Frage von daria78, 54

Was unterscheidet einen guten Psychologen von einem schlechten?

Eine Freundin von mir hat schon relativ oft den Psychologen gewechselt und meint, dass meistens die Chemie nicht so stimmt. Was meint ihr? Was würde einen guten Psychologen ausmachen?

Kommt mir bitte nicht mit so hilfreichen Antworten wie: "Das muss jeder für sich selbst entscheiden." 

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JustNature, 23

Wohl 80% der Psychologen sind schlecht. Denn sie verursachen sehr viele Sitzungen, indem sie den Patienten jede Menge erzählen lassen. Sie sagen den Patienten nicht die Wahrheit und bieten ihnen viel zu bequeme Wege, die nicht helfen. Die nötige Lebensklugheit ist bei vielen Psychologen nicht vorhanden. Viele Patienten brauchen nicht sanftes Verständnis sondern häufig Tritt in Hintern,  Aufsicht/Kontrolle, Druck

Kommentar von Miramar1234 ,

Wobei dann ein Teil der Patienten zumacht oder "flieht".Ganz so einfach ist es dann doch eher nicht^^

Kommentar von JustNature ,

Die Frage war, was ein "guter Psychologe" ist. Gut ist einer, der sich nicht dafür bezahlen läßt, daß er zuhört und man ewig an ihn hinjammern kann. Ein Psychologe, der vermittelt "ja, ich versteh Sie, Sie haben´s schwer" und sonst wenig leistet, der hilft nur seinem Bankkonto.

Gut ist einer, der den Patienten befähigt, nach kurzer Zeit, z.B. 10 Treffen, allein wieder seine Lebensprobleme auf die Reihe zu bekommen.

Freilich gibt's genug Patienten, die immer einknicken und flüchten, wenn von ihnen Aktivität erwartet wird. Trotzdem sollte ein anständiger Psychologe das Notwendige tun und nicht das Bequeme - auch im Interesse der Kassenbeiträge.

Antwort
von km11111, 11

Hallo!

Das entscheidet sich heute vornehmlich anhand des Impact Factors, den das Institute for Scientific Information regelmäβig in den Journal Citation Reports veröffentlicht.

Aber vermutlich meinst du Psychotherapeuten (hier ist es ja egal, ob der Psychologe ist oder nicht) und da v.a. die Arbeit mit Patienten?!

Im Prinzip hat deine Freundin da im Kern schon recht. Die "Chemie" ist Grundvoraussetzung und lässt sich eben nicht technisch herstellen. Da müssen zwei Menschen zueinander passen (übrigens auch auf seiten des Therapeuten). Dies klärt sich aber in der ersten Sitzung, oft schon nach wenigen Minuten.

Erst der zweite Schritt sollte dem Verfahren und da dann der Methode(n) gelten. Aber auch hier ist es so, dass die (logischerweise) zunächst mal zum Therapeuten passt (was nach meiner persönlichen Beobachtung aber bei den jüngeren Kollegen zunehmend kaum mehr im Bewusstsein verankert ist, da wird doch arg viel versucht, die eigene Persönlichkeit einer gerade gehypten Behandlungstechnik mit Wundermittelcharakter anzupassen als umgekehrt). Aber auch für einen Patienten muss die Methode passen; der eine braucht dies, der andere das. Da Therapeuten immer nur einen Ausschnitt an möglichen Methoden erlernen können und zudem dann die Methoden anwenden, die persönlich passend sind, arbeiten Therapeuten im Kassensystem dann innerhalb der Verfahren schon mit einem gemeinsamen roten Faden, nur mit zugelassenen wirksamen Methoden usw., technisch aber durchaus voneinander abweichend. Auch hier muss (möglichst in den probatorischen Stunden, notfalls im Rahmen einer Probetherapie) herausgefunden werden, ob das so für den Patienten passt, was der jeweilige Therapeut anbieten kann.

