Frage von FAThemaGlaube, 122

Was vertreten die Linken (nicht Linksradikale) für eine politische Meinung?

Ich möchte nicht mehr rechts sein

Antwort
von OhneRelevanz, 85

"Links" ist in der Politik erst einmal nur eine ungenaue Umschreibung vieler verschiedener Ideologien. 

Ein Linker kann Sozialist, Kommunist, Anarchist, Sozialdemokrat oder irgendwas dazwischen sein (es gibt Anarchokommunismus, demokratischen Sozialismus etc.)

I.d.R. sind Linke gesellschaftlich sehr liberal, heißt gleiches Recht für alle (also auch für Ausländer, Geringverdiener, Behinderte, Frauen, Sexuell anders Orientierte, Andersgläubige, etc.). Die meisten Linken möchten die Wirtschaft ganz/größtenteils vom Staat kontrolliert haben, um Überbewirtschaftung, Ressourcenverschwendung, Aussterben von Tieren und Umweltverschmutzung zu vermeiden, darüber hinaus möchte man so auch verhindern, dass ein "Arm und Reich" gibt bzw. man möchte die Schere zwischen Arm und Reich so eng wie möglich gestalten.

Im Großen und Ganzen ist es das, aber deine Frage ist zu allgemein, als das man sie ausführlich beantworten könnte.

Antwort
von voayager, 25

Gehe mal im Internet auf die Homepages div. linker Parteien und Gruppen, dann erfährst du alles Wesentliche.

Antwort
von archibaldesel, 63

Oh Gott, ich hoffe, du bist nicht wahlberechtigt.

Man sucht sich eine Partei nicht nach Radikalpositionen aus, sondern beschäftigt sich mit deren Politik. Und das ist deutlich mehr, als mal bei GF eine Frage einstellen.

Typen wie du lassen mich immer mal wieder an der Demokratie als politischem System zweifeln.

Kommentar von swissss ,

er ist kein "Typen wie du", sondern ein 16 jähriger der noch seinen Weg sucht. 

Kommentar von archibaldesel ,

Mit 16 darf man in einigen Bundesländern zur Kommunalwahl. Da sollte man seinen Weg gefunden haben. Zumindest einigermaßen, und nicht zwischen extrem links und extrem rechts umhermäandern, ohne zu wissen, was das bedeutet. Auch mit 16 darf man sich politisch informieren.

Kommentar von FAThemaGlaube ,

15

Kommentar von archibaldesel ,

Dann gilt der erste Satz. Ich bin froh, dass du nicht wahlberechtigt bist, und hoffe, dass du bis es soweit ist, etwas mehr Hintergrundwissen aufnimmst und deine Entscheidungen durchdachter sind.

Kommentar von FAThemaGlaube ,

Ich lebe in der Schweiz

Kommentar von archibaldesel ,

Dann ist mir egal, was du wählst.

Kommentar von FAThemaGlaube ,

Ich habe auch geschrieben nicht linksradikal

Antwort
von odinwalhall, 23

Die klassische Linkspartei in der Schweiz sind die Sozialdemokraten (SPS). Links davon sind die Grüne Partei (GPS) und ganz links die Partei der Arbeit (PdA) angesiedelt (Kommunisten).

Die Christlich-Soziale Volkspartei (CSP) ist ein Mittelding zwischen der Christlich-Demokratischen Volkspartei (CVP) und der Sozialdemokratischen Partei.

Ebenfalls zwischen mitte-rechts und links bewegen sich die Grünliberalen (GLP). Sie vertreten teils liberale, teils grüne Anliegen.

Es gibt also ungefähr fünf Parteien im Schweizer Parlament, welche sich im linken und/oder grünen Spektrum befinden.

Daneben gibts in den einzelnen Kantonen noch eine Menge Klein- und Kleinstparteien, sogenannte Splitterparteien aller Couleur, welche jedoch den Weg in die nationale Politik bisher nicht gefunden haben.

