Frage von Flyerwing2, 74

Was wäre das Vernünftigste wenn einem etwas wichtiges genommen wurde?

Dies ist eine eher Philosophische Frage! Gilt es eher darum zu Kämpfen und Schuldige zu bestrafen oder sollte man ihnen eher Gütig entgegentreten, wobei man weiß das dies wieder und wieder passiert, solange man diesen ewigen Prozess der Gier nicht unterbindet? Zudem wie sollten die Grundsätze lauten, nachdem man fast alles verloren hat, durch die Gier anderer. Beispiel: Die Mutter hat man mit 17 Jahren Blutüberströmt in den Händen, weil der Vater in trunkenem zustand seine Gier nicht beherrschte und ihr mehr oder weniger aus versehen ein Ende setzte. Dieser Junge Kämpfte lange mit sich selbst und bekannte sich nach Jahren, dann doch der Vernunft. Er ist nun bereit Dinge selbst in die Hand zu nehmen, träumt davon alle Menschen zu einem bessern miteinander zu bewegen. Er lies sich darauf ein als Soldat für 2 Jahre zu dienen, damit er vom erlös sich die Nötige Bildung leisten konnte. Zudem lernte er in seinem Beruf zu kämpfen, um sich und sowohl auch andere zu beschützen. Er hat Probleme andere an sich ran zu lassen, kann aber andererseits gut mit seinen Mitmenschen, er weiß sie zu unterstützen und kommt mit allerlei passenden Ratschlägen zu schwierigen Situationen . Er lässt dabei andererseits nie wissen, wie ihm wirklich zumute ist und ist gut darin andere zu täuschen, wenn es von belang ist. Er erkennt auch das Potenzial darin, nur weis er nicht wo er ansetzen soll, angefangen von seinem Umfeld, um die dinge mit den richtigen Impulsen in Bewegung zu setzten. Er hat die ganze Welt vor sich nur weiß er nicht wo er anfangen soll und was für eine Richtung er einschlagen soll. Einige meinen er soll als Arzt seine Karriere versuchen, da er eine angenehme Mentalität besitzt und das nötige Verständnis, bzw Auffassungsgabe besitzt. Ihm wiederstrebt es aber allen zu helfen, da er doch auf gewisser weise, Menschen mit einer schlechten Mentalität verabscheut. Er würde ihnen helfen aber das er dadurch kein reines Gewissen hätte, ist ihm von vorne rein Bewusst. Wo soll er nun anfangen? Was soll er tun? Er würde sogar meucheln, wenn es dadurch eine heilere Welt gäbe. Er würde alles (sich selbst inbegriffen) geben, damit er diese niederträchtige, gierige und alles Verschlingende Gesellschaft verbessern kann. Ihm ist ja Bewusst das dies durch Mangel und Fehlbildung hervorgerufen wird. Aber er sieht in Menschen die andere benutzen wie Werkzeuge, um einen Vorteil ( sei es in Form von Geld, Organe oder ausnutzen von billiger Arbeitskraft) zu erhalten, die Fädenzieher. Diese mögen sich auch nicht dessen immer Bewusst sein, da solche obskuren Dinge erst durch Geschäfte mit verdorbeneren Leuten entstehen, die aber im Hintergrund bleiben. Er würde solchen mit Freuden, die Kehle umdrehen, obwohl er doch gegen solche Barbarei ist.

Die Frage Steht oben, wenn ihr weitere Antworten habt, wäre ich sehr erfreut. ; ) Mfg Flyerwing2

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RenaUchiha, 33

Es gibt viele Wege gegen Boshaftigkeit, Gier, Missbrauch und dergleichen anzukämpfen. Es gibt auch viele Wege Glück, Freude oder Liebe zu verbreiten. 

Man muss nicht alle Menschen mögen. Das kann man gar nicht, auch wenn man noch so 'gut' ist. Man kann versuchen sie zu verstehen. Aber auch das gelingt nicht immer. 

Meiner Meinung nach sollte man nie zu dem werden, was man verabscheut. Das heißt also, wenn man Gier und Gewalt verabscheut, sollte man anderen gegenüber nicht Gewalt anwenden es sei denn um sich selbst oder andere zu schützen. Manchmal ist es schwer seinen Hass oder Wut, Ärger oder Verzweiflung im Zaum zu halten. Aber wenn alle Menschen es nicht einmal versuchen würden, wie sähe die Welt dann aus? Mam sollte sie nicht verleugnen, mur ein anderes Ventil dafür suchen wie zum beispiel darüber zu schreiben oder einen Sandsack zu verprügeln, Pfeile zu verschießen oder dergleichen. Das ist besser als einem anderen Menschen das Leben schwer zu machen. Einen Menschen den man im besten Fall nicht einmal richtig kennt.

