Frage von lToml, 76

Was wäre Ihre Entscheidung?

Was würden Sie tun, wenn sie die Diagnose "Demenz" bekommen würden? Was würden Sie tun, wenn ihre intellektuellen Fähigkeiten nach und nach eingestellt werden?

Sie müssen es nicht glauben, doch ich erhielt diese Diagnose, aber das ist nebensächlich. Noch spüre ich die Auswirkungen der Erkrankung nicht konkret, jedoch wird jenes schon bald der Fall sein.

Nun möchte ich Sie fragen, was Sie tun würden. Würden sie nichts tun und langsam "verrotten"? Würden Sie wollen, dass ihre Angehörigen wegen ihnen leiden und sehen, wie ihr Charakter nach und zerfällt?

Oder würden Sie wollen, das ihre Angehörigen Sie in Erinnerung behalten, wie Sie sind, als einen Lebensfrohe, Glückliche Person?

Würden Sie sich für das Leben (bzw. was davon noch übrig bleibt) Oder für den Tod entscheiden (damit Sie keine Last für ihre Mitmenschen darstellen und nicht als geistig behinderte Person das Leben verlassen)?

Leben oder Tod?

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Antwort
von PicaPica, 19

Es ist ganz alleine Ihr Leben. Sie müssen es leben und erleben und so hart das klingt, vollkommen egal was Andere davon halten.

Wenn Sie es für richtiger halten zu gehen, dann kann Ihnen letztlich nur eine kleingeistige Person böse sein, vor allem nach solch einer Diagnose. Evtl. wäre noch eine ärztliche Zweitmeinung gut. Und wie immer die Entscheidung ausfällt, wird sie die richtige sein, wenn es sich für S i e richtig anfühlt.

Antwort
von einfachichseinn, 12

Da mich wohl niemand umbringen würde, nur weil ich dement bin und ich viel zu große Angst davor hätte mir das Leben zu nehmen, muss ich wohl leben. 

Dement und alt sein ich Mist. Ich habe mal in einem Altenheim ein sozial Praktikum machen müssen und es war schrecklich. 

Ich hoffe, dass ich später beruflich genug Geld habe um eine Menge Geld zu sparen. Dann würde ich mir wünschen eine private Pflegekraft zu bekommen oder in eine schöne Residenz zu kommen. Ich will nicht, dass sich meine Familie für mich aufgibt, aber ich würde mich sehr freuen, wenn sie mich noch regelmäßig besuchen kommen. 

Das Leben ist Gott sei Dank nicht so schwarz weiß- Dazwischen liegt immer noch etwas buntes.  

Antwort
von Steffile, 27

Leben. Gerade jetzt wrd viel im Gebiet Demenz geforscht und wer weiss welche Heilungsmoeglichkeiten in den naechste jahren aufkommen werden. Auch jetzt schon kann der Prozess zumindest aufgehalten werden mit sozial-therapeutischen Programmen und Medikamenten.

Antwort
von Chaoist, 22

Ich würde Leben.

Der Wunsch möglichst schnell zu sterben käme sicherlich auf, aber zum Einen würde ich es nicht schaffen, und zum Anderen habe ich schon lange akzeptiert, dass alles zurück ins Chaos geht.

Der Weg über die Demenz, ist sicherlich nicht der einfachste, aber zumindest ein natürlicher.

Würden Sie wollen, dass ihre Angehörigen wegen ihnen leiden und sehen, wie ihr Charakter nach und zerfällt?

Oder würden Sie wollen, das ihre Angehörigen Sie in Erinnerung
behalten, wie Sie sind, als einen Lebensfrohe, Glückliche Person?

Niemand behält einen Menschen so in Erinnerung wie er ist / war, sondern so wie sie ihn erlebt haben. Außerdem erinnern sich andere Personen oft an Dinge, die einem persönlich schon lange entfallen sind, weil sie einem selbst unwichtig erscheinen. Ihnen ist es freilich einer der liebsten Erinnerungen.

