Was verdient der betrieb durch einen Azubi?

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10 Antworten

Ein Betrieb "verdient" in der Regel nichts durch einen Azubi, eher das Gegenteil ist der Fall, ein Azubi kostet den Betrieb letztendlich Geld!

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Das kommt darauf an, was der Betrieb mit seinem Azubi macht. Es gibt durchaus Betriebe, die verdienen an ihrem Azubi, weil er für sie eine billige Arbeitskraft ist.

Der Betrieb, der die Ausbildung ernst nimmt und seinen Azubi später als Facharbeiter oder -angestellten übernehmen will, verdient in der Regel gar nichts an ihm, weil die Kosten, die das verursacht, wesentlich höher sind als das, was der Azubi "reinarbeiten" kann.

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Ein Azubi bindet - vor allem in der Anfangszeit - Personal, d.h. die regulären Mitarbeiter können so nicht ungestört ihre Arbeit machen, sondern müssen einen Azubi einlernen, dessen Arbeit überprüfen, dessen Fehler korrigieren etc.

Wenn er dann einfache Arbeiten routinemäßig kann, kommt er meist in die nächste Abteilung. Dazu ist er noch in der Berufschule, Mitarbeiter müssen als Ausbilder ausgewiesen werden und Kurse machen etc. etc.

In vielen anderen Ländern bekommen Auszubildende keinerlei Lohn, in manchen müssen sie sogar für die Ausbildung zahlen.

Was der Betrieb dabei verdient ist, dass wieder eine neue Person für diesen Berufszweig gewonnen wurde, die in Zukunft als Mitarbeiter eingestellt werden kann, falls Kapazitäten frei und den Beruf von der Pike auf gelernt hat.

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Kommentar von zwilling1983
08.09.2016, 14:59

huch bezahlen wenn man ausgebildet wird ? ist es echt so in ländern ? welche den ? das ist ja eine abzocke :-(

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viele Betriebe erhalten bei Altbewerbern von der Arbeitsagentur auch noch einen Zuschuß wie teils bei H 4 Empfängern, Übersiedlern etc auch. 

Das sind BHI Zuschüsse für Langzeitarbeitslose, teils 60% im 1. Halbjahr, 40% im 2. Halbjahr etc.

Dann hat der Azubi auch Blockunterricht bzw. 1 bis 1.5 Tage Unterricht an der Berufsschule.

Es kommt ganz auf die Branche an. Viele Azubis im Gast-Hotelgewerbe stöhnen über Überstunden sowie Einsätze bei Hochzeiten bis nach 5 h morgens, um zum Mittagsgeschäft wieder präsent zu sein. 

Das geht natürlich nicht, 1 x hat man 11 h Ruhe zu haben, dann gibt es das Jugendschutzgesetz.

Viele Azubis werden ausgenutzt, auch ich war damals kfm Azubi, wurde aber im Lager & in der Produktion eingesetzt, die Ausbildungsnachweishefte mit ehrlichem Inhalt wurden wohl nie angeschaut.

Bei der mündl. Prüfung habe ich mich beschwert, da wurde ich kfm nie richtig unterwiesen.

Die Zwischen- & Abschlußprüfung haben wir bestanden, das hätte ich aber vormittags in der Zwischenprüfung & nachmittags in der Abschlußprüfung an 1 Tag erledigen können.

Mit Abi war die Ausbildung verkürzt, Lager- & Produktionsarbeiten (Industrie-Kfm im Farben-Lackbereich) hätte ich Mitte der 80er Jahre besser verzichtet...

Der Ausbilder mit AEVO (Ausbilder- Eignungsverordnung) war ein Witz, Alkoholiker

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In meiner kaufmännischen Ausbildung habe ich in der Rechnungsprüfung angefangen, dann ging es in die EDV-Abteilung, später kamen Warenannahme, Einkauf, Verkauf Inland, Export, Rechtsabteilung, Personalabteilung, Qualitätssicherung, Fertigwarenlager, Filialleitung und einige weitere Abteilungen hinzu.

Ich hab mich zwar überall bemüht und bin fleissig gewesen. Aber in jeder Abteilung ist auch vor meiner Anwesenheit alles an zu erledigenden Tätigkeiten abgearbeitet worden. Und meine kurzzeitige Anwesenheit hat zu keinen Spareffekten geführt, weil das Personal ja unverändert blieb.

