Ich war gestern beim Arzt und hatte den Eindruck, dass er unter Alkohol stand und meine sogar, eine Alkoholfahne gerochen zu haben. Was tut man da? Der Mann macht auch ambulante Operationen und hat auch noch Belegbetten in der Klinik!!

Das ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit. Auf der einen Seite stehen Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute an einsamer Spitze der alkoholkranken Menschen.
Auf der anderen Seite kennst Du gar nicht den Hintergrund, weshalb er möglicherweise getrunken hat.
War es eine einmalige Alkoholfahne, von einer Feier her möglicherweise? Hast Du das regelmäßig beobachtet?
Ich wäre mit derartigen Äußerungen sehr vorsichtig, damit kann schnell (und möglicherweise unberechtigt) die Existenz zerstört werden. Wenn Du diesbezügliche Regelmäßigkeiten feststellst, kannst Du Dich an die Ärztekammer mit Deiner Vermutung wenden. Wenn Du Dich bei dem Arzt nicht (mehr) gut aufgehoben fühlst, solltest Du den Arzt wechseln.

Das solltest Du zumindest beobachten. Es kann eine einmalige Angelegenheit sein. Ist es jedoch wiederholt oder immer so, dann würde ich die Ärztekammer informieren.

Gar nichts tut man da. Was heißt denn Du hattest den Eindruck und meinst. Eine Verdächtigung ist schnell ausgesprochen und ein Ruf, gerade in dem Beruf, schnell ruiniert. Wer repariert den Schaden, wenn Dein Verdacht sich als falsch herausstellt? Du doch sicher nicht.
reveal8 am 16. Februar 2008 21:56 Und wer repariert den Schaden, wenn was schief geht bei einer OP???????????
Qetan am 16. Februar 2008 21:57 Trotzdem reicht ein Verdacht nicht aus.
Danke für den Kommentar von reveal8. Wegschauen war noch nie eine gute Lösung, das zeigt nicht nur die Geschichte.
HerrLich am 16. Februar 2008 22:11 So ein Quatsch, was hat das mit der Geschichte zu tun. Getan hat völlig Recht, man sollte erst einmal genau hinschauen, bevor man einen Menschen beruflich ruiniert.
Gegen genaues Hinschauen sagte doch niemand etwas. Da braucht man nicht den anderen sagen, sie würden Quatsch reden. Oder bist du das Maß aller Dinge, HerrLich? Meinem Eindruck nach nicht.
HerrLich am 16. Februar 2008 22:21 Nutzerin, es ging um "das zeigt nicht nur die Geschichte".
Taraa am 16. Februar 2008 22:20 Richtig!!! Auch Diabetiker können nach Alkohol riechen selbst wenn sie keinen getrunken haben.....

Wenn du meinst, er kann seine Arbeit nicht mehr richtig machen, würde ich den Arzt wechseln. Ansonsten kannst (und solltest) du da nichts tun. Wer weiß, ob er nicht kurz vorher eine Betriebsfeier gehabt hat.
sheewa am 16. Februar 2008 22:04 Und nach der Feier mal eben schnell ne OP. HALLO geht´s noch???
Knowledge am 17. Februar 2008 09:20 Ich kenne Ingenieure, die nach einer Feier "mal eben" eine Achterbahn abgenommen haben. Ist das weniger schlimm? Manche fahren sogar nach einer Feier mit dem Auto.
Sollte das wirklich zutreffen würde ich mich an die ärztekammer wenden. Damit ist jedenfalls nicht zu spaßen! ...stell dir vor er operiert an einem kind.....neee...!!
grisu05 am 17. Februar 2008 18:23 Die Ärztekammer interessiert so etwas doch nicht. Da gehts ja nicht um Geld. In unserem Kreis praktiziert ein Arzt nach 3 medikamentösen Suizidversuchen munter weiter!

