Frage von Manunski, 78

Was verwand man bevor Plastik erfunden wurde?

Hey Leute, wisst ihr was Menschen benutzt haben bevor Plastik erfunden wurde? Für z.B. die Frischhaltung der Nahrung oder für Objekte? Wäre toll wenn ihr auch Quellen hättet.

Mit freundlichen Grüßen euer Manunski

Antwort
von Realisti, 32

Für das Frischhalten ist weniger das Plastik wichtig sondern, Kühlung oder Sauerstoffentzug.

Eine Schüssel mit Deckel erfüllt die gleichen Eigenschaften wie ein Tuppertopf. Erst wenn die Lebensmittel aus der Wärme kommen, verlängern sie ihre Lebenszeit. (Wurst, gekochte Speisen ...) Daher kamen sie an die kühlste Stelle im Haus, das war meistens der Keller.

Obst/Fleisch/Gemüse wurde eingemacht/eingekocht oder getrocknet. Dafür gibt es die berühmten Einmachgläser.

Fleisch (Wurst)/Fisch etc. wurde gepökelt also in Salz getrocknet und keimfrei gehalten. Diese hingen dann einfach am Dachbalken bis zum Verzehr an Harken. Das funktioniert auch mit Räuchern.

Milchprodukte wurden vergoren oder weiterverarbeitet: z. B. Käse, Quark, Dickmilch und in Krügen verwahrt. Hier war auch Temperierung wichtig und der Schutz vor Ungeziefer. Deshalb kam einfach ein Deckel auf den Behälter.

Holz ist zur Aufbewahrung weniger geeignet als Glas, Steingut oder Porzellan, da es nicht keimfrei gehalten werden kann und vergänglich ist.

Statt einer Tüte geht auch ein Stoff-Beutel oder Blech-Eimer. Es gab auch Emaille-Schüsseln und Steinkrüge.

Es gab Lagerobst, dass ließ sich lange lagern (verdarb nicht so schnell und konnte getrocknet werden ohne zu schimmeln) oder Gemüse, was sich in Sandkisten halten ließ (z. B.Möhren)

Tomaten z. B. erntete man unreif und ließ es in der Kammer nachreifen.

Dann wurde auch fermentiert und vergoren: z. B. Sauerkraut





Antwort
von abibremer, 15

"verwendete"!  "verwand" ist  das Imperfekt von "(verdrehen) "verwinden". Das war höchst unterschiedlich und richtete sich in ERSTER LINIE nach dem frisch zu haltenden Produkt: Für Backwaren wie Brot gab es besondere Brotkästen aus Holz oder Metall. Obst und Gemüse wurden im dunklen Keller gelagert. Stromführende Drähte waren mit Stoff(Baumwolle) ummantelt Stromleitungen im Haus hatten ÜBER den den "eigentlichen" Leitern oft noch Zinkrohre. Die Gehäuse ersten Telefonapparate bestanden aus Holz Die ersten Radios hatten gar keine Gehäuse. Was flexibel und wasserdicht sein sollte, wurde mit Gummi ummantelt. Wenn`s besonders stabil sein mußte,kam evtl. noch eine Ummantelung aus gewebten Metalldrähten darum herum(wie HEUTE noch bei Hydraulikleitungen, die große Drücke auszuhalten haben.) Die ersten Lichtschalter waren noch rein metallene Kippschalter. Da diese Dinger sehr gefährlich waren, wurde der erste brauchbare Kunststoff "Bakelit" besonderes bei der allgemein zugänglichen "Hauselektrik" eingesetzt: Schalter und Regler von Öfen\Herden und Gehäuse von elektrischen Bügeleisen. Kurz noch zu Nahrungsmitteln: Bis in die 1960iger Jahre gab es in "Kaufläden" noch Fässer in denen Salzheringe in Salzlake zum Verkauf standen. Die Fische wurden für den Kunden einfach in Zeitungspapier gewickelt. Milch und Sahne wurden in vom Kunden mitzubringende Kannen abgefüllt. Wer geschlage Sahne haben wollte, der mußte eine Schüssel oder Schale dafür mitbringen. Auch Sauerkraut wurde aus dem Fass heraus verkauft. Käse und Wurst wurden in gewachstes Papier gewickelt. Im Gegensatz zu HEUTE, wo tatsächlich jeder zweite zu blöd zu sein scheint, einen Korb oder eine Tasche zum Einkaufen mitzunehmen, ging man früher mit einem Enkaufsnetz oder Henkelkorb zum Kaufmann. "Quelle" für alles Geschilderte: Ich habe das SELBST so erlebt. (bin jetzt 61 Jahre alt) Röhrenradios und Röhrenfernseher hatten ALLE Holzgehäuse.


Kommentar von Ruenbezahl ,

verwinden hat zwei Bedeutungen, ersten "überwinden" (er verwand seinen Schmerz, ich kann das nicht verwinden), zweitens "verdrehen". Die Zeit vor der Erfindung der Plaste ist wesentlich länger als die Zeit danach. Ötzi hatte vor über 5000 Jahren einen Behälter aus Birkenrinde bei sich, der sich für die Aufbewahrung und den Transport von Lebensmitteln hervorragend eignete. Auch Keramik war damals schon sehr gefragt. Ein Behälter konnte mit Wachs verschlossen werden, das war auf jeden Fall besser als die heutigen Plastikbehälter. Sein Fleisch (vom Steinbock) führte Ötzi in getrockneter, vermutlich geräucherter Form mit sich, da hält es ein Jahr lang. Außerdem waren die damaligen Lebensmittel von Natur aus viel haltbarer als die heutigen.

Antwort
von MrHuman, 22

Die Sachen haben sich nicht so lange gehalten und wurden eher regional verkauft.

Sachen die weit transportiert werden mussten wurden oft in Öl, Salz etc eingelegt um sie haltbar zu machen. Dies konnte dann in Holzfässern oder z.B. Tonkrügen transportiert werden. Irgendwann hat man dann Dosen + Glas erfunden, dort konnte man auch Sachen z.B. einkochen oder einlegen...

Auch weiß ich, dass es hier früher üblich war, dass jedes Dorf oder Stadt einen "Eiskeller" hat. Dort wurden im Winter riesige Eisblöcke aus dem gefrorenen Fluss geschnitten und dort unter der Erde gelagert. Diese haben den Sommer überstanden und die Sachen "gekühlt"

Von meinen Großeltern wurde mir auch erzählt, dass früher z.B. Fische lebend in großen Wassertanks geliefert wurden. So waren sie natürlich "haltbar", da lebend und dann erst im Laden "geschlachtet" oder weiter gelagert. Und das noch um 1930-1950 wo es schon länger Dosen etc gegeben hat. War anscheinend billiger/besser/einfacher, was auch immer :D


Quellen habe ich gerade keine, aber das lässt sich eigentlich schnell ergoogeln, schau einfach nach der alten Schifffahrt, die haben sehr viel haltbar machen müssen für ihre langen Reisen. Oder antike Tonkrüge der Römer... 

Antwort
von beangato, 22

Butter und Margarine war in Pergamentpapier eingewickelt. Milch holte man in Milchkannen aus Blech oder Porzellan. WIR haben das dann im Keller aufbewahrt, weil wir noch keinen Kühlschrank hatten. Das war so  in den 1960er Jahren.

Eingekocht wurde auch viel.

Antwort
von blancdeblanc, 29

Vor dem Plastik gab es Glas, Metall und Holz. Daraus hat man Behälter gefertigt

Antwort
von Reanne, 30

Für Frischhaltung ganz viel Eis - wie in einem Fischgeschäft - ansonsten Glas für Flüssiges, Pergamentpapier, Papiertüten, Sackleinen,zum Verpacken, Segeltuchplanen ebenfalls und große Holzkisten.

Kommentar von RomanAtwood ,

Und wo kriegt man im Sommer in Mitteleuropa vor 200 Jahren ganz viel Eis her?

Kommentar von Realisti ,

Du wirst es nicht glauben, aber sie holten sich Gletschereis oder Eisstangen. Die kamen in Eiskisten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eiskiste

Kommentar von Reanne ,

Es gab Eisfabriken, die Stangeneis lieferten, ca. 1 m lang, ca. 20 x 30  cm  Rechteck, das wurde mit Pickel zerkleinert.

Kommentar von LiloB ,

Kann ich nur  bestätigen.:In meiner Kindheit wurde z.B. von Brauereien das Eis direkt aus der gefrorenen Decke von  Teichen gebrochen und abtransportiert. Soviel man mir dann sagte, wurde es in großen geschlossenen Räumen aufbewahrt und hielt sich relativ lange, da keine Luft in den Raum kam. Allerdings nur im Winter - bis zum späten Frühling.

Antwort
von rr1957, 5

was Objekte angeht, die man heute typischerweise aus Plastik herstellt:

ganz alt sind Ton (Keramik), Gips, Beton, Bronze, Blei, Horn, Knochen, Schildpatt, Elfenbein, Wachs, Bernstein; auch Hölzer natürlich, und Gold, Silber, Eisen

etwas moderner so Sachen wie Bakelit, Pappmache, Linoleum, Pressholz, Sperrholz, Schellack, Gummi

Kommentar von abibremer ,

als "Plastik" wird auch JEDES dreidimensionale Kunstwerk bezeichnet: Egal ob es aus Metall, Stein oder Beton besteht. Im Extremfall (Joseph Beuys) kann eine Plastik auch aus Fett und Filz bestehen.Kommentar von Mike Krüger dazu: "Ist das Kunst, oder kann das weg?"

Antwort
von Schnubbi14, 20

Menschen waren früher Jäger und Sammler die haben aus den Fell Säcke gemacht und Anziehsachen Fleisch wurde erst roh gegessen als das Feuer enddeckt wurde haben sie das Fleisch gegrillt oder es gab trocken Fleisch.Die haben ihre Sachen soft gegessen und nicht noch 10 Tage liegen gehabt es würde ja Verderben früher würde jeden Tag nach frischen Essen gesucht

Antwort
von simonRZ, 14

..., Salz war ein gängiges Mitte um Nahrung haltbar zu machen. Siehe Pökelfleisch oder Salzhering. 

Ich persönlich kenne noch Steintöpfe in denen unsere Großmutter selbstgemachte Grützwurst lagerte. Die Grützwurst-Masse kam in die Steintöpfe und wurden dann mit einer dicken Schmalzschicht luftdicht gemacht.

Antwort
von Gernegeholfen, 22

Kommt drauf an wie lange vorher ;)
Einsalzen hat zumindest "immer schon" geholfen :)

https://de.wikipedia.org/wiki/Einsalzen

Antwort
von Icekeks77, 22

man hat damals vieles eingekocht,oder geräuchert für eine deutige längere Altbarkeit

Antwort
von Unnowuser, 21

Körbe aus grflochtenen stöcken vielleicht oder aus stroh? XD

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