Frage von fpsJackie, 53

Was tun wenn ich mich für Virologie spezialisieren möchte?

Hallo Leute.

Ich lebe in Österreich, befinde mich gerade in der 11 Schulstufe und bin zum Entschluss gekommen, dass mein Traumberuf den Bereich Virologie umfasst. Mein Ziel ist zunächst einmal ein gutes Matura Zeugnis (und zusätzlich in Biologie zu maturieren) zu haben. Ich habe mich bereits bei den Internetseiten verschiedener Universitäten erkundigt und dieses Wochenende findet bei uns in der Stadt eine Studien- und Berufs-Messe statt, bei der ich mich mal genauer umsehen werde. Trotzdem wollte ich einmal im Internet nachfragen welche Möglichkeiten mir eigentlich zur Auswahl stehen, was das Studium betrifft. Denn laut einiger Quellen kann ich mich entweder für die Humanmedizin, molekulare Mikrobiologie oder die Bio-Medzin entscheiden.


Meine Fragen lauten nun:

  1. Welche Wahl soll ich treffen?
  2. Welches Studium ist am vernünftigsten, um mich folglich für die virologische Abteilung zu spezialisieren?
  3. Wie sieht es bei dem jeweiligen Studiengang mit dem Stoff des Aufnahmetests aus?
  4. Welche Bedingungen muss Ich erfüllen, um klare Aussichten auf Aufnahmechancen zu haben bzw. welchen Durchschnitt muss ich haben?

Ich bitte um ausführliche Antworten und danke schon mal im Voraus ^^ ;)

Antwort
von 2AlexH2, 19

Hi Jackie

Ich wuerde Schritt um Schritt gehen. Erst Mal Matura und dann ein Biologiestudium an einer renommierten Universität. 

Wichtig ist deine Spezialisierung, heisst Master/Diplomarbeit oder wie sie gerade heissen bei einem führenden Professor auf dem entsprechenden Gebiet. 

Ich wuerde mich nicht durch Landesgrenzen aufhalten lassen.

Aber, erstens merkst du vielleicht nach Beginn des Studiums oder auf dem Weg dazu, dass dich anderes mehr interessiert bzw geeignet ist.Gerade als Frau merkt man doch die Einschränkungen (oder bist du ein Mann).

Zweitens ist alles extrem im Umbruch.

Humanmedizinmolekulare Mikrobiologie oder die Bio-Medzin spielen sich alle in einem ähnlichen Gebiet ab, bzw. man benötigt mindestens Grundkenntnisse in allen Bereichen. Wo man sich letztlich spezialisiert, hängt vor allem von der Gelegenheit ab (Professor aiuf der Uni) und was gerade in ist (gefördert wird).

Grundsätzlich wuerde ich schauen, dass du eine breite, gute Basis mit viel (Bio)Chemie und Molekularverständnis inkl. Mikrobiologie, Immunologie usw erhältst. Das Gebiet, dass dich interessiert erfordert meiner Meinung nach viel interdisziplinäres, breites Wissen und Sichtweisen um richtig gut zu sein/werden. Filosofie und Ethik sind sicher ebenfalls wichtige Gebiete.

Wurde ich wieder anfangen zu studieren, waere das sicher auch mein Gebiet. Allerdings eher Hirn und Nervenforschung inkl Gedächnis usw.

Ich wünsche dir viel Spass und für uns alle viel Erfolg.

Kommentar von fpsJackie ,

Ok vielen Dank für die Tipps! :) und ja ich habe geplant ein Auslandssemster bzw. Auslandspraktikum zu machen (entweder Japan oder Amerika)

Kommentar von Referendarwin ,

Ja, sie spielen sich alle in einem ähnlichen Gebiet ab, doch nur der Humanmediziner erhält eine Approbation und darf auch mit Menschen arbeiten.

Das ist gar nichts "im Umbruch".

Daraus ergibt sich, dass nur der Humanmediziner exzellente Berufsaussichten hat, obwohl der Studium der anderen beiden Gebiete mit Promotion deutlich länger dauert.

