Frage von Liaya, 93

Was tun, wenn mein Hund einen epileptischen Anfall bekommt?

Hallo!

Unser Rüde hat seit einigen Wochen vermehrt epileptische Anfälle. Seit Wochen gehen meine Eltern mit ihm zum Tierarzt, und er bekam gestern einen Hormon-Chip, um auszuprobieren ob dieser das vielleicht senken mag.

Nun spielen sich die Anfälle wie folgt ab:

Er fängt an zu husten (das kann in allen möglichen Situationen geschehen), bis er sich dann auf den Boden legt (falls er es nicht schon tat, weil er sich z.B. ausgeruht hat). Dabei fängt sein Kopf wie wild an zu wackeln und seine Augen blicken starr in die Leere. Nun hilft es meist schon, wenn man seinen Namen laut ruft, sobald er anfängt zu husten. Oft ist es auch so, dass unser anderer Hund das mitbekommt, bellt und zu ihm läuft. Das hilft manchmal sogar genauso. Meistens hört sein Husten dann auf und es kommt erst gar nicht zu diesem Szenario.

Doch habe ich gelesen, dass man den Hund während des Anfalls nicht anfassen soll; was könnten wir stattdessen machen?

(In dieser Frage geht es jetzt alleine darum, was man während des Anfalls für den Hund machen kann.)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 52

Also ich fass den Hund immer an, schon um zu überprüfen ob die Muskelkontraktionen wieder nach lassen.

Der Dackel meiner Mutter hat Epilepsie und weil sie sich nicht so gut auskennen werde immer ich gerufen.

Anfassen kann halt manchmal für den Menschen gefährlich werden, manche schnappen dann sogar. Ansonsten kann man den Hund natürlich anfassen. Unserer braucht das, das man da ist - er merkt das obwohl er im allgemeinen vom Anfall nicht allzuviel mit bekommt. Wenn der Anfall vorbei ist ist auch der Hund wieder o.k.

Bei unserem sieht man das der Anfall fast vorbei ist, wenn er anfängt sich über die Lippen zu schlecken.

Er wird mit homöopatischen Mitteln behandelt und hatte in letzter Zeit immer weniger und auch viel kürzere Anfälle.

Was für ein Hormonchip wird den da gesetzt, ich kenne keine solche Behandlung?

Allerdings ist mir schleierhaft, wie man durch ansprechen (oder anbellen) einen Epianfall beeinflussen könnte. Die laufen normalerweise immer nach Schema F ab.

Kommentar von Liaya ,

Künstliche Kastration. Die Tierärztin meinte, dass es sich dadurch verbessern kann, aber nicht muss.

Beeinflussen tut er ihn ja nicht. Sie beginnen meist mit einem Husten, dass geht dann einige Sekunden und dann kommt wahrscheinlich erst der richtige Anfall. Ich habe daher die Erfahrung, mit ihm, gemacht, dass wenn wir seinen Namen laut rufen, bzw. unsere Hündin dann laut bellt, dass er aufhört, uns ansieht, und dieser dann nicht eintritt.

Antwort
von Bernerbaer, 39

Ich kann die nur empfehlen dich mal hier umzuschauen:

http://www.epiforum.de/forum/portal.php

Wir sind ein Forum, welches sich mit der Epilepsie bei Hunden beschäftigt.

Neben allem Wissenswerten darüber findet der Hundehalter hier alle wichtigen Infos über Ursachen, epierfahrene Tierärzte, Studie, Ernährung, Zucht, sowie seelischen Beistand.

Antwort
von LGBTsupport, 45

Da kann man nicht viel machen..
Wenn das mit dem rufen klappt, dann würde ich das weiter machen.

Kommentar von 1fragmichnur ,

ja sehe ich auch so ,,,,erfahrungswerte ,,,,nach einigen arzt und klinik besuchen ,,,kam nix raus ...

Antwort
von weissemaus66, 51

Oh mein Gott, das erinnert mich gleich wieder an unseren Hund der die gleichen symptome hatte wie Du sie hier gerade beschrieben hast. Ja es stimmt man solle den Hund  in so einem Fall nicht anheben nicht streicheln, einfach so liegen lassen wie er liegt. 

Unser Hund bekam Tabletten die aber auch nicht viel brachten, er bekam die Anfälle nach wie vor. ( Dann kamen noch andere Krankheiten hinzu wo uns nichts anderes dann übrig blieb, als ihn einschläfern zu lassen. Er war 16 Jahre und acht  Monate)

Kommentar von Liaya ,

Hm, die Meinungen gehen hier ziemlich auseinander, was das anfassen geht.

