Ich kenne das aus meiner Kindheit,bist du nicht artig so kommst du in die Hölle.Sollte man seinen Kindern das heute noch sagen,oder ist das abgedroschen.Wie steht ihr dazu?
Auch als praktizierender Christ sollte man kleinen Kindern so etwas nicht sagen!
Halte von solchen Androhungen gar nichts, das Kind kann damit überhaupt nichts anfangen und ob es irgendwann in die "Hölle" kommt oder nicht sei dahin gestellt. Wenn ein Kind nicht "artig" ist kann man andere Mittel einsetzen zu dem es dann auch einen Bezug hat.
noch ein Witz dazu: Ein Mann stirbt (hat in seinem Leben an keine Religion geglaubt) und kommt in die Hölle, der Teufel empfängt ihn und zeigt ihm alles: Strand, Palmen, Meer, Sonne.. hmmm schön sagt der Mann so habe ich mir die Hölle nicht vorgestell, sie kommen an an eine Mauer, dahinter schreiende Menschen, Feuer so wie man sich die Hölle vorstellt. Der Mann fragt den Teufel und was ist mit denen? Der Teufel sagt: Das sind die Katholiken, die wollen das so.... gg
@clou: Große Klasse!

Als Erziehungsmaßnahme halte ich das für vollkommen ungeeignet. Kinder müssen nachvollziehbare Konsequenzen Ihres Handelns spüren (immer dem Alter angepasst). Wenn man also beispielsweise sagt "Wenn Du Deine Spielsachen nicht aufräumst, muss ich das nachher machen und kann also nicht wie versprochen mit Dir ins Kino gehn" - dann sollte man auch nicht ins Kino gehen. Oder wenn Ältere einkaufen sollten und haben es vertrödelt, dann sollte es eben an diesem Abend nur zu essen geben, was im Haus ist und nicht noch als Belohnung der Pizzaservice bestellt werden (alles nur Beispiele) Unter "Du kommst in die Hölle" kann sich kein Kind was vorstellen, oder war schon mal eines seiner Freunde dort? Na also, ist nur Gerede. Ältere, die die christliche Geschichte verstehen, lernen auch was mit dem Begriff Hölle anzufangen, aber bitte nicht als Erziehungsmittel.

Niemals würde ich einem Kind damit drohen, dass es in die Hölle kommt. Angst hat bei einer gesunden Kindererziehung nix verloren.
Jean Paul Sartre hat zu diesem Thema eine gute Definition abgegeben, der ich mich anschließen möchte:
"Die Hölle, das sind die anderen."
Damit meinte er, dass man durch die Erwartungrn und Projektionen seiner Mitmenschen beeinflusst und manipuliert wird - wenn man versucht, diesen gerecht zu werden, da das immer noch bequemer ist, als selbst die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und sich selbst zu erkennen und zu definieren.
Super-Antwort!
Ich finder derartige Erziehungsmethoden sind absolut falsch, ich würde in gesprächen eher dazu neigen zu verdeutlichen welche schäden nachteile das handeln an sich mitbringt. Hölle ist für mich wiederrum nur ein begriff welche die kirche / durch den glauben in die welt gesetzt wurde den hier soll ja angeblich der verführer, das böse selbst sitzen. das ist eigentlich nur angst und bange machen um ein ziel zu bekommen, es schreckt ab anstelle das denken und wissen zu fördern. lieber ein gutes gespräch mit erläuterung der folgen, man will doch ein kind erziehen und keinen erpresser nachwuchs heranbilden (tust du das nicht dann passiert jenes)!

Hm...Ich verstehe "Hölle" als Abwesenheit von "Glück" (Himmel?). Oder ist das nicht schlimm genug? Vielleicht können sogar kleine Kinder mit so einer Definition leben.
Unser alter Pfarrer sagte immer:"Ob es eine Hölle gibt, weiß ich nicht. Aber wenn es eine gibt, dann ist ganz bestimmt keiner drin!" Ein kluger Satz, auch für Kinder geeignet!
Sternenfee am 5. Oktober 2007 10:45 Sorry, aber was ist das für ein Pfarrer? An die Bibel glaubt er wohl nicht...
Es war der Beste, den wir je hatten!

Meiner Meinung nach sollte man Kindern überhaupt keine Lügen auftischen. Kinder stellen direkte, ehrliche und offene Fragen, sie sind unbefangen und neugierig -- sie verdienen ebenso ehrliche und unbefangene Antworten.
Glaubensinhalte sollte man ihnen als solches präsentieren ("Ich glaube, nach dem Tod... andere denken anders.") und sie nicht indoktrinieren. Alles, was Ängste und Sorgen auslösen könnte, sollte man ohnehin möglichst vermeiden: Das Reden über Hölle und Qualen ist auf jeden Fall absolut nicht empfehlenswert!

