Frage von rainerpb, 144

Was unterscheidet die Zeugen Jehovas von den christlichen Kirchen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nadelwald75, 121

Hallo rainerpb,

die Frage kam früher schon mal in ähnlicher Formulierung, daher auch eine gleichlautende Antwort, die ich schon mal gegeben hatte:

Die Zeugen Jehovas bezeichnen sich selbst als Christen, da sie an Jesus als den Christus und Gottes Sohn glauben. Inhaltlich gibt es Unterschiede. Dazu einige (unvollständige) Beispiele.

Zeugen J.: Wiederherstellung des Paradieses, des Reiches Gottes, auf der Erde mit Angaben aus der Bibel, wann das eintrifft.

Christlich: Das Reich Gottes ist keimhaft gekommen und in der Entwicklung. Es gibt kein ewiges Leben auf der Erde, sondern die Auferstehung der Toten in die Ewigkeit (Himmel). Ein Datum oder einen Zeitraum für die Wiederkunft Christi kann nicht aus der Bibel gelesen werden.

Jehovas Zeugen beten zum „allmächtigen und ewigen Gott“ Jehova. Die Dreifaltigkeit lehnen sie ab. - Den Heiligen Geist sehen sie nur als Gottes wirksame Kraft und auch nicht als mit Gott wesensgleich.

Christlich: Die Dreifaltigkeit Gottes bedeutet, dass Gott in drei Seinsweisen existiert: als Vater (Schöpfer), als Sohn (Jesus als das menschgewordene Wort Gottes), als Heiliger Geist (Gott, der in der Welt mit seiner Kraft weiterwirkt).

Zeugen Jehovas: Jesus betrachten sie als das erste und einzige von Gott allein erschaffene Geschöpf. Er wird somit nicht als „ewig“, jedoch nach seiner Wiedererweckung als unsterblich gesehen und als Sohn Gottes seinem Vater untergeordnet betrachtet.

Christlich: Jesus Christus existiert von Ewigkeit her, ist Mensch geworden und hat damit göttliche und menschliche Natur. Er ist Gott.

Zeugen Jehovas: Die Auferstehung Jesu war nicht leibhaftig. Sie glauben, dass sein menschlicher Leib entmaterialisiert worden sei und er mit einem nichtmateriellen, „geistigen Leib“ auferstand. Jesus sei mit dem Erzengel Michael identisch.

Christlich: Jesus ist nicht auferweckt worden, sondern wahrhaft von den Toten auferstanden. Er ist bei uns bis ans Ende der Zeit.

Die Zeugen Jehovas glauben, dass 144000 der von Gott als „treu“ befundenen Menschen nach dem Tod unsterbliches Leben im Himmel erhalten werden, die anderen würden nach Harmagedon auf der Erde zu ewigem Leben wiedererweckt.

Christlich: Es gibt kein ewiges Leben auf der Erde (s.o.), grundsätzlich ist jeder Mensch berufen, in der Ewigkeit mit Gott zu leben, auch Menschen, die nicht zum Christentum gehören.

Zeugen Jehovas: Bei der Taufe wird nicht die neutestamentliche Taufformel gesprochen.

Christlich: Nach dem Auftrag Jesu wird getauft mit Wasser und der Formel „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.

Zeugen Jehovas: Viele Bräuche (Weihnachten, Geburtstag, Karneval) werden abgelehnt, da sie biblisch nicht begründet und aus heidnischem Brauchtum stammen.

Christlich: Viele Bräuche, auch aus dem Heidentum, werden mit neuen und sinnvollen Inhalten gefüllt und beibehalten.

Kommentar von rainerpb ,

Danke...! Eine wertfreie und sachliche Gegenüberstellung der Unterschiede.

Kommentar von Nadelwald75 ,

:)

Kommentar von Nadelwald75 ,

..... vielen Dank für den Stern!

