Frage von guest131, 57

Was verdient wohl ein ambulant operierender Arzt netto im Monat?

Wir haben bei uns in der Stadt einen Augenarzt, der eine Praxis besitzt ganz normal für Patienten wo er aber auch OP-Räume hat und ambulant operiert. Jetzt frage ich mich wie gut der wohl verdient? Schwimmt der im Geld oder hat der auch viele Abgaben durch Gewerbesteuer, Miete möglicherweise, Gehalt für Angestellte etc.?

Antwort
von Minischweinchen, 28

Hallo,

natürlich hat der Augenarzt viele Ausgaben, aber er verdient auch viel Geld, sonst würde er keine Praxis betreiben.

Die OP´s macht er deshalb, weil die am meisten Geld einbringen.

Die Ärzte jammern  immer. Sie haben sicherlich auch weniger Geld ,als noch vor ein paar Jahren, deshalb haben sie aber immer noch genügend Geld, aber halt nicht mehr ganz so viel wie vorher und das macht die meisten Ärzte unzufrieden, obwohl es immer noch viel genug ist und es ihnen mehr als gut geht.

Damit meine ich, das sich das Dokterchen im Jahr "nur" noch einen Porsche und einen Ferrari im Jahr leisten kann und halt nicht mehr zwei Porsche und einen Ferrari. Und statt 3x Malediven halt nur noch 2x fliegen kann.

Das macht aber nichts, denn sehr "engagierte" Pharmavertreter spendieren gerne mal eine Reise!

Vor ein paar Jahren konnte noch alles und mehr "abgerechnet" werden und jetzt gibt es eben für bestimmte Leistungen einen bestimmten Betrag.

Auch beim Augenarzt musst Du  bestimmte Leistungen privat bezahlen, da diese  nicht mehr bezahlt werden oder nur teilweise -  wobei man sich wundern muss, das bestimmte Leistungen nicht bei jedem Arzt privat zu zahlen sind"! - und jede privat zu zahlende Untersuchung ist "natürlich lebenswichtig". Auch wenn diese von der Arzthelferin durchgeführt wird!

Es gibt aber auch kleine Praxen, wobei dies sehr wenige sind, die mit den großen Praxen mit mehrerer Ärzten, einfach nicht mehr mit halten können und irgendwann "Pleite" machen.

Liebe Grüsse !

Kommentar von guest131 ,

Danke für deine Antwort! :) ist spannend mal zu erfahren wie das da draußen so abläuft, vor allem bei den Ärzten. Ich meine diese Unzufriedenheit über weniger Geld kann man ja irgendwo verstehen. Denn der Weg zum Praxisinhaber oder erst mal Arzt ist ja kein Zucker schlecken. Allein das Studium soll ja extrem anspruchsvoll und stressig sein. Dann noch eine Facharztausbildung von 5 Jahren...da möchte man doch auch was für bekommem machen wenn man über ein Jahrzehnt hart studiert hat und ausgebildet wurde oder?

Kommentar von Minischweinchen ,

Ja, aber die Ärzte bekommen auch nicht genug und wenn es dann etwas weniger ist- auch beim "kleinen" Arbeiter wird es immer weniger und der merkt es aber viel mehr - dann ist dies ein Weltuntergang, obwohl es immer noch vollkommen reicht.

Nichts zu Danken, immer wieder gerne!

Antwort
von derhandkuss, 33

Einerseits rechnet ein niedergelassener Arzt mit den Krankenkassen nach Gebührenordnung ab. Er kann also nicht einfach für seine Dienstleistungen verlangen was er möchte.

Andererseits hat ein Arzt nicht nur Ausgaben für Personal, Praxis, Material, Steuern etc, sondern muss auch zum Beispiel Versicherungen in Form einer Haftpflicht abschließen. Und die sind nicht gerade günstig. Zudem muss er noch für seine eigene Altersvorsorge sorgen. Da kommt schon einiges zusammen.

Kommentar von guest131 ,

Warum eine Haftpflicht Versicherung? Falls er mal pfuscht? :D

Kommentar von derhandkuss ,

Auch in der Arbeitswelt passieren immer (wieder) Fehler. Stell Dir mal vor, Du bringst Dein Auto in die Werkstatt, lässt die Bremsen machen, die funktionieren dann in der entscheidenden Situation nicht! Ja, und dann?

Betriebshaftpflichtversicherungen sind in einigen Berufen vorgeschrieben. Hast Du die Nachrichten aufmerksam verfolgt, dann weißt Du das von den Hebammen!

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