Frage von bachforelle49, 113

Was tut die Kirche für die Flüchtlinge?

in der Unterbringungsfrage wäre sicher noch die ein oder andere Kapazität frei, aber wird sie genutzt, um das Leid zu lindern? Wird in der Kirche auch gespendet für die Integration oder verläßt sich die Kirche da auch lieber auf die ehrenamtliche Arbeit ihrer Schäflein, um damit ihrem Ruf zur Mittlerrolle für gerechten Einsatz und friedvoller Gestaltung im Alltag der Flüchtlinge beizutragen?

Antwort
von baindl, 82

Jetzt liegen die Gesamtzahlen für das Jahr 2015 vor: Die 27 deutschen
Bistümer und die kirchlichen Hilfswerke haben insgesamt mindestens 112
Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe aufgewendet: rund 71 Millionen
Euro für die Förderung von Initiativen im Inland und rund 41 Millionen
für Flüchtlingsprojekte in den Krisenregionen. Der Vergleich mit dem
Jahr 2014 macht die Steigerung deutlich: Damals hatten die Bistümer und
Hilfswerke insgesamt ca. 73 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe
bereitgestellt. Neben der dringend notwendigen finanziellen Hilfe
unterstützen die Bistümer, Hilfswerke, katholischen Verbände, Orden und
Gemeinden ganz konkret vor Ort durch mindestens 1.280 zur Verfügung
gestellte Unterkünfte und Wohneinheiten.

http://www.dbk.de/themen/fluechtlingshilfe/

http://www.ekd.de/themen/fluechtlinge/landeskirche_themenseiten.html

Das sind noch lange nicht alle Punkte.

Antwort
von Geraldianer, 55

Bei uns ist die Kirche sehr aktiv. Das gilt für die Wohlfahrtsverbände. Die Caritas hat beispielsweise eine Anlaufstelle und die Leute können dort etwas zu Essen bekommen. Auch ein Arzt hält Sprechstunden.

Aber auch die Pfarrer sind meist sehr aktiv. Speziell der katholische Pfarrer hat selbst jugendliche Flüchtlinge aufgenommen. Er ist aber auch bei jeder Demo gegen die Rechtsextremen aktiv dabei. Selbst der Bischof hat sich eindeutig geäußert und dafür auch die typischen Hassmails bekommen.

Alles in Allem finde ich, dass die Kirchen hier durchaus ihrem Vorbildcharakter gerecht werden.

Antwort
von basai46, 26

es ist festzustellen, daß die Kirche längst nicht ihre (freien) Kapazitäten (voll)(aus)nutzt, um der Misere zu begegnen. Sie setzt sich noch nicht einmal nachvollziehbar für das jetzige Elend in Idomeni ein, weil sie keinen politischen Druck zur Linderung ausüben kann oder will. Das würde sich höchstens ändern, wenn erst die ersten Todesopfer zu beklagen sind (wären). Finanziell sieht auch eher mau aus, denn sowohl die Kirchensteuer- als auch die Spendengelder versacken erstmal in Betriebskosten und zur Erfüllung der gut bis sehr gut bestückten Gehälter der Kirchenoberen, worin sich letztere - rein weltlich gesehen - noch nicht einmal von den sogenannten Lenkern (in) der freien Wirtschaft unterscheiden...

Antwort
von CamelWolf, 50

Schon wie Du Deine Frage stellst lässt vermuten, dass Du gar keine Antwort haben willst.

Kommentar von bachforelle49 ,

Ist das grammatisch denn richtiger, wenn ich zum Beispiel fragen würde: " Warum tut die Kirche nichts für die Flüchtlinge? " oder " Warum hält sich die Kirche bescheiden raus in der Lösung der drängenden Probleme?" oder wie soll die Frage denn lauten bitte schön, wenn ich wissen will, was die Kirche nun tut für die Flüchtlinge?

Kommentar von CamelWolf ,

..es geht nicht um Grammatik. Es geht darum, dass Du eigentlich unterstellst, die Kirche würde nur von Nächstenliebe reden aber nix dafür tun.

Kommentar von bachforelle49 ,

Danke für deine Antwort - das mit der Nächstenliebe scheint mir der entscheidende Schlüssel zu sein

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