Frage von Conny1, 34

Was tun, wenn Geld auf einer Bank - belegmäßig dokumentiert (Anlage 20 Jahre her) - im weiteren Verlauf nicht mehr rekonstruiert werden kann (von der Bank/Sp)?

Sorry - leider habe ich versehentlich die Frage nur als Titel eingegeben. Im Detail nun:

Liebe Leser/-innen, liebe Helfer,

Hintergrund ist also eine Geldanlage in Form eines Sparbuches bei einer deutschen Bank/Sparkasse (Sparbuch existierte bis heute und wurde jetzt erst mit einem kleinen verbleibenden Betrag aufgelöst). Der wesentliche Betrag wurde auf einem Zertifikat der gleichen Bank angelegt, und ein paar Jahre später (nach dessen Auslaufen) erhielt die Bank den Auftrag, den Betrag als Festgeld anzulegen. Für alle diese Vorgänge gibt es (korrekte) Bankbelege/Unterlagen (einschl. Kontonummer des Festgeldkontos).

Es kann seitens der Bank allerdings weder geklärt werden, ob dieser Auftrag tatsächlich ausgeführt wurde noch was mit diesem Festgeldkonto passiert ist. Die Nummer existiere nicht mehr, das Geld auch nicht. Eine Kontoauflösung, Abhebung etc. sind auch nicht bekannt.

Von einer Beschwerdestelle wurde mitgeteilt, dass die Aufbewahrungsfristen abgelaufen seien und der Vorgang nicht mehr rekonstruierbar sei. Ein Anspruch auf den Betrag bestünde deshalb nicht.

Soweit die Situation.

Für Meinungen - vielleicht auch Ratschläge - würde ich mich freuen.

Grüße, Conny

Antwort
von Rolf42, 32

Etwas mehr Infos bitte - um was für eine Anlage handelt es sich beispielsweise?

(Es gibt auch keinen Grund, die gesamte Frage in die Überschrift zu quetschen - unter "Weitere Details hinzufügen" ist genügend Platz.)

Antwort
von FordPrefect, 12

Hintergrund ist also eine Geldanlage in Form eines Sparbuches bei einer
deutschen Bank/Sparkasse (Sparbuch existierte bis heute und wurde jetzt
erst mit einem kleinen verbleibenden Betrag aufgelöst).

OK.

Der wesentliche Betrag wurde auf einem Zertifikat der gleichen Bank angelegt,

Wirklich auf ein Zertifikat oder schlicht ein bankeigenes WP?

und ein paar Jahre später (nach dessen Auslaufen) erhielt die Bank den Auftrag, den Betrag als Festgeld anzulegen.

Wann wurde dieser Auftrag erteilt?

Für alle diese Vorgänge gibt es (korrekte) Bankbelege/Unterlagen (einschl. Kontonummer des Festgeldkontos).

Dann sollte sich der Vorgang doch anhand der Kontoauszüge nachweisen lassen?

Es kann seitens der Bank allerdings weder geklärt werden, ob dieser
Auftrag tatsächlich ausgeführt wurde noch was mit diesem Festgeldkonto
passiert ist.

Schick. Vermutung - Bankfusion?

Die Nummer existiere nicht mehr, das Geld auch nicht. Eine Kontoauflösung, Abhebung etc. sind auch nicht bekannt.

Da stellt sich doch die Frage, was der Kontoinhaber die ganze Zeit gemacht hat. Immerhin muss derjenige ja auch die Auszüge zugesandt bekommen haben.

Von einer Beschwerdestelle wurde mitgeteilt, dass die
Aufbewahrungsfristen abgelaufen seien und der Vorgang nicht mehr
rekonstruierbar sei. Ein Anspruch auf den Betrag bestünde deshalb nicht.

Grundsätzlich gelten alle Abrechnungen und Auszüge als anerkannt, sofern der Inhaber / Bevollmächtigte selbigen nicht innerhalb der gegebenen Frist widerspricht (WIMRE 6 Wochen). Die Aufbewahrungsfrist für Bankunterlagen seitens der Bank beträgt 10 Jahre gem. § 147 AO respektive § 257 HGB. Alle älteren Unterlagen werden regelmäßig automatisiert vernichtet.

Kann der Eigentümer respektive Rechtsnachfolger keine geeigneten Unterlagen präsentieren, was mit dem Kapital seinerzeit geschehen ist, dann ist m.E. die Bank hier aus der Haftung entlassen, wenn die Fristen verstrichen sind. Das Konto kann ja seinerzeit vom Inhaber / Bevollmächtigten aufgelöst und das Kapital ausgeschüttet worden sein. Je nach Falllage könnte das Konto aber auch als "verwaist" geführt (sog. nachrichtenlose Konten) und das Kapital somit bankintern umgebucht worden sein. In diesem Fall könnte sich die Einsschaltung eines spezialisierten Anwalts zur Nachforschung ggfs. lohnen. Siehe dazu u.a.

http://www.focus.de/finanzen/banken/inhaber-verwaister-konten-gesucht-44-million...

Kommentar von Conny1 ,

Vielen Dank für diese differenzierte Antwort.

Grüße, Conny

Antwort
von coolboy153, 17

Erklär bitte mal den Sachverhalt genauer ...

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