Was versteht man nach eurer Meinung unter einem "richtigen Autismus" genau / Wie könnte sich dieser äußern?

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6 Antworten

Autisten sprechen eigentlich nicht von einer Behinderung oder Krankheit, wenn sie über Autismus reden. Zumindest sind das die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Aber darüber kann man wohl seeehr viel diskutieren, auch "die Autisten" untereinander sind sich da nicht einig. 
Außerdem gibt es ein Autismusspektrum . Also, der "richtige"  Autist, existiert gar nicht. Autismus kann sich ganz unterschiedlich äußern.  Person Z ist vielleicht nur mehr das Klischee, dass die Leute sonst so vorgeführt bekommen. (Aka, Autisten hätten/zeigten keine Emotionen und verständen diese nicht. Und Autisten müssen gut in Mathe sein, oder Informatik studieren. Bei Autisten müsste alles eine bestimmte Ordnung haben, sonst kämen sie nicht klar. (->Probleme im Alltag, Unselbstständigkeit). Manche dieser Vorurteile beruhen zum Teil auf Tatschen, andere wiederum sind kompletter Humbug.) Du wolltest ja wissen, woran man bei Autismus so denkt. 

Manche Autisten haben vielleicht weniger Probleme, die Emotionen anderer Menschen zu lesen. Auch werden Autisten oft als unglaublich schlau dargestellt, dabei haben die meisten eine normal bis vlt. etwas "höhere" Intelligenz. Bei einigen liegt auch eine Inselbegabung vor. D.h. sie sind in einer bestimmten Sache unglaublich gut - haben dafür aber in anderen Bereichen des täglichen Lebens größere Schwierigkeiten. 

Ich hab mir Mühe gegeben, politisch korrekt zu bleiben. 

Was ich sonst noch sagen will, es gibt ja, wie du auch weißt, verschiedene Formen des Autismus. Also eigentlich spricht man von einem Spektrum, aber ich weiß nicht, wie ich das besser ausdrücken soll. (Das mit dem Spektrum wurde mir so "beigebracht", wurde in Texten von und über Autisten oft so erzählt.) 
Zum Beispiel das Asperger-Syndrom ist eine davon, und das Aspergersyndrom unterscheidet sich aber wiederum stark vom Kannersyndrom.

Autisten können ja auch sehr viel reden, aber vielleicht nicht so Smalltalk-mäßig. 

Was ich eigentlich sagen will: Person A verhält sich nicht korrekt. Es gibt nicht "den" Autisten. Es gibt nur "den" Stereotyp, auf den Person A sich anscheinend bezieht. Was von Oberflächlichkeit zeugt. Es gibt ja auch nicht "den" NT - nach dem Motto, der typische NT spricht nur in Metaphern und treibt am liebsten Smalltalk. 
Und zu sagen, dass Person Z "dümmlich" sei, ist auch nicht korrekt. Es gibt verschieden Arten von Intelligenz. 

Das ist mein Bild/ meine Meinung zu Autismus und zu dem Beispiel, dass du geschildert hast. 

Ich hoffe, ich konnte dir helfen, auch wenn du ja mehr wissen wolltest, was für Vorurteile die Leute haben. 

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Es gibt sowenig richtigen Autismus wie es falschen gibt.

Seit einiger Zeit wird nicht mehr zwischen den einzelnen Autismusarten unterschieden, sondern von Autismusspektrumstörung (ASS) gesprochen.

Ob die Person mehr oder weniger davon betroffen ist, ist auch eine subjektive Sache.

Die hier ein paar Mal erwähnte Inselbegabung hat weniger mit Autismus als vielmehr mit dem Savantsyndrom zu tun.

Manche Autisten sind angepasster als andere.
Ob dieses angepasst sein allerdings optimal ist, halte ich (zumindest teilweise) für fraglich.

