Pläne der NS-Regierung in Betracht zieht.
Unter Anderen hätte man die dortigen Ressourcen und die "Arbeitskräfte" genutzt um die Rüstungsindustrie zu stärken

Aber im Grunde wären das alles Spekulationen.

Antwort
von Infomercial, 25

Das hätte aller Wahrscheinlichkeit nach nichts geändert. Bereits der Beginn des Rußlandfeldzuges war der  Anfang vom Ende.

Ressourcentechnisch gab es von Beginn an keinen guten Ausgang. Eventuell hätte der Atlantikwall standhalten können und der Luftkrieg gegen England plus eine entsprechend weiterentwickelte Raketenfernwaffe hätte zum Sieg gegenüber den Westmächten führen können.

Technologisch war das machbar. Wir konnten einfach nicht schnell genug ausreichend Material aufbringen. Selbst mit der unbestrittenen technischen Überlegenheit in vielen Bereichen zur damaligen Zeit...ab einem gewissen Punkt schlägt Masse eben doch Klasse.

Panzerwagen, Flugzeuge mit Strahltriebwerk, Haunebu, U-Boote,...zu früh und zu viel auf einmal.

Mal ganz abgesehen davon, wie wir mit den Besiegten umgegangen sind...

Wäre England gefallen und wir hätten im Osten Ruhe gehabt, dann wäre der Ami einfach vor der französichen Küste  solange ausgeblutet, bis er keine Bock mehr hätte.

Vielleicht wäre es sogar nie zum Kriegseintritt der Amis gekommen...(sehr unwahrscheinlich)... wenn Japan still gehalten hätte.

Wer weiß... alles "wäre, hätte, könnte"

Antwort
von Storchi2000, 26

Die Welt wäre National Sozialistisch

Antwort
von MKausK, 33

Guck mal dir eine Landkarte an, die Sowjetunion konnte bis zur Wolga nicht besiegt werden, dahinter geht es doppelt  so groß weiter...

Das war eine mit Kalkül entfachter auf Verlieren ausgerichteter Angriffskrieg, da ging es nur um Judenvernichtung nicht um besiegen eines Monsterstaates

Kommentar von Jun12 ,

Soweit ich weiß ging es nicht nur um Judenvernichtung. Die Wehrmacht hat auch 20 Millionen Russen vernichtet und versucht sich im Kaukasus das Erdöl und Erdgas zu sichern. 

Kommentar von MKausK ,

Das waren der strategischen Logik folgend zwangsläufige Kriegsschauplätze. Das Kalkül war auf Ausrottung der europäischen Juden ausgerichtet.

Wiebke Bruhns Journalistin und Tochter eines im Widerstand gegen Hitler reingeratenen und dafür hingerichtet Offiziers hat ein interessantes Buch dazu geschrieben:

Meines  Vaters Land

Sie wertet dort einen jahrzehntelangen Briefwechsel ihrer Eltern aus, sehr lesenswert dieses Buch.

Ihr Vater war im 1.WK in den besetzten russischen Gebieten stationiert, und die waren umfangreich  diese Gebiete, und er war damit beauftragt die jüdische Bevölkerung dort systematisch zu erfassen.

Wozu hat das wohl gedient?

Wenn eben diese Erfassten 25 Jahre später ausgerottet worden sind, in dem blutigsten Gemetzel der Menschheitsgeschichte!

Kommentar von Jun12 ,

Nur zur ihrer Info es gab selbst Juden in der Wehrmacht die nicht laut dem Befehl Adolf Hitlers ausgerottet werden sollten sondern Eingesetzt werden sollten um den Krieg zu gewinnen. Selbst Adolf Hitler war es wichtiger die Rote Armee zu besiegen als die Juden 
Ausrotten und da waren andere Nazis anderer Meinung und haben zuerst die Ungarischen Juden ermordet weil sie unbewaffnet waren und die Rote Armee gescheut weil sie es war. 

Kommentar von MKausK ,

Höre ich zum ersten mal. 

Es hat sicherlich Juden im Umfeld von Nazigrößen gegeben, die den Holocaust gedeckt überlebt haben. Jüdische Einheiten oder auch nur willkommene Mitkämpfer hat es nicht gegeben. EinJude war staatlicherseits im 3.Reich zum Tode verurteilt.

Kommentar von Jun12 ,

Nicht immer war ein Jude staatlicherseits im 3.Reich zum Tode verurteilt. Wenn er genug Geld hätte könnte er sich bei denn Nazis freikaufen. 

Kommentar von MKausK ,

Das lag nicht am Geld denn viele sehr Reiche wurden umgebracht. Das lag an persönlichen Verbindungen. Hitlers Chauffeur soll Jude oder Halbjude gewesen sein und hat überlebt

Kommentar von Jun12 ,

Natürlich würden viele sehr Reiche umgebracht was das Geld benötigt würde um den Krieg zu finanzieren. Nur damit sie das auch wissen die SS hat in denn besetzten Gebieten auch dem einen oder anderen Juden angeboten die ihr Geld vor ihnen versteckten könnten sich für das Vermögen freizukaufen weil sie die NS-Rassenideologie nicht Reich machen könnte und auch die persönlichen Verbindungen
nutzten nichts wenn die persönliche Verbindung dumm und Arm war. 

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