Was tun, wenn man 11-13 Stunden am Tag arbeitet, geringe Bezahlung dafür bekommt und in die Arbeit muss, wenn man krank ist?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Wenn dein Freund die Firma ohnehin verlassen will, dann sollte er versuchen, sich bis zum Ablauf der Kündigungsfrist krankschreiben zu lassen und zuhause bleiben. Wenn man krank geschrieben ist, ist man krank. Der Arbeitgeber kann und darf nicht verlangen, dass man während des Krankenstandes am Arbeitsplatz erscheint. Bleibt man trotz Aufforderung des AG, während des Krankenstandes am Arbeitsplatz zu erscheinen, dieser Aufforderung nicht nach, ist das auch kein Kündigungsgrund. Da ginge jede Kündigung ins Leere und wäre unwirksam. Da es keinen Betriebsrat gibt, könnte man sich mit der zuständigen Berufsgenossenschaft der dieser Betrieb angehört in Verbindung setzen und das Verhalten der Geschäftsleitung vortragen. Dann kommt Besuch von der BG. Auch das zuständige Gewerbeaufsichtsamt könnte man informieren. Überstundenpauschale: Wenn dein Freund am Tag, anstatt 8 Stunden, 11 Stunden arbeitet, so sind das 3 Stunden pro Tag. Bei 5 Tagen in der Woche sind das 15 Stunden. Gehe ich von 21 Arbeitstagen im Monat aus, so fallen da 63 Überstunden im Monat an. Dafür bekommt er eine Pauschale von 300 €. Das wäre ein Überstundenzuschlag von 4,76 € pro Stunde. Wenn es mehr als die 63 Stunden sind, verringert sich mit jeder weiteren Stunde dieser Zuschlag in der Summe, so man die 300 € zugrunde legt. Eine solche Regelung erscheint mir auch grenzwertig, Wenn dein Freund diesen Arbeitsvertrag unterschrieben hat, hat er sich mit dieser Regelung einverstanden erklärt. Für mich ist das ein Tatabestand der Ausbeutung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Des weiteren musste er in die Arbeit gehen, als er krankgeschrieben war

Das sollte dein Freund in Zukunft unterlassen. Wenn er krank ist, hat der AG Pech gehabt.

Er möchte zum 1. Nov. sowieso Kündigen

Auch wenn das Erbsenzählerei ist, aber man kündigt nicht zum Ersten eines Monats, sondern zum Letzten - in dem Fall wohl zum 31. Oktober.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ich das schon lese..eine Überstundenpauschale von 300€. Soll das die Pauschale Vergütung inkl. Stundenlohn sein ? Oder die Zuschläge zum normalen Arbeitslohn für die Überstunden ? Irgendwie fürchte ich,daß ersteres zutrifft.
Wenn man das auf die Stundenzahl hochrechnet (5h Mehrarbeit an 22 Tagen im Monat=110 Überstunden),dann macht das einen Stundenlohn von 2,72 pro Überstunde. Selbst wenn man nur mit 3h rechnet, kommt man nur auf 4,54€.

Wenn jetzt schon eine Stelle nicht mehr neu besetzt wurde,kann man sich ausrechnen,daß der Chef die Stelle der gekündigten Mitarbeiterin auch nicht mehr neu besetzen wollen wird. Das bedeutet,daß künftig 4 Leute die Arbeit von 6 Leuten machen sollen,womit Überstunden zum Normalfall werden. Genau DAS ist aber im §3 Arbeitszeitgesetz NICHT vorgesehen,sondern es redet von durchschnittlich 8h täglich, welche im Halbjahresschnitt nicht überschritten werden dürfen.

Man kann es sich ja mal spaßenshalber ausrechnen:
Normalfall 6 Leute á 8h=48 Arbeitsstunden pro Tag. Nun soll die gleiche Leistung mit 4 Leuten erbracht werden,womit künftig 12h täglich pro Person normal wären. Macht bei 300€ Pauschalvergütung einen Überstundenlohn von 300€/(22 Tage*4h)=3,41€/h und somit weit unter dem Mindestlohn.

Kleiner Tip: für sowas ist der Zoll zuständig, dessen Telefonnummer im Telefonbuch zu finden ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erstmal nach lesen was im Arbeitsvertrag steht,von wegen Überstunden. Und wenn Er krank ist,dann ist Er krank geht zum Arzt und holt sich eine Krankmeldung. Und dann gibt es noch die möglichkeit,wenn man total überfordert und unglücklich im Job ist,kann man sich neu orientieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn er das alles mit sich machen lässt.

Wer krank ist und eine Krankmeldung hat, darf versicherungstechnisch gar nicht arbeiten. Lässt er sich dennoch auf Arbeit zitieren, ist er selber Schuld. Telefonausstecken hilft wahre Wunder.

Wenn er 3 Monate Kündigungsfrist hat, dann sollte er aber mal zusehen, dass er kündigt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Familiengerd
12.09.2016, 17:13

Wenn er das alles mit sich machen lässt.

Genau das ist es - abgesehen von solchen "Verbrecher-Arbeitgebern"!

Die Aussage, man dürfe "versicherungstechnisch" nicht arbeiten, wenn man krankgeschrieben wurde, ist übrigens falsch.

0

Durchhalten und bei Krankheit mit AUB zuhause bleiben. Eine Kündigung aufgrund einer Krankschreibung wird sicher nicht Bestand haben. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Arbeitsamt und.die Berufsgenossenschaften sagen. Laden wird dann dicht gemacht und er bekommt ein monat noch ausgezahlt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wilees
12.09.2016, 15:32

Weder das AA noch die BG sind in einem solchen Fall zuständig und schließen dann auch keine Unternehmen.

0

Wenn weder Chef noch sonstwer reagiert, lässt man sich bis zum Ende krankschreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

naja mit Arbeitsrecht drohen.

sowas ist geregelt und niedergeschrieben in §

das er arbeiten musste obwohl er krankgeschrieben ist ist zb so ne sache die ich niemals gemacht hätte um einfach nicht den status zu kriegen der macht alles mit.

also entweder schlucken bis november oder eben auf seine rechte plädieren und auf schwarz und weiß aufzeigen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?