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Menschen mit einen Autismus sind nicht  Dumm,die meisten haben sogar in manchen bereichen eine Hochbegabung, oder Inselbegabung. Sie nehmen ganz normal am Leben teil und keiner würde sie ihren Autimus anmerken!.

Es müssen schon einige komponenten aufeinander treffen um das Gesellschaftliche bild vom Autisten zu bestätigen, diese beruhen in der regel ausschließlich aus Falschen informationen und kenntnisstand.

Deswegen wirst du es auch nie erleben,das jemand sagt" Ja ich habe das Ansber Syndrom!", weil sie es in vielen Situationen zu spüren bekommen viele falsche Informationen in ihren alltag Einschränken und sogar in ihren bedürfnissen behindern!.

In der Regel denken die meisten dass Menschen das Autisten in der Regel Geistigoder zumindest Lernbehindert sind!.

Der Film (Rain Man) da spielt Dustin Hoffman  einen hochbegabten Autisten
mit Inselbegabung der Film ist nicht ausgedacht sondern erzählt die Lebensgeschichte von Kim Peek!.

Mach dich mal Schlau und gogel der Klügste mann der Weld, Du wirst erstaunt sein!. Nicht immer sagt das Köperliche und bewegungsbild eines Menschen etwas zu seinen Geistigen fähigkeiten aus!.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kim\_Peek

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Kommentar von Lea1984
31.10.2016, 18:21

Kim Peek war kein Autist- er war nur Savant/Mensch mit Inselbegabung. Bitte recherchieren, bevor man etwas schreibt. Rainman ist eine frei erfundene Geschichte, die nichts mit Autismus zu tun hat. Es wurde massiv übertrieben um Zuschauer zu begeistern- nicht um einen realen Autisten darzustellen.

Und es gibt kein Ansber Syndrom im autistischen Spektrum. Asperger Syndrom aber! Du solltest Dich selbst besser informieren, bevor Du nicht vorhandene Informationen bei anderen ankreidest.

Und- Inselbegabung (Savantsyndrom) ist bei Autisten SEHR selten- wie kommst Du darauf zu behaupten, die meisten hätten eine Inselbegabung??? Es gibt weltweit etwa 100 Savants/Menschen mit Inselbegabung, davon sind etwa 50 Autisten.
Aber laut einer aktuelleren Studie von Gillian Baird sind es auf 10.000 lebend geborene Menschen 116 im autistischen Spektrum. Wie viele es dann bei circa 7,39 Milliarden Menschen sind, kannst Du dir selbst ausrechnen. Da ist es doch absolut unbegreiflich, wie Du behaupten kannst, die meisten Autisten wären inselbegabt... warum verbreitest Du solche Lügen über uns???

Und auch die sogenannte Hochbegabung ist sehr selten. Die Diagnose HFA (hochfunktionaler Autismus) und Asperger Syndrom reicht ein normaler IQ und den haben die meisten Autisten auch. Überdurchschnittliche Intelligenz bis hin zur Hochbegabung sind seltener.

Und es gibt auch sehr viele Autisten, die geistig behindert sind und leider von oberflächlichen Menschen als dumm bezeichnet werden. Man sollte zunächst differenzieren, welche Autismusdiagnose vorliegt.

Auch Lernbehinderungen sind keine Seltenheit.

Auch eine ganz normale Teilnahme am Leben ist nicht ohne Weiteres jedem Autisten möglich. Wie kommst Du auf diese Aussagen???

Wohl eher den hochfunktionalen- bzw. Asperger- Autisten- aber ist es so normal? Wie kommst Du darauf, dass es so ist???? ich bin gerade schockiert-fassungslos! 

Vor allem, wenn die meisten allein schon wegen der Reizüberflutung beim Einkaufen Probleme haben- und diese beiden Diagnosen, AS und HFA es sind jede, die auf den ersten Blick einem Laien nicht als Autismus auffallen!

