Momentan machen viele Prominente wieder Werbung für die Darmkrebs-Vorsorge. Wer weiß wie die Untersuchung abläuft? Ist sie sehr unangenehm?
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Zur Prophylaxe von Darmkrebs besteht die Möglichkeit, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Dazu gehört die regelmäßige digital-rektale Untersuchung im Rahmen der allgemeinen körperlichen Untersuchung. Da über die Hälfte der Tumoren im Mast- oder Enddarm lokalisiert sind, kann Darmkrebs oftmals über den After „ertastet“ werden (rektale Untersuchung). Die Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut alle ein bis zwei Jahre ist in vielen europäischen Ländern Screening-Methode der Wahl, da Darmkrebs frühzeitig durch geringe und mit dem bloßen Auge nicht erkennbare Blutungen auffallen kann. Ein neuer Biomarker, der sowohl blutende als auch nicht blutende Polypen und Tumoren erkennt, ist die Bestimmung der Tumor M2-PK im Stuhl. Dieser Marker weist ein Schlüsselenzym im Energie-Stoffwechsel von Polypen und Tumoren nach.
In Deutschland werden seit 2002 die Kosten für eine Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung für alle Personen ab dem 55. Lebensjahr, für Patienten aus Risikofamilien ab dem 35. Lebensjahr, von den Krankenkassen übernommen. Dem liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Darmkrebs sich fast immer über einen längeren Zeitraum aus gutartigen Polypen entwickelt, die so genannte Adenom-Karzinom-Sequenz. Die Ergebnisse der Vorsorge-Koloskopie bis 2005 wurden kürzlich publiziert (Sieg A, Theilmeier A., DMW 2006). Die Detektionsrate von Adenomen beträgt 20 %, von Karzinomen 0,7 %. Der größte Teil der Tumore (70 %) befand sich im günstigen Stadium UICC I und II. Die Komplikationsrate der Vorsorge-Koloskopie war sehr gering. So betrug die Perforationsrate (Durchbruch der Darmwand) bei der einfachen diagnostischen Koloskopie nur 0,02 % und bei der Polypenentfernung 0,1 %.
Mittlerweile gibt es weltweit eine Reihe von Chemopräventionsstudien, bei denen getestet wurde, ob verschiedene Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel den Darmkrebs beziehungsweise seine Vorläuferstufen, die Adenome, verhindern können.
ganzer text > http://de.wikipedia.org/wiki/DarmkrebsDarmkreb
Noch ergänzend, wie eine Untersuchung verläuft:
Mit einem speziellen Instrument, dem Endoskop, betrachtet der Arzt das Innere des Darms und untersucht die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten. Außerdem kann er mit Hilfe des Endoskops an verdächtigen Stellen Gewebeproben entnehmen sowie Wucherungen der Darmschleimhaut (Darmpolypen) abtragen.
Bei der Darmspiegelung führt der Arzt ein biegsames, schlauchförmiges Gerät durch den After in den Darm ein. Dieses Endoskop (auch Koloskop) hat einen Durchmesser von ungefähr sieben bis zehn Millimetern und eine Länge von etwa anderthalb Metern. Es besteht aus einem optischen System mit einer Lichtquelle, welches über ein Glasfaserbündel Licht von außen ins Darminnere leitet. Eine spezielle Minikamera an der Spitze des Endoskops filmt die Darmschleimhaut im Inneren des Darms. Die Bilder werden nach außen geleitet und können vom Arzt auf einen Farbmonitor betrachtet werden.
Damit der Arzt das Darminnere richtig sehen kann, muß der Darm zuvor gut gereinigt und von Speise- und Stuhlresten befreit sein. Am Tag vor der Untersuchung müssen sie dafür ein Abführmittel einnehmen und anschließend sehr viel trinken, u.a. eine mineralhaltige Spüllösung, die dafür sorgt, dass der Darm nur noch klare Flüssigkeit ausscheidet.
Die gesamte Darmspiegelung dauert etwa 20 Minuten. Sie ist weitgehend schmerzarm, allerdings empfinden einige Patienten das Vorschieben des Endoskopes als recht unangenehm. Auf Wunsch können Sie zur Untersuchung ein Beruhigungsmittel bekommen, das Sie in einen leichten Dämmerschlaf versetzt, wodurch Sie von der Untersuchungen und irgendwelchen Unannehmlichkeiten gar nichts mitbekommen.
(siehe auch: http://www.darmkrebs.de/de/frueherkennung-diagnose/untersuchungsmethoden/darmspi...darmspiegelun