Kommentar von HerrVonRibbeck ,

Hallo Nadelwald,

möchte Deine Antwort um einen weiteren Punkt ergänzen:

christlich: Jesus ist der Mittler für alle! Menschen

ZJ: Jesus ist der Mittler lediglich und ausschließlich für die 144.000 

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo HerrVonRibbeck,

um das zu belegen:

Aus einem Artikel des Kath. Forums vom 14.02.97

Dokument: "Das Christentum und die anderen Religionen", internationale Theologenkommission unter Vorsitz von Joseph Kardinal Ratzinger. In dem Papier heißt es u.a.: „Die grundlegende Frage ist heute nicht, ob die Möglichkeit besteht, daß Menschen das Heil auch dann erlangen können, wenn sie nicht zur sichtbaren katholischen Kirche gehören: Diese Möglichkeit wird heute als theologisch sicher angesehen." Das Dokument betont die einmalige Rolle Jesu Christi als einzigem Erlöser der gesamten Menschheit.

Weiterhin:

II. Vatikanum, aus lumen gentium 16: .......solchen ist Gott nicht ferne, da er allen Leben und Atem und alles gibt (vgl. Apg 17, 25-28) und als Erlöser will, daß alle Menschen gerettet werden (vgl. 1 Tim 2, 4).

Kommentar von stine2412 ,

HerrvonRibbeck,

ZJ: Jesus ist der Mittler lediglich und ausschließlich für die 144.000

das muss ich korrigieren. Wir sagen ebenfalls, dass Jesus ist der Mittler von allen Menschen ist.  Deshalb sagen wir am Ende eines Gebetes: "Im Namen Jesu Christi." Wir glauben allerdings, dass Jesus nur als Mittler agieren kann, wenn Menschen das auch wollen. Nicht jeder erkennt das Loskaufsopfer an!

Kommentar von telemann2000 ,

vielleicht solltest du mal etwas genauer in den Wachtturm Publikationen nachlesen....

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo telemann2000,

es ist unklar, ob sich dein Kommentar auf den Text von mir oder von stine2412 bezieht.

Kommentar von telemann2000 ,

Hallo Nadelwald,

er bezieht sich auf den Kommentar von stine.

Sorry - habe das nicht erwähnt....

Kommentar von telemann2000 ,

HerrvonRibbeck,

ZJ: Jesus ist der Mittler lediglich und ausschließlich für die 144.000

das muss ich korrigieren. Wir sagen ebenfalls, dass Jesus ist der Mittler von allen Menschen ist.  Deshalb sagen wir am Ende eines Gebetes: "Im Namen Jesu Christi." Wir glauben allerdings, dass Jesus nur als Mittler agieren kann, wenn Menschen das auch wollen. Nicht jeder erkennt das Loskaufsopfer an!


stine2412,

was sagen die Schriften der WTG zu diesem Thema?

"Diejenigen, für die Christus der Mittler ist. Der Apostel Paulus erklärt: „Da ist . . . e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat“ — sowohl für Juden als auch für Heiden (1Ti 2:5, 6). Er dient als Mittler des neuen Bundes zwischen Gott und denen, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind, der Versammlung des geistigen Israel.

Er nimmt sich derer an, die in den neuen Bund gebracht werden sollen, damit sie in Jehovas Haus geistiger Söhne ‘angenommen’ werden; sie befinden sich schließlich als Brüder Christi im Himmel und werden mit ihm ein Teil des Samens Abrahams. 

Die Gesamtzahl derer, die endgültig und für immer versiegelt werden, wird in Offenbarung 7:4-8 mit 144 000 angegeben.

Zwar wirkt sich Jesu Mittlerrolle ausschließlich auf die Teilhaber am neuen Bund aus, doch ist er gleichzeitig Gottes Hoherpriester und der Same Abrahams." (Einsichtenbuch Band 2, Seite 370,371)

 


Antwort
von Hyperdinosaurus, 144

1) Sie erkennen Jesus nicht als göttliche Autorität an,
2) Legen den Schwerpunkt ihrer Lehren auf die Endzeit
3) Abspaltung von der Gesellschaft in ihrem Lebensform
4) Bindung der Mitglieder - werden sehr unter Druck gesetzt, müssen Beiträge zahlen
5) Offensive Anwerbung an öffentlichen Plätzen oder durch Haustürbesuche

Kommentar von FouLou ,

Das mit den beiträgen bei 4 tiftt aber auch auf die christliche kirche zu. Jeder christ muss meines wissens nach kirchensteuer zahlen.

Kommentar von Hyperdinosaurus ,

Nein niemand ist verpflichtet Kirchensteuer zu zahlen, mit dem Austritt aus der Kirche knirschst du den Kirchensteuersatt nicht mehr zu zahlen. Man wird auch nicht in der Kirche gefragt, ob man Kirchensteuer zahlt.
Zumal von der Kirchensteuer ja auch die ganzen KiTas und andere gemeinnützige Institutionen der Kirche mitfinanziert werden, also nicht nur die finanzielle Basis für die Kirche stellt.

Kommentar von josef050153 ,

Das mit den Beiträgen macht sie zwar nicht so unterscheidbar, da jede Gruppe irgendwie Geldzahlungen von den Mitgliedern erhält. Es stimmt aber, dass die Mitglieder ziemlich unter Druck gesetzt werden und auch die restlichen Punkte sind die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

Antwort
von robi187, 102

kommt man aus der klauen dieser richtung wieder raus?

wieviel sind von den berfreiten heute in mediz. behandlung?

Kommentar von josef050153 ,

Natürlich ist ein Ausstieg möglich.

Etweder bist du aber persönlich so stark, dass du das allein durchkämpfst oder du brauchst (oft jahrelang) professionelle Hilfe.

Antwort
von Justaskingmanw, 117

Die Jehovas sind naiv. Die anderen Reigionen existieren schon so lange, dass sie mehr Mitglieder haben. Sie sind also naiv und fühlen sich bestätigt. 

Antwort
von WillTell, 79

Bei glauben an über irdische Wesen ich sehe keinen Unterschied.

Kommentar von Hyperdinosaurus ,

Da hat sich jemand intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, sehr ausdifferenziert deine Aussage. Für dich sind wohl die Linken alles Kommunisten, die Rechten alles Nazis und die Reichen Kapitalisten, ist doch schließlich alles dasselbe ;) ich liebe Verallgemeinerungen.

Kommentar von FouLou ,

Naja wenn man glaube allgemein ablehnt kann man das schon so sehen auf oberster ebene. Für mich persönlich ist der glaube an einen (oder mehren) gott/göttern, sonstigen fabelwesen, den weihnachtsmann oder die zahnfeh gleichzusetzen. Der unterschied liegt nur in der art der huldigung und am einfluss auf die gläubigen und die anerkennung des glaubens in der hiesigen gesellschaft.

Kommentar von WillTell ,

Hippisaurus selbst verständlich kann ich das. Wenn es Gott, ein gottähnliches Wesen nicht gibt oder ein Wesen was sich für uns einen Dreck interessiert bzw. uns nicht beeinflusst sollte es eines geben. Genau dann kann man ganz undifferenziert den ganzen Religionsmüll in eine Tonne kloppen. Wenn du das nicht so siehst dann seh es als meine eigene sehr gefestigte Meinung. Proof me wrong ach kannst nicht UPS...

Kommentar von 0815Interessent ,

Na du kannst auch nichts beweisen ups habe dein Argument verwendet sorry.....Finde ich schön wie du Neutralität vorgaukeln willst und gleichzeitig Religion Müll nennst.

Kommentar von ThomasAral ,

gibt es keinen gott, dann hast auch eher nen vorteil wenn du zeitlebens geglaubt hast es gibt einen

gibt es aber einen und du hast nicht an ihn geglaubt, dann bist du auf ewig gearscht

also kann nur logisch folgern, dass man an gott glauben sollte

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