Ich denke das du das beobachten solltest. Falls es wieder so sein sollte, wende dich an die Ärztekammer oder sprich ihn darauf an, wenn es die Situation her gibt. Es ist wirklich schwierig, gerade weil er noch Opertionen durchführt. LG
sunnytime07 am 16. Februar 2008 22:09 Wenn sie ihn anspricht und es zutrifft, wird er garantiert mit wehenden Fahnen JA sagen! Das ist superschwer, besonders wenn er ein ernsthaftes Alkproblem hat.

Ich habe vorhin (wegen meiner Erkältung) ein homöopatisches Mittel genommen - die Grundlage dieses "Kräutersaftes" war Alkohol, und wenn ich das richtig geschmeckt habe, ziemlich hochprozentig... Vielleicht hat Dein Arzt ja auch nur ein Medikament genommen und kam Dir betrunken vor, weil er gesundheitlich angeschlagen ist? (Er weiß hoffentlich, ob er ansteckend ist oder nicht...)
Ich stimme "getan" zu: Bevor Du den Verdacht publik machst, solltest Du Dir sicher sein und nicht auf der Grundlage einer einzigen Beobachtung das ganze gleich z.B. groß in die Zeitung setzen...
ich würd sofort gehen und das der ärztkammer melden
yellowsign am 16. Februar 2008 22:54 naja und Dich damit vielleicht total lächerlich machen weil Du Dich geirrt hast ;o)

Wenn er nüchtern wäre, würden ihm vermutlich die Hände zittern - von einem Arzt mit zittrigen Händen würde ich mich nicht operieren lassen !

>Ist der Ruf erst ruiniert lebts sich gänzlich ungeniert<
Erst wenn es öfter vorkommt sollte man sich mit der Ärztekammer unterhalten. Es gibt auch Kaugummis, Bonbons und Getränke (alkoholfrei, z.B. Energietrinks) die einen vermuten lassen, man hat Alkohol getrunken.
Man sollte hier sehr vorsichtig vorgehen. Ein Guter Ruf ist schnell ruiniert.
gri1su am 16. Februar 2008 22:16 DH, Du sprichst mir aus der Seele
Oh ihr lieben Aerztebeschützer! Nimmt mich wunder, ob ihr auch solche Rücksicht hättet, wenn sich ein Mann mit Verdacht auf Alkohol ans Steuer setzt. Wahrscheinlich würdet ihn nicht melden - aber wenn schon, hättet ihr nicht Angst, seinen Ruf(!) kaputt zu machen. Ihr tönt ja so, wie wenn ihr die tutteligsten Mitlieder der Aerztekammer wäret... Tut mir leid!
Die meisten von euch sind ja ganz grosse Aerzte-Retter! Was würdet ihr sagen, wenn sich einer mit Alkoholverdacht ans Steuer setzen würde??? - "Hatte halt eine Fete...", seinen Ruf darf man nicht verderben..." - etwa so? Tut mir leid, aber mich ärgert dieser vorauseilende Gehorsam einfach. Es tönt ja so, wie wenn ihr die tutteligsten Mitglieder der Aerztekammer wäret...!

Also wenn Du "unbedingt" etwas unternehmen willst, würde ich ein anonymes Schreiben aufsetzen, in dem Du ihm Deine "Vermutung" mitteilst.
Vielleicht noch mit dem hinweis wie Rücksichtslos sein verhalten ist und das Du es an die Ärztekammer weiterleiten würdest, falls sich Deine Vermutung erneut bestätigen sollte.
Aber bitte nicht gleich an die Ärztekammer weiterleiten, kannst Dich ja auch geirrt haben.

vielleicht braucht er das, um eine ruhige Hand zu haben ?

Das ist verantwortungslos. Den Arzt wechseln. Die Ärztekammer interessiert so was nicht. Die interessieren sich nur für finanzielle Angelegenheiten (die Kammer, nicht die Ärzte!)
DH, Beobachtung ist wichtig und sollte es öfter sein ab zur Ärztekammer.