Ich verstehe unter "Hölle" das Familientreffen mit der gesamten Verwandtschaft (die man den Rest des Jahres nicht sieht) am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag...
:-))

Biblisch betrachtet bleibt das Konzept der Hölle eher undefiniert. Im gesamten Alten Testament kommt nur das Reich der Toten vor, das zwar nicht mehr viel mit dem Leben zu tun hat, aber auch keine Bestrafung darstellt. Im Neuen Testament geht es eher darum, dass Menschen, die sich nicht um die Gebote Gottes scheren am Ende der Zeiten unter ihrer Gotteverlassenheit leiden.
Die klassischen Vorstellungen von Hölle sind eher durch die Idee des Purgatoriums (Fegefeuer) geprägt: Feuer, Qual, Leiden etc. Diese kommt aus der katholischen Tradition und wurde nicht zuletzt benutzt, um die Macht der Kirche herauszustellen, durch Ablässe diese Zeit der "Läuterung" zu verkürzen.
In der Bibel und protestantischer Theologie gibt es aber auch die Vorstellung der "Wiederbringung aller". Gemeint ist die Vorstellung, dass vor Gott niemand gerecht ist und deshalb alle Menschen nur durch Gnade zu Gott kommen können, was Gott in seiner Größe auch möglich macht.
Sternenfee am 5. Oktober 2007 10:45 Das stimmt so aber nicht, von der Hölle wird im NT sehr viel gesprochen und sehr bildlich - und in der Bibel gibt es nicht die Vorstellung der Wiederbringung aller
minister am 5. Oktober 2007 11:08 Ehrlich gesagt ärgern mich Ihre Kommentare hier. Es ist einfach, aus evangelikaler Sicht unangenehme Ideen zu verneinen, insbesondere, wenn der eigene Beitrag nichts neues zum Thema bringt. Gerade die bildliche Rede von der Hölle im NT verweigert sich einem eindeutigen Konzept. Außerdem gründet sich die Idee der Wiederbringung aller nicht nur auf Apg 3,21 sondern auf das Konzept von der allumfassenden Gnade Gottes, das im NT durchaus eine zentrale Position einnimmt.

das ist deine Glaubensansicht. Natürlich ist Hölle im christlichen Sinne nur ein Angstmittel. Wie im Gegensatz die Selbstmordattentäter nach dem Tot mit hübschen Frauen im Himmel wohnen.
Und was kriegen weibliche Selbstmordattentäter?
Kabark am 4. Oktober 2007 14:45 72 unerfahrene pubertäre Bengel.
Das ist genau so falsch und blödsinnig wie Geschichten vom Klapperstorch, schwarzen Männern und stehenbleibenden Augen beim Schielen. Das Leben ist für Kinder kompliziert genug, macht ihnen nicht auch noch Angst davor.
naja den Storch könn ma doch bei den gaaanz Kleenen noch durchgehen lassen, oder? ;-)
Er schadet wohl nicht, ist aber doch wohl eher ein Zeichen für verklemmte Eltern.

Ist das besonders christlich, wenn man seine Kinder durch Angst erzieht?
Das ürsprüngliche Wort das in der Bibel von Luther als Hölle übersetzt wurde ist Gehenna. Das war allerdings fürher ein Müllverbrennungsplatz der Israeliten. Er wurde manchmal benutzt um verstobene Menschen, die stark gesündigt hatten dort zu entsorgen. Diese wurden nicht begraben, weil sie keine Chance auf ne Wiederauferstehung bekommen sollten. Dort wurden nie lebende hinein geworfen! Die Theorie vom Fegefeuer und Hölle ist durch die Katholische Kirche eingeführt worden, um damals Ablasse zu verkaufen, die Verstorbene davor bewahren sollten. Wurde natührlich nur aus Geldgier gemacht und ist keineswegs die Lehre der Bibel. Also solltest Du Dein Kind nicht mit solchen unwahren Sachen ängstigen.

Die Hölle ist der Ort, an dem Gott nicht ist. So erkläre ich das auch meinen Kindern, allerdings ohne es als Erziehungs- oder gar Disziplinierungsmittel zu verwenden.
Gute Frage - und kein Pädagoge und kein Theologe wird sie angemessen beantworten. Ich empfehle die Lektüre der Märchen, und für die Kinder die Märchenstunde. Als Erziehungsmittel wurde meines Wissens die Hölle in der Zeit der Aufklärung eingeführt und von Generation zu Generation verfeinert. Es gäbe noch viel zu sagen, viel zu sagen.

Hoellenvorstellungen gibt es en masse, auch etwa im Buddhismus. Die Grausamkeiten dort aehneln denen, wie durch die christlichen Scholastiker beschrieben. Erziehungswert auesserst fraglich. Auch im islam gibt es ein ewiges Feuer, aber Gott der Barmherzige wird wohl kaum jemanden wirklich ewig darin verweilen lassen. (obwohl: bei gewissen Leuten wuerde ich meine Hand dafuer nicht ins Feuer legen) Ergo: Kinder brauchen Liebe und Grenzen, ohne Frage. Die Tore der Hoelle sind dafuer eindeutig nicht geeignet. Genausowenig, wie man mit Guantanamo (und den anderen derzeitigen Real-Life-Hoellen)bessere Menschen aus uns machen wird. aber das ist wieder ein ganz anderes Thema...

Die Hölle ist der Ort fern von Gott und das ist etwas, was wir uns gar nicht vorstellen können, denn auch hier auf der Welt ist Gott stetig da, selbst wenn jemand nicht an ihn glaubt, hat Er uns die Welt und alles darin geschenkt. Kinder haben meist einen natürlichen Glauben an Gott, was sehr schön ist, sie fühlen sie so auch geschützt, wenn sie mal allein sein sollten. Die Hölle ist keine Strafe, sondern das Ergebnis einer Entscheidung. Gott ist so gnädig, das Er niemanden zwingt bei Ihm zu sein, wenn er es nicht will - diejenigen kommen dann zum Ort ohne Gott (Hölle=Gottesferne)

Als Erziehungsmaßnahme halte ich das für grauenvoll. Was soll das? Wenn mir die Argumente ausgehen oder ich nicht mehr weiter weiß, zaubere ich die Hölle aus dem Ärmel? Wenn du deinen Spinat nicht aufisst, holt dich der Donnergrummel! Wenn du nicht spurst, brätst Du in der Hölle! Da zieht sich in mir alles zusammen.
Meine Großmutter hatte damals so ein Buch, in dem es zwischen den Textseiten immer mal wieder Bildseiten gab. Ich weiß bis heute nicht, worum es in dem Buch ging, aber eins dieser Bilder ist mir bis heute im Gedächtnis: In einem Höhlengang fahren die Sünder auf einem Fließband an einem Teufel vorbei, der jedem mit einer großen Bohrmaschine ein Loch in den Rücken bohrt. Und dann fallen die Sünder am Ende in einen großen Topf. Vor diesem Bild hatte ich als Kind Angst. Warum sollte ich etwas, vor dem ich selbst Angst habe, meinen Kindern vermitteln? Da erzähle ich doch viel lieber davon, wie ich meine eigene Angst bekämpfte und sie besiegte. Meine Kinder ahnen nicht mal, dass ich Spinnen nicht mag. Wir beobachten sie gemeinsam und füttern sie sogar.
Die Hölle muss immer wieder als Erziehungsimpuls herhalten, weil es immer wieder ängstliche Menschen gibt, die anderen Menschen damit Angst machen, um selbst innerlich über die Runden zu kommen. Ich persönlich halte nichts davon.
Gruß Barnabas

Das Wort „Hölle“ findet man in vielen Bibelübersetzungen. Es gibt aber auch Übersetzungen, die in den entsprechenden Texten Wörter wie „Grab“, „Totenreich“ u. a. gebrauchen. Gewisse Bibelübersetzungen geben die in anderen Bibeln mit „Hölle“ übersetzten Wörter der Originalsprache transkribiert wieder, das heißt, sie schreiben sie mit Buchstaben unseres Alphabets, lassen die Wörter aber unübersetzt. Um welche Wörter handelt es sich? Um das hebräische Wort sche’ol und den entsprechenden griechischen Ausdruck háides (sprich: hádes), die nicht einzelne Grabstätten, sondern das allgemeine Grab der Menschheit bezeichnen, sowie um den griechischen Ausdruck géenna, der als Symbol ewiger Vernichtung gebraucht wird.
Und sterben müssen wir alle mal, kommen also alle in die "Hölle", wobei ich lieber "Grab" oder "Totenreich" sage.
Mit ewiger Qual im Feuer hat das nichts zu tun-

Unter Hölle verstehe ich unter anderem eine Gesellschaft, die ihre Kinder so "erzieht", wie du es beschrieben hast.

Woher stammt die Lehre vom Höllenfeuer?
In alten babylonischen und assyrischen Überlieferungen wird die „Unterwelt . . . als Ort des Grauens dargestellt, der von grimmigen, sehr mächtigen Göttern und Dämonen beherrscht wird“ (Morris Jastrow jr., The Religion of Babylonia and Assyria, Boston, 1898, S. 581). Die in der Christenheit herrschende Vorstellung, daß in der Hölle ein Feuer brennt, wird schon in der Religion der alten Ägypter angedeutet (The Book of the Dead, New Hyde Park, N.Y., 1960, mit Einführung von E. A. Wallis Budge, S. 144, 149, 151, 153, 161). Der Buddhismus, der bis ins 6. Jahrhundert v. u. Z. zurückreicht, entwickelte im Laufe der Zeit die Lehre von heißen und kalten Höllen (The Encyclopedia Americana, 1977, Bd. 14, S. 68). Den in katholischen Kirchen Italiens dargestellten Höllenszenen liegen Unterweltsvorstellungen aus etruskischer Zeit zugrunde (Werner Keller, Denn sie entzündeten das Licht. Geschichte der Etrusker — die Lösung eines Rätsels, S. 393).
Diese gottentehrende Lehre wurzelt jedoch viel tiefer. Die sadistischen Vorstellungen in Verbindung mit einer Hölle, in der die Menschen gequält werden, sind eine Verleumdung Gottes und stammen von dem Hauptverleumder Gottes (dem Teufel, dessen Name „Verleumder“ bedeutet), den Jesus Christus den „Vater der Lüge“ nannte (Joh. 8:44).