soust am 04.05.2007 um 16:39 Uhr
Rein akademisches Interesse, ich schwör's! Zusammen mit einer riesigen Krimifangemeinde lese ich Bücher und sehe Filme mit Geschichten, die auf völlig irrwitzigen Voraussetzungen aufbauen. Hinterher bin ich dann enttäuscht - so viel Gehirnjogging, um eine total verwickelte Handlung zu rekonstruieren und es kommt nur Blödsinn heraus. Hättet Ihr ein paar wirklich überzeugende Vorschläge?

Der perfekte Mord spielt sich nur im Kopf des Mörders und des Opfers ab.

Die Aussagen, daß es den perfekten Mord nicht gibt, reizt mich zu folgendem Konstrukt: Böser Neffe kümmert sich aufopferungsvoll um seinen schwer herzkranken Erbonkel. Man kann ihm wirklich nichts nachsagen - alle können bezeugen, daß er sich für Onkelchen den Allerwertesten aufgerissen hat. Und dieser Neffe erschreckt nun bei einem seiner Besuche (natürlich ohne irgendwelche Zeugen) den Onkel so, daß der an einem Herzanfall stirbt. Neffe holt sofort die Feuerwehr und läßt im übrigen die Finger von Wiederbelebungsversuchen... steht nur dabei und ringt die Hände, was die herbeigerufene Haushälterin bezeugen kann...
Liebe Theoretiker - könnte das nicht der perfekte Mord sein??
soust am 4. Mai 2007 18:08 Ich fürchte, sie werden ihm einen Strick draus drehen, dass er die Feuerwehr und nicht den Notarzt gerufen hat.... Vielleicht muss er allerdings sein schwer krankes Onkelchen gar nicht erschrecken, sondern erzählt ihm einfach, er habe in den Nachrichten gehört, seine Hausbank sei bankrott und daher das ganze Vermögen im Eimer(?).
evistie am 4. Mai 2007 18:28 Falsch, Frau Soust, falsch! Bei Verdacht auf Herzinfarkt ist die Feuerwehr zu rufen und nicht der Notarzt... Die Feuerwehr entscheidet dann, ob ein NotarztWAGEN dazugeholt wird wegen zusätzlich benötigter Geräte. Aber die Feuerwehr ist der erste Ansprechpartner, weil der Onkel schnellstens ins Krankenhaus soll/muß! Weiß ich alles aus eigener Erfahrung, weil ich auch lieber mit dem Notarzt geflirtet hätte, aber das rote Taxi mit dem blauen Licht drauf hat mich ihm entrissen!
soust am 4. Mai 2007 19:04 Also, ich trag immer noch keine Brille, und selbst wenn ich in Rechnung stelle, dass Euer Bemitleidenswertheit schon einen Herzkasperl durchmachen musste und daher als Expertin für die soeben diskutierte Frage zu bewerten ist - trotzdem kann ich mich nur schwer von der Vorstellung trennen, dass Sankas Menschen und Feuerwehrfahrzeuge Schläuche transportieren..... Das bringt ja meine ganze Alltagsweisheit zum Einsturz!
evistie am 4. Mai 2007 19:24 Frau Barbara möchten an ihrer Schlauchtheorie festhalten? Ach, lies Dir - ohne Brille, meinetwegen - doch einfach das alles mal durch: http://www.gutefrage.net/frage/welche-verhaltensweise-ist-bei-einem-akuten-herzinfarkt-richtig ... und
soust am 6. Mai 2007 15:43 Nein, nein, ich halte erst mal an gar nichts fest. Dieses Verdoppelungssystem hier hat meinen Kommentar von vornherein zweimal veröffentlicht und anscheinend Deine Antwort selbsttätig dazwischengeschoben..... Werde mir die Seite durchlesen. Außerdem kann ich einen "Hauptmann" der Freiwilligen Feuerwehr fragen lassen.... Danke schon mal!
Nicht schlecht! Hat das schon öfter geklappt ;-) ?
Ok, könnte sein. Aber man muss schon sehr konstruieren, oder? Und wenn er so schwer herzkrank ist, wird er dann nicht überwacht? Ich kenne mich da nicht aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass seine Herzfunktion automatisch überwacht wird und sofort Pflegepersonal alarmiert wird?
evistie am 4. Mai 2007 18:31 Keine Ahnung, ich bin die Nichte... grins
Der perfekte Mord ist nicht krimitauglich - denn er bleibt unentdeckt.
Nach Aussagen von Fachleuten kommt es in der Praxis aber leider öfter vor als man gemeinhin denkt. Besonders bei alten Menschen wird der Totenschein sehr schnell und ohne größere Untersuchung ausgestellt.

Kein Motiv ! Ich fahre in eine mir völlige fremde Stadt und steche irgendeinen Passanten spät in der Nacht nieder. Wenn mich dann wirklich niemand sieht wird man mich niemals " erwischen " ! Nur, mich reizt sowas eigentlich gar nicht sosehr..
Na da können wir aber beruhigt sein ;-))
solf1 am 4. Mai 2007 16:52 siehste !
dock69 am 4. Mai 2007 17:01 Ein fehlendes Motiv erschwert die Ermittlungen, aber mehr auch nicht. Es gibt ja heutzutage an vielen Ecken Überwachungskameras. Auch wenn nicht direkt am Tatort, kann es Deinen Aufenthalt in Tatortnähe belegen. Vielleicht hinterläßt Du DNA-Spuren am Tatort oder Du wirst auf Deinem Weg bei einer Geschwindigkeitskontrolle geblitzt oder, oder, oder ... Es gibt viele kleine Puzzlesteine, die helfen, einen Täter zu ermitteln.
Mortimer am 1. Mai 2009 11:39 Wirklich? Mist, was mache ich nun, mit dieser Leiche und meinem Axtbeil ???
Es gibt keinen perfekten Mord! Es kann zwar sein, dass man nicht erwischt wird, aber das liegt dann eher daran, dass man "Schwein" gehabt hat oder ihn gut genug geplant hat.
Spuren hinterlässt man aber definitiv!
Gruß wiele

Fehlende Motive und ein vorgetäuschter Unfall/Gift, welches man nicht nachweisen kann.

Ich glaube, den "perfekten" Mord gibt es nicht! Den hat es früher vielleicht mal gegeben, als die Kriminaltechnik und die Methoden der Polizei noch nicht so ausgereift waren, wie heute. Heute haben wir z. B. die Möglichkeit, eine DNA-Analyse zu machen (den sogenannten "genetischen Fingerabdruck"). Diese Methode gibt es noch garnicht so lange. Ein Mord kann z. B. heute einfach per DNA-Test aufgeklärt werden - obwohl es keine anderen Spuren gibt, die zum Täter führen. So ein Mord wäre vor ein paar Jahren noch ungeklärt geblieben.

den gibt es nicht - früher oder später macht jeder mörder einen entscheidenden fehler, der dazu führt, dass man ihn entdeckt, oder er hält es mit seinem gewissen nicht mehr aus.
Der perfekte Mord wäre es für mich wenn dabei niemand stirbt.
soust am 4. Mai 2007 17:30 Hast Du diese Art von Mord schon mal begangen?
Da sind ja die reinsten Krimiautoren am Werk. Herrlich. Aber vielleicht sollte man es mal mit dem Klippenfoto probieren. Ist unverfänglich und dumm gelaufen. Schönes Wochenende, Ihr Kriminologen.
soust am 6. Mai 2007 15:47 Wenn Du jemanden findest, der sich freiwillig vor Klippen fotografieren lässt, dann sag Bescheid.....