Ich hab also mein Azubi-Gehalt bekommen, hab dann gearbeitet, wenn keine Berufsschule war. Für uns Azubis gab es zwei Ausbildungsleiter, die ja auch noch einmal eine Stange Geld kosteten. Und es gab eine jährliche Ausbildungsfahrt (Wildwassertour in Südfrankreich, Städtereise Prag und einmal Wilhelmshaven).

Also bei uns haben die Azubis gekostet, nicht geliegfert^^

Im Handwerk gibt es aber durchaus Betriebe, wo ein Chef alleine mit drei oder 4 Azubis werkelt. Dort scheint es dann durchaus Konzepte zu geben, aus Azubis etwas herauszuholen :)

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Es kommt immer auf den Lehrling an ist er fit und Aufnahme willig, so ist er für den Betrieb ein echter Gewinn. 

Das Problem ist heutzutage lediglich, dass er in manchen Branchen zwei mal in der Woche Berufsschule hat . Ein Lehrling schleppt Dinge und kann relativ schnell einfache Aufgaben übernehmen die sonst ein Geselle machen müsste.

Er macht die Arbeiten, die den Gesellen sonst allein machen müsste - ihn Zeit kosten würden  z.B. fegen , aufräumen, Werkzeug anreichen, Dinge schleppen, Ersatzteile bringen usw.usw.  

Was er dem Betrieb nun wirklich in Euro und Cent bringt ist schwer zu sagen. Da er jedoch auf jeder Rechnung beim Kunden mit aufgelistet wird und auch bezahlt werden muss denke ich, das der Betrieb natürlich ein positives Ergebnis durch ihm haben wird. .

Ansonsten würde es sicher keinen Betrieb mehr geben, der sich bereit erklärt auszubilden . 

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Hallo danke für die antworten, hat mich eben interesiert!

habe hier : https://www.impulse.de/management/azubi-foerderung/2076567.html

gefunden das der Azubi im schnitt ca. 18k pro jahr kostet, jedoch ist dieser auch Produktiv, und im Endeffekt nur ca 5k netto dem betrieb kostet.

Für den Betrieb ist es aber klar, wenn der Azubi dannach bleibt, hat man perfekt zugeschnittenen Mittarbeiter, der eigen ausgebildet wurde, nämlich hier liegt der Vorteil.

denke dass passt dann so!

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Kommentar von toomuchtrouble
08.09.2016, 14:48

Einziger inhaltlicher Lichtblick unter dem ganzen Unsinn, der hier sonst ohne jede Quellenangabe direkt vom Stammtisch abgesondert wird.

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In der Regel kostet ein azubi den betrieb in den ersten 2,5-3 Jahren viel mehr als er einbringt. Den Rest der Ausbildung (6monate bis 1jahr ) bringt er meist gerade so das rein was er den betrieb kostet. 

Und nur mal so, ein azubi der den Boden fegt, ist Zwischenzeitlich beschäftigt. Ein Geselle der das macht ist mega teuer! 

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Kommentar von Huflattich
08.09.2016, 17:40

Das ich nicht lache .

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Azubis machen in Unternehmen keinen Umsatz/Erfolg/Gewinn. Sie werden lediglich als Kosten abgeführt.

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Der Azubi kostet!

Aus letztem Jahr "
Ein Auszubildender kostet einen Betrieb pro Jahr im Schnitt 5.400 Euro"


Edit: Achso ja Quelle: http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/das-kostet-ein-azubi/150/16266/293551


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Kommentar von toomuchtrouble
08.09.2016, 14:41

Quelle: Deutsche Handwerkszeitung, das Interessensvertretungorgan der Branche. In etwa so, als würdest Du die Aussage eines Fleischers zum erhöhten Fleischkonsum als verbindlich einstufen.

Zu einer vollkommen anderen Bewertung, nämlich dass die betriebliche Berufsausbildung mindestens kostenneutral und unter Berücksichtigung der sog. Personalgewinnungskosten sogar profitabel für den Arbeitgeber ist, kommt das relativ neutrale Bundesinstitut für berufliche Bildung BIBB (Bundesinstitut für berufliche Bildung) in einer Untersuchung...

https://www2.bibb.de/bibbtools/tools/dapro/data/documents/pdf/eb\_21306.pdf

Zuletzt eine praktische Rechung: Wenn die klassische Auszubildende als Bäcker- oder Fleischerei-Fachverkäuferin 28-30 Stunden im Verkauf ist, muss man schon verdammt abenterliche Milchmädchenrechnungen anstellen, um zu belegen, dass die Mildtätigkeit für den Unterhehmer ein reines Zuschussgeschäft ist.


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