schurke am 17.08.2007 um 1:06 Uhr
Bei Manis Kommentar zu meiner Sonntagsschulefrage bin ich eben stark ins grübeln gekommen.

Ehre ist das Gefühl der persönlichen Wertigkeit. Sie ist Teil der Menschenwürde.
Vielleicht ex negativo umschrieben: Man kann seine Ehre nicht durch Handlungen anderer verlieren; auch dann nicht, wenn diese Handlungen in Angriffen auf die Menschenwürde bestehen.
Man kann seine Ehre nur durch eigene - ehrlose - Handlungen verlieren. Es steht anderen allerdings nicht zu, zu definieren, welche Handlung ehrlos ist; das kann nur jeder für sich selbst.
Ein Ehrenwort gilt; deshalb gibt man es nicht leichtfertig. Für mich persönlich wäre es eine ehrlose Handlung, mein Ehrenwort zu brechen; deshalb gebe ich es nur in Ausnahmefällen.
Ehre ist also etwas höchst persönliches, das dem Zugriff anderer entzogen ist.

Für mich ist Ehre, dass ich so lebe, dass ich vor mir selber ein reines Gewissen habe, alles gut mache und mich richtig im Miteinander mit allen Menschen und der ganzen Welt zu verhalten. Dazu gehört Ehrlichkeit, Wertschätzung, Respekt, Höflichkeit, Nettigkeit, Lustigkeit und auch, dass man nicht ganz nutzlos für diese Welt ist. Darauf baut sich mein Ehrgefühl auf und damit kann ich fest im Leben stehen.
ehre kommt von ehrlichkeit. davon gibts im internet leider viel zu wenig...

Ehre - würde sagen, ein Privileg auf etwas Besonderes zu haben!

Ich verstehe das hier unter Ehre:
solf1 am 17. August 2007 01:25 hast du das geschrieben bei Wiki?
schurke am 17. August 2007 01:31 @solf, da steht was von Ida
@ Gustav, Googeln und in Wiki schauen kann ich auch, ich hätte gerne Eure Meinung gelesen aber Danke für die Mühe.............
solf1 am 17. August 2007 01:33 Knopf in der Leitung schurke..!!!??
schurke am 17. August 2007 01:40 nee solfi, aber für Gustav meine Antipathie gegen nur Links noch einmal begründet
GustavGans01 am 17. August 2007 08:41 schurke: Das ist meine Meinung
Danke Wolf, eine sehr schöne Antwort.
@WolfRichter:
Deiner Definition stimme ich überwiegend zu, nicht aber dem Satz "Ehre ist also etwas höchst persönliches, das dem Zugriff anderer entzogen ist".
Was als Ehre gilt, hängt doch auch von der uns umgebenden Kultur ab und was bei uns als ehrenhaft gilt, dürfte etwa in Arabien ganz anders beurteilt werden und umgekehrt ebenso.
@demosthenes: Ja, das kulturelle Umfeld prägt den persönlichen Ehrbegriff. Ich meinte aber mit "dem Zugriff entzogen", daß niemand dem anderen die Ehre nehmen kann; bzw. niemand über die Ehre eines anderen befinden kann.
In anderen Kulturen wird das z.T. anders gesehen. (Ich hab's in Afghanistan erlebt.) Daß der von Dir angesprochene Araber glaubt, Ehre könne genommen werden, ändert nichts daran, daß das nicht möglich ist. - Da bin ich ganz bewußt eurozentristisch.