Oh je, oh je!
Nun werde ich der Mitgliedschaft in einer kriminellen Ratgeberverein und der Mittäterschaft in einem Mordkomplott bezichtigt und zu den Galeren verdonnert!
Hätte ich bloß auf meine Mama gehört und wäre brav bei ihr geblieben...
soust am 29. April 2009 08:44 Das hättest Du Dir früher überlegen müssen.
Aber Du hast Dir den falschen Namen ausgesucht. Frei nach Reinhard Mey: "Der Mörder ist immer der Mortimer" ;;))
Mortimer am 1. Mai 2009 11:36 Ich wußte, es geht garantiert schief!
Außer... ich beseitige alle Zeugen:
Allo, Verena? Bräuchte die Adressen der GF-Mitglieder, die hier geantwortet haben. Einfach so... :-)

Oh my god. Also ehrlich gesagt muss man keine DNA spuren finden, wenn der Mörder eine glatze hat, handschuhe trägt und seine Kleidung nach dem Mord verbrennt. Man kann auch einen Mundschutz tragen um die speichelpatikel nicht auf das opfer zu übertragen. Natürlich kommt es drauf an wo der Mord statt findet die platz wahl dafür ist ziehmlich gering geworden. Wie schon zuvor die Kammeras angesprochen wurden. Oder die Schuhabdrücke in der erde. Für einen Mörder einen perfekten mord zu inszinieren ist es sehr schwer zur heutigen Zeit, aber ich würde nicht sagen unmöglich. Man müsste dazu nur sehr viel wissen und verschiedene aspekte berücksichtigen. In Ländern mit hocher kriminalität kann schon mal ein "Perfecter Mord" vorkommen. z.b. wenn der Täter zu lebzeiten nicht gefasst wird.
Mortimer am 1. Mai 2009 11:38 Selbst mit glatze hinterläßt du noch Hautschuppen oder kleinste Körperhaare...
Das wird eine sehr kurze kriminelle Karriere, Suncolor!