Meinst du denn, dass das halten des Kopfes, oder das berühren dennoch nicht schlimm wäre? Ich meine, es schien ihn das eine mal sehr beruhigt zu haben, zu wissen, dass ich neben ihm sitze. Vielleicht deute ich es auch nur falsch; jedenfalls strich er mit seinem Kopf und seiner Schnauze an meiner Handfläche entlang und leckte sie ab.

Antwort
von spikecoco, 24

ale erstes müsste eine genaue Diagnostik betrieben werden. Epilepsie kann durch bestimmte Krankheiten ausgelöst werden, ererbt sein, es gibt also verschiedene Ursachen. Aber ob es sich überhaupt um Epilepsie handelt kann nur ein Tierarzt/Tierklinik  herausfinden.

Kommentar von Liaya ,

Wir waren doch bereits bei einem Tierarzt?

Seit Wochen gehen meine Eltern mit ihm zum Tierarzt, und er bekam gestern einen Hormon-Chip, um auszuprobieren ob dieser das vielleicht senken mag.

Antwort
von 1fragmichnur, 50

meiner hatte das auch ,,,immer kurze phasen ,,

,ich hab ihn  gelassen ,,

,tierarzt sah keine notwendigkeit fuer medis.

..er ist 14 geworden ,,,,

war ansonsten fit ,,,

ich würde raten mal den arzt zu wechseln 

um andere krankheiten ausschliessen zu lassen (tierklinik)

und eventuell homöophatisch behandeln 

ich habe mrt machen lassen bei meim hund usw ,,kein befund ,,

viel erfolg bei euch alles gute 

Kommentar von Liaya ,

Den Tierarzt haben wir bereits, mehr oder weniger, gewechselt. Der vorherige meinte halt, dass da "nichts wäre", und er es nicht untersuchen müsse. Daraufhin gingen wir zu der Tierarztin, zu der auch unsere Tante geht, und die half uns darauf hin. Erstuntersuchung, Blutabnahme, und nun der Versuch mit dem Kastrations-Chip.

Vielen Dank dennoch!

Antwort
von reginarumbach, 48

alle gegenstände wegräumen an denen er sich verletzen könnte. mehr geht nicht. danach ihn ausruhen lassen, da solche anfälle kraft kosten.

bei einer freundin, die schon über 60 ist und die auch epilepsie hat, hilft es am besten wenn sie gras raucht. hat sie erst im alter entdeckt und es hilft ihr insofern, dass sie wesentlich weniger anfälle bekommt als früher, manchmal monatelang gar nichts. sie ist dadurch sehr entlastet und schwört drauf. evtl. gibt es eine möglichkeit für euch sowas bei eurem hund zu probieren? unters futter mischen? wird aber jeder tierarzt wohl davon abraten, ich habs auch nur geschrieben, weil es bei dieser freundin hilft und zwar besser als alle medikamente, die sie bis dahin geschluckt hatte.

Kommentar von friesennarr ,

alle gegenstände wegräumen an denen er sich verletzen könnte. mehr geht nicht. danach ihn ausruhen lassen, da solche anfälle kraft kosten.

Du gehst vom Menschen aus, beim Hund läuft das ganz anders ab.

Beim Hund mußt du nichts wegräumen, weil der ja so gut wie nicht fällt. Ein Hund schläft auch nicht wie ein Mensch nach dem Anfall, sondern ist wieder wie wenn nichts gewesen wäre.

Die Tropfen die aus Marihuana hergestellt werden würden aber durchaus auch beim Hund helfen. Bekommt man aber nur in Holland und dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Vielleicht schreibt ihr der TA ein Rezept, dann darf sie.

Kommentar von reginarumbach ,

ähm...also unser boxer hatte auch immer epileptische anfälle. den hats regelrecht wie einen baum gefällt, deshalb komm ich drauf. und der war hinterher meist ziemlich benommen. er war dann immer irgendwie anders, ein bißchen apatisch könnte man sagen. er wusste nicht recht was los ist und brauchte eine weile um zur normalen form zurück zu finden. insofern ...fand ich den unterschied jetzt nicht sooo gewaltig.

das mit den tropfen ist ja toll. vielleicht kann mans ja bestellen...

Kommentar von Liaya ,

Es gibt ganz verschiedene Arten von Anfällen. Deshalb kann beides gut möglich sein bzw. stimmen.

Ich danke euch für eure Hilfe!

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