Wenn es Aspergern und HFA's so gut geht, warum bekommt man dann einen SBA? Warum können diese Menschen nicht arbeiten- obwohl sie es wollen? Weil sie so ganz normal am Leben teilnehmen? Deiner Auffassung nach müssten die dann alle ja nur nicht wollen- oder sich nur mehr anstrengen... ich finde traurig, was Du geschrieben hast!

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Warum verschwiegst Du die Autismusdiagnosen, wenn Du dennoch von uns eine Antwort willst- da kann man wichtige Details nicht verschweigen! Die Diagnose kann ein wichtiger Hinweis sein, u.a. auf den Wahrheitsgehalt bzw. die Wertigkeit von "A's" Aussagen "Z" gegenüber bzw. wie diese gemeint sind und entscheidend wäre auch- der komplette Zusammenhang dazu. Das kannst Du unmöglich in so einer kurzen Geschichte nacherzählen.

"Den Autisten" gibt es nicht, so auch nicht "den Autismus". Google selbst nach Symptomen zu den jeweiligen Diagnosen aus dem Autismusspektrum. Dann hast Du schriftlich, wie es sich äußern kann, jede Diagnose aus dem Spektrum ist eine echte Autismusdiagnose, jeder Autist ist echt- so auch, wie er ist und somit wie sein Autismus sich äußert.

Autist ist Autist- eine leichte oder milde Form gibt es nicht. Man ist
Asperger, ist a-typischer Autist oder hat eine der drei möglichen Formen
des Kanner-Syndroms, hoch- mittel- oder niederfunktionalen Autismus!
Das sind die möglichen Autismusdiagnosen, Autismus ist Autismus, AS ist
AS. Keiner diagnostiziert und sagt, man wäre nur zu 26% Asperger, also
mild, ein andere ist starker Asperger, weil er 89% hat- also das ist völliger Quatsch. Solche Tests gibt es auch nicht- zumal das Wirken auf andere auch tagesformabhängig ist. Wenn alles gut klappt im Leben/im Alltag, fällt AS wirklich fremden, oberflächlichen Betrachtern kaum auf. Aber schon geringe Veränderungen in der Routine und man kann sehr wohl auffallen.

Was Deine beiden Beispiel-Autisten da für Probleme untereinander haben- sofern Du Dir diese Geschichte nicht nur ausgedacht hast, kann keiner klären.

Dazu müsste man beide persönlich kennen, ihre Diagnosen, ihre Hintergründe, dazu den Film und das Filmkind.

Aber- so wie Du es schilderst schadet "A" dem Autisten/der Autistin "Z" eher durch seine Art, wie er sich ihm/ihr gegenüber äußert. Zumal "A" scheinbar auch kein Fachwissen von Autismus zu haben scheint, da er ihn/sie im Vergleich zu sich als richtigen Autisten/richtige Autistin betrachtet.

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Hallo,

worin sich Autismus äußert, hängt ganz von der Form ab. Da es so viele verschiedene Formen gibt, spricht man im Englischen oft auch gar nicht mehr von Autismus, sondern von ASP - autism spectrum disorder.

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Würde es einen richtigen Autismus geben gebe es demnach auch einen falschen Autismus. Es gibt in der Hinsicht keinen "richtigen Autismus" und kein "wie äußert es sich wirklich" sondern lediglich unterschiedliche Formen und unterschiedliche Ausprägungen. Autismus steht ja oft nicht nur alleine da, oft gesellen sich noch Auffälligen im Bereich der Intelligenz dazu, äußere Auffälligkeiten, psychische Erkrankungen wie Angsterkrankungen, Depressionen, Psychosen, Suchterkrankungen etc. Es spielen Umweltfaktoren eine Rolle, Erziehung, Sozialisierung und die Persönlichkeit. Das alles beeinflusst das "Erkrankungsbild". Nicht jeder Autist sitzt zuhause in der dunklen Ecke und wiegt sich selbst. Da muss man kein Kräftemessen veranstalten wer stärker und wer weniger stark betroffen ist.

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