Der perfekte Mord ist der denn man nicht selber macht sondern einen Fachmann ranlässt damit meine ich einen Profikiller man lässt ja auch zum Beispiel seine Wand von einm Fachmann streichen,ich weiss hört sich Makaber an ist aber leider so... Aber man sollte darauf achten wenn man den "Fachmann" aquisiert das man ihn nie zu Gesicht bekommt und natürlich auch nie ohne den richtigen Namen zu nehnen. Ich würde dann den Geschäftsablauf ungefähr so abhalten: Beim nächstgelegenen Dealer,Waffenschieber oder anderen Kriminellen die auf der Strasse Illegales Zeug verkaufen ganz einfach dreist nach dem Chef fragen und sagen das es um viel Geld geht sobald sie das wort Geld hören werden sie natürlich hellörig. Da die meisten Kriminellen die im grossen Stil Illegales verkaufen eh mit irgend einer Mafia oder einer anderen Kriminellen Organisation in verbindung stehn wird das auch zimlich rasch gehn weil jemand muss ja das Zeug herschaffen und da die ganzen Organisationen eh einen Profikiller haben einfach geld da lassen und in den nächsten tagen die Todesanzeigen durchgehn. Das soll aber keine Anleitung für einen wirklichen Mord sein ich würde es nur so tun.
soust am 13. Juli 2009 12:25 Danke für Deine Antwort! Klar ist das hier nur ein Gedankenspiel von Krimifans, sonst wäre die Frage nicht gerechtfertigt. - Zu Deiner Idee: ja, im Ansatz ist sie gut. Nur müsste ich, wenn ich nach einem Killer frage, entweder Kontaktdaten oder einen Treffpunkt angeben. Wenn mir dann jemand eine reinwürgen will, könnte das Ganze zur Falle für mich werden - "Endpunkt Handschellen". Oder es könnte sehr gefährlich werden, wenn die "Unterwelt" mich für einen Polizeispitzel hält... Dazu kommt die Kostenfrage: Geld spielt (leider) hier eine große Rolle. Was es wohl kostet, jemanden von einem ausländischen Killer umnieten zu lassen? Das wird wohl nicht in der Wikipedia stehen^^, aber man darf vermuten, der Preis ist gesalzen.
Also doch lieber: Selbst ist der Mann.
Ein perfekter Mord ist ein Selbstmord.
Meist ist ein Mord gar nicht notwendig, genau wie eine Pflanze Wasser braucht, brauchen Menschen Geld ;-)
soust am 11. August 2009 13:21 Ob man es Selbstmord nennen will, wenn sich jemand selber das Leben nimmt, ist Ansichtssache; ich würde da nicht von "Mord" sprechen.
Deine zweite Anmerkung ist schon vielversprechender. Wer in der Lage ist, jemand Anderen quasi am langen Arm verhungern zu lassen, ist letztendlich ein perfekter Mörder, auch wenn's manchmal schlecht für den Ruf sein dürfte;o)
Die meisten Morde finden ja im Bekannten- resp. Familienkreis statt.
Da gibts dann eigentlich nur die Variante des 200m-Sturzes bei der Bergwanderung.
Wer weiss wieviele Opfer der Berge tatsächlich "verunfallt" sind.....
soust am 11. August 2009 13:23 Viele, viele, aber wahrscheinlich nicht ganz so viele wie "friedlich" in ihrem Bett, das sie wegen Krankheit nicht mehr verlassen konnten, dahingesiecht sind; wegen seelischer Grausamkeit, Vernachlässigung, Unterlassung von Hilfeleistungen oder der einen oder anderen Über- oder Unterdosierung.
Das funktioniert nur bei Kranken resp. Alten...
Am besten eine Person aussuchen,die ihr noch nie im Leben gesehen habt.Man benutzt dabei,einfache Gegenstände,wie zum Bsp. Küchenmesser,diverse Drähte,selbstgebaute Schlagstöcker.......Niemals vergessen-Klamotten-:Hinterher alles am besten verbrennen oder unauffällig entsorgen!!Nicht mehr an die Tat denken,zwar schwer aber hilfreich...nicht den Leichnahm beklauen!!! Mein Tip für Euch!!!! C.M.
soust am 16. November 2009 18:35 Da sagst Du was - Klauen, das tut man einfach nicht! :o)
Gibt es nicht ein langsames Gift das sich nicht nachweisen lasst? Meine du gibst es in kleinen Menngen uber 1 bis 2 Jahre, dann erkrankt sie/er.? Was meint ihr? Oder mit einem Virus infizieren?
soust am 17. November 2009 16:37 Wenn die Person schon recht alt und vergesslich ist, kann man sie ja zweimal zur Schweinegrippe-Impfung schicken. Das war's dann wohl...^^.
Aber eine richtige Herausforderung ist der Mord an einem jungen, gesunden, kräftigen Menschen. Doch da greift halt nur die "hilfreichste Antwort".
was wäre denn wenn man jemanden auf dem friedhof umnietet und dessen leiche unter einer anderen vergräbt quasi das loch unterm loch .... das war mal so ne überlegung von mir und ein paar kumpels halt der perfekte mord niemand wird dort nachsuchen ....
soust am 21. November 2009 18:52 Und wie bringt Ihr die Leiche in spe auf den Friedhof? Zu Allerheiligen wär's vielleicht einen Tick zu auffällig^^. In der warmen Jahreszeit auch, da wuseln immer so viele "Gießer" rum. Also jetzt zum Beispiel. Die Erde ist noch nicht gefroren, Ihr müsst Euch ein Grab aussuchen, das a) nicht von einer Grabplatte bedeckt ist (wäre zu schwer) und b) keinen eingepflanzten Grabschmuck hat (wäre zu auffällig, wenn's umgegraben aussieht). Aber gut, sagen wir, Ihr habt ein Grab und Ihr lauert im Gebüsch, bis jemand kommt - oder soll's doch wer Bestimmter sein? Mister oder Mistress Unknown knüppelt Ihr also nieder, würgt ihn oder sie vom Leben in den Tod und dann grabt Ihr im Licht der funzligen Friedhofsbeleuchtung den bestehenden Sarg aus und grabt Euch weiter in die Erde. Respekt, da erwartet Euch eine heiße Nacht^^! Dann alles wieder zugemacht und sich am nächsten Morgen ins Krankenhaus wegen einiger unvermuteter Bandscheibenvorfälle begeben. Mir persönlich wäre das zu anstrengend... bring ich lieber doch niemanden um...
Schön, dann bereue ich meine Frage doch nicht.... Ihr seid alle ganz besonders friedliche Menschen: Pax nobiscum!