Es gibt so vieles für das es sich zu kämpfen lohnt und so viele Wege Gutes zu tun und anderen zu helfen. Vielleicht hat der Mann aus der Geschichte nur noch nicht den richtigen, für ihn passenden Weg gefunden. 

Nur als Beispiel: Eine Freundin hilft seit ein paar Jahren kostenlos jungen Autoren bei ihren Geschichten und deren Entwicklung. Sie tut das, weil die Schreibjugend selten unterstützt wird und oft sogar belächelt oder schlecht gemacht wird. Deshalb versucht sie ihnen zu helfen und ihnen die richtigen Mittel beizubringen. Nicht unbedingt um berühmte Autoren zu werden, sondern um sich zu verbessern, um etwas zu lernen und Spaß zu haben. Um sich ausdrücken zu können und zu lernen, dass Geschichten egal welcher Art wichtig und nützlich sind in dieser Welt. 

Ich finde das sehr bemerkenswert. Sie verdient damit nichts und hat momentan nur ein paar wenige 'Schüler' aber sie freut sich über jeden dem sie helfen kann. Das ist so zu sagen ihr Weg der Welt etwas Gutes zu geben, sie ein Stück besser zu machen. Ich denke allein der Versuch macht die Welt schon ein Stück besser. 

Niemand ist nur gut oder nur böse. Jeder hat einen Teil von beidem in sich. Was zählt ist, für welche Seite wir uns wann entscheiden, jeden Tag in jedem Moment. Und niemand ist perfekt. Jeder begeht Fehler. Manche schwerer als andere. Wenn du davon sprichst anderen die Kehle rumzudrehen, sollte man sich fragen: Hat dieser Mensch Familie? Was hat er schon alles Gutes getan? Ist es gerecht ihn zu töten? Kann ich mit der Last leben sein Leben zu nehmen? Was gibt mir das Recht den Wert seines Lebens zu schätzen? Was gibt mir das Recht eigenmächtig zu urteilen, mich über das Gesetz meines Landes zu stellen? Ist es mein eigenes Leben wert? Ist es Gefägnis wert? Gibt es einen anderen Weg? 

Ich bin nicht religiös aber ich glaube an das Gute in den Menschen und in der Welt. Das heißt nicht, dass ich nicht mal wütend werde oder jemanden in die Schranken weise. Es heißt nur, dass ich versuche niemanden zu verurteilen den ich nicht kenne und niemandem antue was ich selbst nicht verkraften könnte oder was ich nicht wollte das ein anderer mir antut. 

Viel Gerede, sorry. Ich hoffe man versteht es einigermaßen. :) 

Kommentar von Flyerwing2 ,

Ich denke wenn man sich sein ganzes leben lang weiterbildet, vor allem, wenn man logischer und kognitiv weiter ausgeprägt sein will als das normale maß...
erreicht man irgendwann den Punkt, ungeachtet von Empfindungen und Emotionen, nachdem der Praktische Akt von Altruismus versagte und man dies bei sich Persönlich als Fehlentwicklung erachtet, genau den Punkt wo man bereit ist das größere Übel zu werden, um alles andere Übel zu verschlingen das man kann und wenn möglich ihre Ressourcen zu nutzen, das man seine eigene kleine heile Welt aufbauen kann, und vielleicht mit ein wenig Glück seine letzten liebsten heilen kann, damit sie noch ein wenig länger verweilen können, denn sonst bleibt ja nicht viel, auf unserer großen als auch kleinen Kugel( je nach Blickwinkel, bzw. wie man es halt gerne hätte.).

Kommentar von RenaUchiha ,

In gewisser Weise kann ich das verstehen aber gerade wenn man Menschen hat, die sich um einen sorgen, die einen lieben, sollte man nicht versuchen so gut wie möglich für sie da zu sein? Und wie kann man das, wenn man im Gefängnis ist oder im schlimmsten Fall begraben unter der Erde? War es das dann wert? Ich weiß, dass ich lieber meinen Bruder an meiner Seite hätte, egal, was wir beide durch gemacht haben und wer uns alles Schaden zugefügt hat, als dass er all das Übel beseitigt und dafür nicht mehr bei mir sein kann.
Es gibt bessere Wege Übel zu bekämpfen als zu "morcheln" oder Menschen die Hälse umzudrehen. Man kann ihr Übel versuchen ans Licht zu bringen und sie gemäß des Gesetzes strafen lassen. Sogar Erpressung fände ich noch besser als jemanden zu töten. Aber das ist nur meine Meinung.