Ein Studium der Biomedizin ist hinsichtlich des Interesses des Fragestellers beruflicher Selbstmord.

Antwort
von kgunther, 11

Die Wahl des Studienfaches hängt von Deinen Interessen ab.

Medizin, wenn Du Dich für die viralen KRANKHEITEN und ihre Abwehr interessierst. Mikrobiologie, Molekularbiologie, wenn Dich der Weg des Virus durch die Zelle und die Evolution der Viren interessiert.

Als emeritierter Virologe der naturwissenschaftlichen Richtung empfehle ich Dir ein naturwissenschaftliches Studium; das erscheint mir als der direktere Weg. Es gibt aber durchaus Kapazitäten der Virologie (etwa Dörfler, zur Hausen), die von Hause aus Mediziner waren.

Aufnahmetests können ja nur solche Fragen behandeln, die im üblichen Werdegang eines Maturanten behandelt wurden.

Kommentar von fpsJackie ,

In Ordnung. Lieben Dank :)

Antwort
von Referendarwin, 18

Es gibt für dich nur Humanmedizin.

Biomedizin und Molekulare Medizin Studiengänge klingen nur schön, bringen aber nix, du qualifizierst dich am Arbeitsmarkt vorbei.

Eine Freundin von mir hat Bio-Medizin im Bonner Umland studiert und sucht nun seit 12 Monaten einen fachnahen Job-keine Chance. Sie hat Top-Noten.

BITTE LESEN:

http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?104,1546198

Kommentar von Referendarwin ,

Kleiner Hinweis noch: NUR mit Approbation (Humanmedizin) darfst AUCH an Patienten ran und klinische Studien durchfführen. Alles was ein Molekularmediziner oder Biomediziner kann und darf, das kann und darf ein Humanmediziner auch. Er darf aber eben noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeel mehr. Humanmedizin ist daher objektiv gesehen das Studium, welches die größte Kompetenz zuschreibt.

Kommentar von fpsJackie ,

Ok vielen Dank :) und ja darüber habe ich auch bereits reichlich zu hören bekommen :/ auf jeden Fall danke für die Tipps ! 

Kommentar von 2AlexH2 ,

Sorry als Biologin nerve ich mich täglich über das mangelnde Wissen von Humanmedizinern. Es braucht endlich jemand mit einem fundierten wissenschaftlichen Hintergrund,der etwas umfassender an die Humanmedizin herangeht. Es gibt gigantische Defizite, die m.M. nach nur von jemand der aus der Wissenschaft kommt auflösen kann. Die neuen Studiengänge zeigen, dass dies erkannt wurde.

Kommentar von fpsJackie ,

Ok :/

Kommentar von Referendarwin ,

Natüüüüürlich...jemand mit Modulen wie Zoologie, Botanik und Ökologie ist für die Erforschung des menschlichen Körpers natürlich besser geeignet als ein Humanmediziner mit so erbärmlichen Modulen wie Anatomie/Physiologie/Biochemie des Menschen.

Sicher findest du es ganz schön unfair, dass jede Behörde und jedes Unternehmen einen Humanmediziner dir und jedem Biomediziner oder Molekularmediziner vorziehen würde.

Viel Spaß auf dem Arbeitsmarkt nach deiner Promotion. Google doch mal Wissenschaftszeitvertragsgesetz hör dich bei den Alumni der Arbeitsgruppen deiner Fakultät um, wieviele Biologen eine unbefristete, fachnahe Tätigkeit mit über 1500 netto gefunden haben.

Kommentar von Referendarwin ,

Achja, während du für deinen Professor für 1000 netto deine Doktorarbeit abbuckelst, kann sich der Humanmediziner gleichen Alters seine Stelle mit 2700 netto in jeder beliebigen Stadt mit nahezu jeder beliebigen Fachrichtung aussuchen. Seinen Doktortitel hat er dann selbstverständlich schon.

Mag ja sein, dass dir das fies vorkommt, aber hier geht es nicht um Fairness sondern darum, dem Fragesteller den Studiengang mit den besten Aussichten zu seinem Interesse zu empfehlen und das ist nun mal Medizin.

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