Sie können das Leiden Ihrer Angehörigen nicht verhindern indem Sie vorzeitig abhauen. Das wäre u.U. sogar noch schlimmer. Niemand versteht jemals vollständig das Warum. Deshalb kann man der Freitot eines geliebten Menschen niemals vollständig verarbeiten. ( Ich zumindest nicht )

Wenn Ihre Angehörigen sehen was mit ihnen passiert, dann ist das für sie eine wichtige Erfahrung. Ich glaube zwar persönlich nicht an Vorherbestimmung, aber solche "Schicksale" sind immer "Sinnvoll".

Antwort
von Maryondo, 28

Das Problem (oder das Glück für sich selbst?) ist ja, dass man von der Demenz selber meist nichts mitbekommt.

Aber ganz ehrlich: Ich glaube, ich würde mir den Tod wünschen. Vielleicht nicht direkt am Anfang; aber ich möchte auch nicht als Geistigs-Wrack enden.

Das ist aber nur meine persönliche Meinung, nach der gefragt wurde und soll keinesfalls als Anreiz dienen!

Man sollte das Leben so lange genießen, wie man nur kann.
Wenn man es nicht mehr genießen kann, sollten man über Lösungen oder Alternativen nachdenken.

Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass die Wissenschaft immer schneller und schneller voranschreitet und immer wieder neue Entdeckungen macht.
Vielleicht gibt es in naher/ferner Zukunft ja ein Heilmittel für Demenz?

Antwort
von lamarle, 9

Ich habe 6 JAhre in einem Heim für Demenzkranke gearbeitet. Es gab dort Menschen mit verschiedenen Erkrankungen und Demenz in allen Stadien. Der geistige Abbau verläuft ja je nach Grunderkrankung verschieden schnell und auf unerschiedliche Art und Weise. Mir wäre es wichtig zu wissen, wie in meinem speziellen Fall die Prognose wäre.

Danach würde ich meine persönlichen Angelegenheiten regeln. Als Allererstes Testament verfassen und notariell beglaubigen lassen. Ebenso Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Dann würde ich meine persönlichen Sachen durchgehen und überlegen, was brauche ich noch, was nicht, was möchte ich verschenken und an wen, wer soll sich um meine Haustiere kümmern...

Wenn das getan ist, würde ich mir meine letzten persönlichen Wünsche erfüllen. Vielleicht eine Reise, ein Konzert bei meinem Lieblingskünstler...

Und dann würde ich gehen. Für immer. Ich weiß, dass das für meine Angehörigen schwer zu verkraften sein wird. Aber es wird ein kurzer Schmerz sein. Wenn meine Liebsten mein jahrelanges Verfallen und dahinsiechen ansehen müssten, wäre es ein jahrelanger Schmerz. Das möchte ich ihnen ersparen.

Antwort
von Coza0310, 26

Ich würde eine sehr klare und eindeutige Patientenverfügung machen, was mit mir alles nicht gemacht werden darf.

Antwort
von FlyingCarpet, 19

Erstmal ein Testament machen, Haus verkaufen und eine schöne lange Reise.

Kommentar von einfachichseinn ,

woher nimmst du das Geld und wie lange willst du reisen? 5 Jahre? 10 Jahre? 20? Nur weil du die Diagnose Demenz gestellt bekommst, stirbst du nicht innerhalb weniger Jahre. 

Antwort
von Parnassus, 20

Ich weiss nicht wie lange diese Frage oder meine Antwort hier stehen bleibt, aber wenn ich ganz ehrlich antworte, würde ich Berufsbedingt ,da ich weiss was passiert und wie der Krankheitsverlauf ist: definitiv nicht bis zum bitteren Ende Leben wollen. Meine Meinung! Ich möchte keinem zu nahe treten damit! Es ist immer noch die eigene Entscheidung.

Antwort
von Antonions, 27

Ich werde in KEIN Heim gehen und versuchen, daß ich niemanden zur Last falle. Meine Entscheidung steht in diesem Punkt fest. Sehr fest.

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