Selbst wenn eine direkte Bedrohung für meine Familie bestünde würde ich Gewalt nur anwenden, wenn es keinen anderen Weg gibt, wenn es nicht anders geht. Zum Beispiel wenn ein Einbrecher mein Haus betritt und ich es mitbekomme. Dann würde ich mit einer Waffe drohen und ihm raten abzuhauen. Vorher am besten noch die Polizei verständigen und hoffen, dass weitere Schritte nicht notwendig sind. Wenn es aber um etwas geht wie "Damals hat dieser Mann meine Mutter ermordet - die Familie kann es bis heute nciht überwinden" kann ich sagen, dass diesen Menschen zu töten nicht die gewünschte Erfüllung oder "Heilung" bringt. Man fühlt sich nicht besser. Der Schmerz bleibt und die Genugtuung, dass diesem Menschen "Gerechtigkeit" wiederfahren ist, hält nicht lange an.

Im Endeffekt muss denke ich jeder für sich selbst entscheiden, was richtig ist und was nicht.

Kommentar von Flyerwing2 ,

Menschen kommen und gehen, werden geboren und sterben nach paar Jahren. Jeder einzelne ist kostbar, aber einige kommen vom Weg ab und werden"abtrünnig", es ist eine Anmaßung sich zum Richter zu erklären, da es ja eine gewisse Willkür ist. Dennoch solche "Abtrünnige", tun ihre Gräuel als ob nichts wäre. Ist es so falsch ein leben gegen viele einzutauschen? Das ist Willkür aber mit diesem Gedanken und Entscheidungen kann und muss man dann Leben. Es ist ertragbar, ja wenn nicht sogar befreiend irgendwo zu wissen das man sich über gewisse Grenzen hinwegsetzt, die die meisten zu übersehen wissen. Leben wie Kühe auf der Weide. Es ist unrecht was den "Abtrünnigen" widerfährt, aber sie verteilen vielmehr unrecht. Ich möchte nicht glauben das dies zur irgendeinem gewissen Gleichgewicht gehört. Wer unrecht tut, muss damit rechnen das ihm unrecht getan wird. Wenn unschuldige als Kollateralschäden genommen werden, ist dies auch eine Willkür. So muss man rechnen das selbst wenn Rache nicht das Indiz für einen Gegenschlag ist, sondern eine Schutzreaktion, zugunsten der verbliebenen, wenn auch sehr spät, wer weiß, wie vielen es sonst noch so ergeht, das sie alles verlieren. Ich denke nicht das alle das hinnehmen und weitermachen. Viele geben auf, sogar sich selbst. Andere entfacht es nur das Feuer, das sie anspornt. Man mag solche verurteilen, die sich wehren, aber der Gedanke allein das richtige zu tun, heiligt es nicht die Mittel?

Kommentar von RenaUchiha ,

Wenn du mich fragst: Nein, das heiligt nicht die Mittel. Das klingt für mich stark nach einem bereits gefassten Entschluss der nur Bestätigung braucht und eine Begründung. Die Begründung wäre hierbei um  andere zu schützen. Die Motivation für die Tat selbst scheint eine ganz andere zu sein. Selbstjustiz, vielleicht Hass oder Wut. Das heißt man handelt nicht, um andere zu schützen, sondern man handelt aus eigenem Antrieb und begründet es für sich und andere nur mit "es war ja zum Schutz der anderen".

Gehen wir mal davon aus, dass ich die Person bin die besagte Selbstjustiz ausführen möchte. Und gehen wir mal davon aus, dass ich nicht geschnappt werde. So wie ich das sehe gibt es dann zwei mögliche Wege, wie so etwas endet:

1. Meine Tat gelingt, aber es wirklich bis zum Ende auszuführen ist ganz anders als ich dachte. Vielleicht hat er sich gewehrt, vielleicht um Gande gefleht, vielleicht ist alles außer Kontrolle gelaufen. Oder aber es ging ganz schnell, aber das Gewicht ein Leben genommen zu haben und die Schuld lasten auf mir für den Rest meines Lebens, zerquetschen mich im schlimmsten Fall oder es rächt sich irgendwann durch die Hand eines anderen.