Ein dritter Punkt sind die Patientenvariablen (nicht jeder Mensch profitiert von Psychotherapie). Hinzu kommen weitere Faktoren. Einer ist z.B. ein medizinisches Krankheits- und Behandlungsverständnis (ich geh da hin und der Therapeut soll was machen und mich heilen), mit dem eine Psychotherapie nicht gelingen kann.

Die Patientenvariablen versucht man (Betonung Versuch) durch die Vorgaben der Psychotherapierichtlinie und deren Überwachung (Gutachter) sicherzustellen, bei den nicht-ärztlichen Therapeuten wird seit 1999 durch eine (durchaus in einigen Punkten überbordende) Ausbildung mit zahlreichen Kontrollinstanzen und schließlich noch einem Staatsexamen eine tatsächlich auch belegte (einerseits durch ein Gutachten der Bundesregierung, und durch mehrere Effekt-Studien verschiedener Krankenkassen) hohe Qualität sichergestellt.  

Insofern ist die Suche nach einem passenden Psychotherapeuten (und wie gesagt, geht es darum und nicht um gut oder schlecht) recht aufwändig.

VG

Antwort
von Filipegoocoo, 20

Meiner Meinung nach hängt es meistens vom Patient und der ersten Therapiesitzung ab. Nach der ersten Sitzung sollte man den Psychologen weiter besuchen wenn man ein gutes Gefühl bei ihm/ihr hat, wenn einem mulmig oder komisch immer wenn man zu Psych. geht dann sollte einen neuen aufsuchen.

Ich spreche aus Erfahrung, da ich selbt vor einigen Jahren, zum Psychologen ging und öfters wechselte. Man sollte irgendwie Spass haben dahin zu gehen und es darf auch nicht zum Muss werden. Wenn einem komisch ist und man sich nicht wohl fühlt sollte man den Psych. wechseln. 

Es wurde bewiesen das wenn man sich bei einem Psych, wohl fühlt das man dann auch besser behandelt werden kann.  

Antwort
von staffilokokke, 23

Chemie sollte schon stimmen, aber auch der `feinfühligste` Therapeut bringt nichts, wenn er einen nur bauchpinselt. Bisschen herausfordernd sollte er schon sein. 

Antwort
von Miramar1234, 14

Oh,das ist natürlich nicht so leicht zu beantworten.Die Einschätzung was für einen Patienten ich vor mir habe,wie er tickt,wie ich seine Offenheit und das nötige Vertrauen erreichen kann,falsch bewertet,kanns schon gewesen sein.Machmal ist Zurückhaltung gefragt,oftmals aber auch Nachfragen bis die Tränen kommen.Ein guter Psychologe hat immer Zeit,ist geduldig und lobt die geringsten Fortschritte.Beste Grüße

Antwort
von Plattenspeeler, 18

Das kann eigentlich nur der Patient selber beurteilern

Beinem ist der gut, beim nächsten wieder ein anderer.

Normalerweise gibt es zunächst einmal eine Probestunde um zu testen, ob man sich überhaupt mag.

Stimmt es da schon nicht, soll man natürlich einen neuen suchen.

Ein ständiger Wechsel, heißt allerdings nichts anderes, das sich, in diesem Fall deine Freundin, , nicht öffnen mag.

Das wiederum ist zwingend nötig um eine gute Therapie zu finden.

Kommentar von daria78 ,

Das war doch nicht die Frage.......wenn man keine eigene Meinung hat, bitte gar nicht erst antworten.

Kommentar von Plattenspeeler ,

Wenn ich gewußt hätte, das du mir keine eigene Meinung zutraust, hätte ich sicher nicht versucht, dir eine Antwort zu geben.

Wer nicht einmal etwas Kritik abkann bzw. von vornherein alles besser weiß, dem ist nicht zu helfen.

Kommentar von daria78 ,

Guck dir mal die anderen Antworten an und dann deine.

Antwort
von Nashota, 26

Zeit, Geduld, Interesse, Lösungswege unterbreiten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten