Frage von mrleonard, 209

Was unterscheidet den Islam grundlegend vom Christentum und vom Judentum?

Hallo! Ich hab mir mal überlegt was den Islam so grundlegend vom Cristentum unterscheidet, jedoch habe ich keine Antwort gefunden... Könnte mir vielleicht hier jmd helfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Aleqasina, 72

Aus christlicher Sicht:

Der Islam versteht sich als Wiederbelebung der Ur-Religion Abrahams, nämlich dem Glauben an den einen Gott.

Islam und Judentum haben viel gemeinsam: das Bekenntnis zu diesem einen Gott, das in der Beschneidung der Männer dokumentiert wird sowie in Speisegeboten: es wird kein Schweinefleisch gegessen, Schlachtvieh muss beim Schlachten sofort ausbluten.

Das Judentum kennt zahlreiche weitere Gebote, die aus der Thora hergeleitet sind.

Im Islam gilt Jesus als Prophet (wobei nicht ausgeführt wird, was er als Prophet verkündet hat), nicht jedoch als Erlöser. Obwohl der Islam Jesus ausschließlich als Mensch  ohne göttliche Eigenschaften betrachtet, so übernahm er doch die Ansicht der Doketisten (einer frühchristlichen Sekte), nach der Jesus nicht gekreuzigt worden sein könne.

Für das Judentum spielt Jesus bestenfalls eine Rolle als ein Prediger der Antike, sonst jedoch keine. (Ausnahme: Messianische Juden.)

Für Christen ist Jesus bei seiner Taufe im Jordan so sehr vom Geist Gottes erfüllt worden, dass er selbst (nicht nur mit seinen Worten, sondern mit seiner ganzen Person und seinem ganzen Leben) eine Offenbarung Gottes auf der Erde war. Er vergab Sünden und weckte Tote auf, was im christlichen Glauben Zeichen seiner göttlichen Vollmacht sind. Dieses wird in der Bezeichnung "Sohn Gottes" ausgedrückt, was jedoch nicht biologisch (etwas wie ein Halbgott bei den heidnischen Griechen) verstanden werden darf.

Mehr dazu hier: https://glaubenstexturen.wordpress.com/2012/04/23/dreieinigkeit-was-ist-das-vers...

Der Tod und die Auferstehung Jesu werden im Christentum als Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen ("neuer Bund") gedeutet, der die Vergebung aller Sünden durch Gott beinhaltet.

Nach christlicher Lehre kann die Gnade Gottes nicht durch das Befolgen von Geboten erworben werden. Deswegen gibt es im Christentum zwar eine anspruchsvolle Ethik, die in der Bergpredigt grundgelegt ist, aber keine zwingend vorgeschriebenen Religionsgesetze wie Speise- oder Fastengebote.

Antwort
von SibTiger, 100

Ich würde sagen, zumindest in der heutigen Zeit ist der religiöse Fundamentalismus im Islam noch sehr viel weiter verbreitet als im Christentum, auch wenn es zunehmend zarte Versuche gibt, das zu ändern.

So ist im Islam der buchstäbliche Höllenglaube immer noch sehr verbreitet, während man etwa in der evang. / luth. Kirche seit längerer Zeit nur noch von einer Gottes-Ferne redet und nicht mehr von einer mit Qualen verbundenen Hölle ausgeht. 

Das ist nach meiner Einschätzung der markanteste Unterschied.

Antwort
von quopiam, 40

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Einfach mal "Islam" eingeben und "Christentum" und lesen... das kannst Du ja offenbar. q.

Antwort
von wildcarts2, 66

Eine interessante Frage. Es gibt sowohl Gemeinsamkeiten als auch grobe Gegensätze.

Generell ist jede Religion von der Basis her gleich.

  • Jede Religion erhebt einen Absolutheitsanspruch bzw. sieht sich selbst als "beste" Religion an, mit dem/den einzig "wahren Gott/Göttern".
  • Alle behaupten, sie hätten eine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod anzubieten
  • Alle arbeiten mit der Angst der Menschen, vor dem Tod, der Ungewissheit der Zukunft etc.
  • Religion versucht ein Volk/Eine Gruppe zu einer homogenen Masse zu verschmelzen, die die selbe Moral und Weltanschuung teilt. Damit sollen vorrangig Zusammenhalt innerhalb der Gruppe als auch Abschottung gegenüber allen anderen erzeugt werden. Die Mitglieder sollen sich als etwas "Auserwähltes, Besseres..." halten, weswegen anderen zu bekehren sind oder als Feinde betrachtet werden müssen.
  • Religion ist nur ein politisches Modell, dass Macht erzeugen/erhalten soll.

Die Unterschiede liegen zum einen in der Art und Weise wie die Lehren/Regeln gestaltet sind, und zum anderen wie sie umgesetzt/durchgesetzt/kontrolliert werden.

Es gibt übrigens gar nicht mehr DEN Islam, DAS Christentum oder DAS Judentum. Das sind mittlerweile nur noch Oberbegriffe für einen ganzen Haufen an religiösen Ideen und Gruppierungen.

DER Islam starb mit Mohammed. Direkt nach seinem Tod spalteten sich die Lager und es entstanden mehrere Strömungen, die jeweils den politischen Zielen ihrer Initiatoren dienten. Heute sind Salafisten und IS am nächsten am Ur-Islam, da sie ihn noch als politische Idee verstehen und einen weltumspannenden islamischen Staat gründen wollen.

Bei den orthodoxen Juden ist es das selbe. Die Minderheiten, die Israel zu einem Gottesstaat formen wollen, sind am nächsten an ihrem Ursprung, auch wenn kein heutiger Jude noch etwas mit dem Volk Juda zu tun hat. Sie greifen nur eine alte Idee auf, die sie in der Religion gefunden haben. Sie wollen Israel als Eigentum und von dort aus die ganze Welt zum Judentum bekehren.
Dabei hat ihnen Israel nie gehört und Israel hatte nie etwas mit den Judäern zu tun.

Als Christentum darf man heute eigentlich nur noch die röm. Katholische und Orthodoxe Kirche betrachten. Alle anderen sind auch nur Ableger/Plagiate. Denn Das Christentum wurde in Rom von Römern erfunden und ist keine Nachfolge des Judentums, wie Christen gerne behaupten.

Das Judentum entstand eigentlich erst in Babylon im 5./6. Jhrdt. v.u.Z. Denn erst dort begannen sie die monotheistische Religion mit all ihren Regeln. Erst dort wurde das Mosaische Gesetz ausformuliert.

Rom vernichtete den Großteil Judas und beendete das Königtum Juda für immer. Einige Sektierer wollten Juda wieder aufleben lassen und erfanden den Messias-Mythos. Bis dahin galt der Messias immer als ein Judenkönig, der Juda zu einem Weltreich machen sollte. Da dies aber nicht eintraf und die Pharisäer das Ruder übernahmen und ihr eigenes Judentum schufen, kamen einige auf die Idee einen Gottessohn zu erfinden, der aus dem Himmel herab König ist. Die Juden sollten selbst wieder erstarken und zu einem Königreich werden, welches dann von Jesus weitergeführt werden sollte, bis die ganze Erde zum Judentum gehört.

Das Christentum wurde im 4. Jahrhundert erfunden. Einige kleine unbedeutende Sekten griffen die Idee der jüdischer Sektierer auf, verstanden bzw. wandten sie aber falsch an. Da Rom religiös/politisch instabil war, kam Konstantin I. die Idee, eine neue zu entwickeln. Also setzte er die Oberhäupter der vielen verschiedenen Sekten an einen Tisch und lies sie ausdiskutieren, was nun wahr wäre. In den folgenden 60 Jahren sorgte Rom dafür, dass daraus eine ausgewachsene Religion wurde.

Erst viel später kam Mohammed. Er mochte weder Juden noch Christen und erfand seine eigene Religion. Große Teile des Juden/Christentums üerbnahm er einfach und kombnierte sie mit Myhtologie seines eignen Volkes.
Auch er verfolgte damit nur das Ziel, ein Volk zu erschaffen, dass die ganze Welt beherrscht.

Kommentar von Mastrodonato ,

Einiges richtig, einiges falsch, resp. problematisch gewertet. Diesen Beitrag ist mit Vorsicht zu geniesssen,

Kommentar von danhof ,

Da sind leider einige Fehler drin bzw. es wurden persönliche Ansichten zu allgemeinen Wahrheiten umgedeutet.

Der größte Fehler ist die Aussage, dass das Christentum im 4. Jahrhundert "erfunden" wurde. Das neue Testament, die Grundlage des Christentums, wurde ca. im Jahr 70 geschrieben, bzw. in einem Zeitbereich zwischen vielleicht 30 und 100.

Von Jesus wurde schon lange Zeit vorher im Alten Testament gesprochen. Das hat nichts mit Sektierern zu tun, die einen Messias-Mythos erfunden haben.

Es ist und bleibt eine Frage des Glaubens. Glaubst Du an Jesus, den Erretter, der in der gesamten Bibel genau beschrieben wirde, oder nicht? Wenn NICHT, ist es auch OK. Aber lass dir nichts erzählen.

Antwort
von danhof, 9

Nur im Christentum macht uns Gott mit Jesus das Geschenk, erlöst und für alle Zeiten gerettet zu werden. Und zwar mit Garantie und ohne Einsatz:

"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemandkommt zum Vater als nur durch mich." (Joh. 14,6)

"Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden" (Apg 2,21)

"Und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?" (Joh. 11,26)

Dafür müssen wir zunächst einmal NICHTS tun. Wir können so kommen, wie wir sind.

Antwort
von Schnulli00, 106

Im Christentum gibt's die Trinität, im Islam ist es eine Einheit.

Antwort
von Jogi57L, 16

Die Juden anerkennen weder Jesus noch Mohammed als rechtmäßige Propheten, geschweige denn Jesus als Gottes Sohn.

Die Mosleme leugnen, dass Gott einen Sohn hat.

Die Christen bezeugen, dass Gott einen Sohn hat.

Ansonsten gibt es auch viele Unterschiede in den Bestimmungen des Gemeinschaftsleben, und dem Umgang miteinander, auch religionsübergreifend.....aber die sind Dir sicher bekannt.

Antwort
von DieterSchade, 23

Das Christentum ist nach seinem Selbstverständnis eine Religion und nur eine Religion (Jesus von Nazareth: Mein Reich ist nicht von dieser Welt, gib dem Kaiser, was dem Kaiser zusteht u.s.w.), dagegen ist der Islam nach seinem Selbstverständnis immer zugleich ein politisches Staatssystem (Scharia und Umma). 

Antwort
von Herb3472, 71

Einer der wesentlichsten Unterschiede ist wohl, dass im Christentum Jesus als Sohn Gottes gesehen, im Islam jedoch lediglich als Prophet. Eine Heilige Dreifaltigkeit (Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist) gibt es im Islam nicht, da gibt es Allah, und aus.

Antwort
von Mastrodonato, 49

Da gibt es einiges. Zum Beispiel, dass der Religionsgründer Mohammed sehr viel mehr Gewalt predigt, aber auch vorgeführt hat - je nach Rechnungsweise 60 bis 90. 

Jesus Christus hat keinen Krieg geführt und Frieden gepredigt.

Antwort
von Belruh, 23

Judentum und Christentum stammen von Isaak, Der Islam stammt von Ismael. Also die beiden Söhne Abrahams, Isaak und Ismael. In der Bibel/Thora wird gesagt dass Abraham seinen Sohn Isaak für Gott opfern wollte. Im Quran wird behauptet Abraham wollte Ismael für Gott opfern. Da hast du schon zwei grundlegende Unterschiede.

Wusstest du eigentlich dass die Sachsen, oder die Deutschen allgemein, Isaaks Söhne sein könnten? Auf Englisch heisst Sachsen, Saxony. Nimmt man jetzt das Y und setzt es an den Anfang des Wortes wird Ysaxon draus, spricht man dies aus hört es sich so an: Isaaks son, also Sohn/Söhne Isaaks.

Antwort
von atzef, 72

Da wirst du auch "grundlegend" nichts finden.

Antwort
von xschwedex, 43

Unter dem folgenden Link findest du eine tabellarische Ansicht für einen schnellen, einführenden Vergleich beider Religionen:

http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/islam_christentum_vergleich.ht...

Antwort
von sukuum, 65

im coran steht das der schöpfer der einzige istund in der bibel steht "du sollt keinen anderen neben mir haben", es scheint dort die annahme das es mehrere götter gibt

Kommentar von danhof ,

Man kann auch Dinge zu seinem Gott machen.

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir" muss nicht bedeuten, dass andere Götter als echte Götter anerkannt werden.

Man kann auch Geld zu seinem Gott machen. Oder Macht. Andere Götter haben, Götzen anbeten.

Antwort
von Maimaier, 69

Christentum und Islam haben sich vom Judentum abgespalten, haben teilweise auch die gleichen Bücher und Propheten wie Abraham, Moses usw., den gleichen Gott. Im Islam spielt auch Jesus eine Rolle, nur eben viel kleiner als Mohammed.

Die drei Religionen haben sich bekriegt, weil sie uneinig sind, Konkurrenz.

Ich glaube im Islam gibt es besondes viele Gesetze, die zu beachten sind, für alle Lebensbereiche, die Sharia. Das ist wohl eine Besonderheit.

Kommentar von Mignon3 ,

Protestanten und Katholiken haben sich aus gleichen Gründen auch bekriegt (siehe Irland).

Kommentar von Viktor1 ,

Nein, Irland ist kein gutes Beispiel, die Konflikte dort haben andere Ursachen.

Kommentar von wildcarts2 ,

Christentum und Islam haben sich vom Judentum abgespalten,

Ein weit verbreiteter Irrglaube. Das Christentum ist nicht aus dem Judentum entstanden. Christen haben lediglich die Geschichten der biblischen Schriften auf ihre eigenen Lehren kopiert.

Und Mohammed hat den Islam erfunden. Er war nicht vorher Jude oder Christ. Er hat ebenfalls einfach nur kopiert, kombiniert und dazuerfunden.

Kommentar von Maimaier ,

"Nur" kopiert?

Wenn ein neues Lebewesen gezeugt wird, wird ein Teil des Erbgutes des Vaters kopiert in das Erbgut des Kindes. Ist in diesem Sinne nicht das Christentum und der Islam das Kind des Judentums, wenn ihre heilige Schrift Teile des Judentums kopiert haben?

Kommentar von minaabg ,

Prophet Mohammed hat nichts erfunden, Islam war immer die Religion aller Propheten, Der Prophet Abraham war auch Moslem und hat uns die Name ´´Moslem´´ gegeben, Die Glaube ist die gleiche bei allen Propheten, nur die Gesetze waren unterschied. Wer kann mir sagen was war Abraham ? war er ein Jude? Nein weil die Juden sind nachher gekommen sind die Sohne des Isaak; war er ein Christ? auch nein weil, christen sind nur die an Jesus geglaubt haben und vor Jesus gab kein Christ.

Islam ist die Religion aller Propheten, sogar Jesus war ein Moslem denn er ist auch ein Prophet mehr nicht,aber ein sehr wichtige Prophet war er aber kein Gott oder Sohn von Gott .

Antwort
von Sturmwolke, 3

Schau Dir hier mal die Antwort von Abundumzu auf eine ähnliche Frage an:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-wird-der-islam-als-einzig-wahre-religion-b...


Antwort
von HelfendeHand90, 3

hi,ja

Im Islam werden Götzen angebetet ( kabba in mekka ) etc,was eigentlich nciht erwünscht wird.

auch ist ihr verständnis von nächstenliebe ziemlich fragwürdig :)

sie glauben an einen falschen propheten

usw

LG Chris :)

Antwort
von chrisbyrd, 11

Sehr interessant und empfehlenswert zur Frage ist auch die logisch aufgebaute Argumentation der folgenden Internetseite: http://www.islamseite.de

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