Wenn Du mehr über die politische Meinung der eben aufgezählten Parteien erfahren willst, empfehle ich Dir, die Homepages der genannten Parteien aufzurufen und Dich dahingehend über deren Parteiprogramme zu informieren.

Antwort
von soissesPDF, 36

Das ist die Gegenrichtung links.

Versuchen wir das mit dem Spectrum.
Die Linke = links, pro europäisch
SPD = neoliberal, nicht sozial
CDU = neoliberal, nicht christlich
Grüne = verträumte Ökos, nicht Fisch noch Fleisch
FDP = ultra neoliberal
AfD = rechtspopulistisch, antieruropäisch

Was nicht passieren darf ist eine R2G-Regierung (rot-rot-grün), die SPD gehört in den Orkus der Geschichte expediert, wg. ihrer Agenda 2010.
schwarz-grün wäre keine gute Wahl.

 

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 72

Humanität, Toleranz, freie Entfaltung des INDIVIDUUMS, Freiheit, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und sozialer Interessenausgleich, Rechtsstaatlichkeit, Teilung der staatlichen Gewalten, Minderheitenschutz und -rechte, Verteidigung formal gleicher Menschenrechte, Trennung von Staat und Kirche, Sozialpflichtigkeit des Eigentums, Umwelt- und Naturschutz...

Ich lasse mich da gerne noch ergänzen...:-)

Kommentar von telesphorus ,

Wie kommst du auf das mit dem individuellen?  Ich dachte immer eher in eine kollektive Gleichmacherei 

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ich dachte immer eher in eine kollektive Gleichmacherei 

Das hat wohl weniger mit Denken, als vielmehr mit dem unreflektierten Wiederholen falscher und unvollständiger Propaganda zu tun.

Für die Linken sind per definitionem "alle Menschen gleich". 

  • Das heißt, dass kein Mensch mehr Rechte (oder Pflichten) hat, als alle anderen Menschen in der Gesellschaft. Aus ihrer Sicht ist auch ein Geschäftsführer eines Unternehmens nur ein Mitarbeiter eines Unternehmens und trägt in seinem Fachbereich zum Erfolg (oder Misserfolg) des Unternehmens genauso bei, wie der Fließband-Arbeiter drei Etagen tiefer.
  • Das heißt jedoch nicht, dass alle Maurer werden müssen. Vielmehr ist die Förderung des Individuums ("Jeder nach seinen Möglichkeiten.") zentraler Gegenstand dieser Philosophie.

Mit anderen Worten: Aus Sicht der Linken ist es egal, ob du aus armen oder reichen Verhältnissen kommst: Wenn du dich zum Manager eines Unternehmens eignest und Manager werden willst, dann sollst du es werden können.

Nicht, weil deine Eltern dir eine Elite-Uni bezahlen können; nicht, weil deine Eltern gute Beziehungen zu elitären Kreisen haben, sondern weil DU - als Individuum - es leisten kannst (und willst).

Kommentar von atzef ,

"Kollektive Gleichmacherei ist eher ein Ding der Rechten oder eben von Linksextremisten.

Rechte machen Individuen gleich, als "Rasse", als "Stand", als "Ethnie". Der "arische Herrenmensch" ist pauschal dem "slawischen oder jüdischen Untermenschen" "überlegen"... Der leibeigene isteinem Adligen immer subordiniert, auch wenn er ein Einstein wäre, etc.

Die Französische Revolution stellt in der Menschheitsgeschichte deshalb eine epochale Zäsur dar, weil sie der kollektivistischen Gleichmacherei die formale Rechtsgleichheit aller Individuen entgegensetzt und damit überhaupt die Möglichkeit eröffnet für individuellen Entfaltungsspielraum.

Der Kampf gegen diese zentrale Errungenschaft der Franz. Rev. ist gleichzeitig die Geburtsstunde des Konservatismus und damit der Rechten.

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