2. Meine Tat gelingt und ich fühle mich gut, als hätte ich etwas gutes vollbracht. Selbstjustiz war erfolgreich. Aber jetzt tritt ein anderer auch nicht komplett guter Mensch an die Stelle des ersten, denn schließlich begegnet man immer wieder Leuten die "böse" zu sein scheinen. Was tue ich? Beim ersten Mal hat's ja auch geklappt und die Welt wird dann bestimmt besser. Hops noch einer weg. Und so geht das dann weiter und weiter bis ich irgendwann gar nicht mehr nachforsche, gar nicht mehr richtig hinterfrage, ob er wirklich böse ist. Ich verurteile nur noch und zwar zum Tode und züchte auf meinem Weg mehr wie mich heran die daran glauben meine Opfer seien unschuldig gestorben.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich finde beide Wege nicht gerade erstrebenswert. Ich kenne deine Situation oder die der beschriebenen Person nicht, aber davon auszugehen, dass ein Mensch der schlechtes getan hat, es wieder tun wird halte ich für falsch.  Und das als Begründung zu nehmen, nur weil fie Möglichkeit besteht, er könne vielleicht wieder jemanden verletzen und deshalb Selbstjustiz zu verüben anstatt es der Polizei zu überlassen ihn einzusperren im Gefängnis halte ich auch für falsch.

Zugegebenermaßen die Beispiele oben sind worst-case-szenarios. Aber ich bin ein analytischer Mensch der sich genau Gedanken macht, welche Konsequenzen die eigenen Taten nach sich ziehen könnten und dabei beachte ich vor allem besagte worst-case-szenarios um sicher zu gehen, dass es mir das wert ist. In diesem Fall wäre es mir das deifnitiv nicht wert. Mein eigenes Leben aufs Spiel setzen, oder noch schlimmer das Risiko zu dem zu werden, das ich anfangs zu vernichten suchte und dabei mehr Hass in der Welt verbreiten... das alles erscheint mir nciht sinnvoll. Vernünftig betrachtet.

Kommentar von Flyerwing2 ,

Ja ich werde deine Meinung nun teilen, dies hat mir paar Fragen geklärt die bei mir aufgeworfen wurden, als ich die Vernunft an sich Kritisierte. Es ist richtig das ein Übel ersetzt wir durch ein anderes früher oder später, wahrscheinlich gibt es tatsächlich dieses Gleichgewicht. Man müsste schon die Systeme und Abläufe ändern, um solche.. Missstände zu ändern, verschwinden tuen sie selten. Sie werden eher nur verschoben, aufgeteilt oder geändert. da beziehe ich mich nur auf kleine Maßstäbe, ich denke beim Großen und ganzen spielen zu viele Faktoren als das man sie mit bloßem Verstand erfassen könnte.
kurz Gesagt, ja ich verschreibe mich ebenso der Handlungsunfähigkeit, bis ich eine Lücke finde, oder sich mir eine Chance ergibt, etwas zu ändern. Ich denke das ich bald aus Frust die Suche aufgebe aber niemals den Gedanken.

Antwort
von FlyingCarpet, 26

Boshaftigkeit kannst Du nicht ändern. Versuch selbst ein guter Mensch zu sein und damit ein Vorbild für andere. Auge um Auge, macht beide Parteien blind.

Antwort
von nazo85, 45

Zu erst muss ich dich gratulieren, dass du es so gut geschildert hast. Bei uns gibt es ein sprichwort: vom wolf kommt ein lamm und vom lamm ein wolf. İch glaube du bist ein lamm von wolf. İch hoffe für dich, dass du das Gute Böse richtig voneinander trennen kannst, weil dann wird dich dein weg in die erlösung führen. Den glauben an gott nicht verlieren und seine lehren, die er für dich vorbereitet hat, mit bravur bestehen. Liebe deinen nâchsten, egal ob gut oder schlecht. Liebe die menschen, weil jeder einzelne dazu beitrâgt, wer du bist und seien wirst. Alles gute.!!

Kommentar von Flyerwing2 ,

Kannst du mir bitte das Sprichwort erklären, ich denke ich hab den richtigen Zusammenhang nicht verstanden.

Kommentar von nazo85 ,

Von einem bösen, ubgläbugen, schlechten menschen kommt ein guter, gottesfürchtiger, guter mensch. Und andersrum. Vom guten kommt böse auf die welt. Das sprichwort will damit dir menschen von den schlechten taten der eltern befreien, und sagt, egal wie die eltern, er ist nicht so!

Antwort
von pingu72, 25

Ich bin nicht gläubig. Aber trotzdem glaube ich fest daran, dass jeder bekommt was er verdient - im Guten wie im Bösen. Irgendwann erntet jeder das was er gesät hat... vielleicht will ich das auch nur glauben weil es mich beruhigt...

Antwort
von gottesanbeterin, 17

Lies doch die Mahabharata!

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