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Was tun, wenn ein wichtiger Mensch Alkoholabhängig ist?

gefragt von Mimixs2 am 20.02.2008 um 14:50 Uhr

Was soll man in so einem Fall machen, wenn von ihm keine Einsicht kommt und auch keine Veränderung?


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Minax
beantwortet von Minax am 20. Februar 2008 15:10
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Mein Vater ist vor einigen Jahren aufgrund seiner Alkoholsucht gestorben. Ich bereue es bis heute, damals nicht gewissenhafter mit ihm umgegangen zu sein. Ich war zwar noch jung, aber eigentlich hätte ich "kapieren" müssen, dass es eine ganz schwere und schlimme SUCHT ist.

Stattdessen haben meine Mutter und ich häufig nur kurz ein Gespräch mit ihm abgehalten und ansonsten nur geschimpft oder weggeschaut. :-/ Wir hätten dran bleiben sollen, mit Geduld und Verständnis, aber auch mit Konsequenz. Leider gab es damals noch kein Internet (für mich) und uns fehlten einige Informationen.

Ein Alkoholiker ist nicht "aus Spaß" abhängig und hat jeglichen Realitätsbezug verloren. Ja, oftmals streiten sie ab, dass es "so schlimm sei", aber das verdeutlicht ihren Realitätsverlust umso mehr. Wer nicht selbst an der Flasche hängt - und hier gibt es gravierende Schweregrade -, wird wahrscheinlich eher kaum nachvollziehen können, wie schwer diese Krankheit ist.

Man sollte nicht bloß mit bösen Beschimpfungen und Druck kommen - wobei ein gewisser "Druck" auch von Nöten ist -, vielmehr sollte man geeignete (nüchterne) Zeitpunkte abwarten und offene, sensible und nachdrückliche Gespräche führen.

Er muss erstmal eine Art "Bewusstseinsänderung" durchmachen - er muss begreifen, dass der Alkohol ihn auf Dauer zerstört. Diese Veränderung tritt nicht von heute auf morgen oder durch nur zwei Gespräche ein.

Daher kann ich nicht verstehen, wie man z.B. sagen kann: "Solange der Betroffene keine Einsicht zeigt, kannst Du nicht helfen!" <--- WIE soll er alleine die Einsicht gewinnen? Er braucht Unterstützung und Liebe.

Die Zeit des Entzugs wird hart und man sollte viel Geduld, Verständnis und die nötige Konsequenz aufbringen, WENN man den Menschen wirklich liebt und ihm helfen möchte. Ein Alkoholiker wird auf Lebzeit (solange sie noch anhält) verloren sein, wenn ihm nicht geholfen wird.

Womit begründet er seine mangelnde Einsicht? Leider kann man allgemeine Aussagen, wie ich sie getätigt habe, nicht auf alle bzw. deinen Fall münzen.

Ich kann nur betonen: Ich würde alles Erdenkliche versuchen, um ihn zu einer Therapie/ einem Entzug zu bewegen. Ich wünschte, ich hätte es damals getan.

Die Tipps der anderen (Macjohn, america, nelemaus etc.) wären eine Überlegung wert. Informiere dich bei geeigneten Stellen! Alles Gute!

Kommentar von 22e145294ec3e8c23371040e45f0a165smallAngela2305 am 20. Februar 2008 15:47

DH für Deinen tollen Beitrag.

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistie am 20. Februar 2008 17:00

Dein Beitrag ist ganz offensichtlich mit Herzblut geschrieben und daher um so eindringlicher! DH

Kommentar von 2c71b1c84116bfb0c7bf7f1c2a515c57smallullagio am 12. Februar 2009 15:44

Also mein Mann trinkt wenn er ein paar Tage Frei oder Urlaub hat,bis dahin normal!doch er kann nicht auhören.Ist dass schon Sucht? Früher habe nur 'rumgezankt,der Streit wurde immer schlimmer.Jetzt sehe ich(er trinkt meisten,Blanc-coca,glaube dass ist Schnaps mit Cola)wenn sein Glas heller,also mehr Schnaps drin ist,lasse ich ihn einfach alleine!Im momment hilft das,er hört dann beim 3.Glas auf,doch für mich,gilt das nicht,er weiss das und lässt mich in Ruhe!Trinkt dann meistens nichts mehr!Hoffe ihn so,vom Alkohol abzubringen!!!gegen ein paar Bier sage ich ja nichts,doch mit Alkohol ist nicht zu Spassen!!!


MacJohn
beantwortet von MacJohn am 20. Februar 2008 15:00
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Wende Dich an eine Selbsthilfe-Gruppe, z.B. die Anonymen Alkoholiker. Die kennen sich mit solchen Problem sehr gut aus und können intensiv beraten und unterstützen.


butz1510
beantwortet von butz1510 am 20. Februar 2008 14:53
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Du kannst leider nicht viel machen, das ist ja das Schlimme. Du kannst nur zusehen und hoffen, dass er bald zur Besinnung kommt.


anonym
beantwortet von nelemaus am 20. Februar 2008 14:57
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Die Situation ist bestimmt schlimm für dich - aber mit viiiel Ausdauer und Information lösbar. Es gibt Beratungsstellen (z.B. von der Diakonie "Der Anker") die dir sicher weiterhelfen können. Versuche erst einen Weg zu finden wie du ein solches Gespräch mit deinem Freund führen kannst. Helfen kann er nur sich selbst indem er aktiv wird und die eigene Problematik erkennt. Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 20. Februar 2008 15:13

Ein einfühlsamer Beitrag und guter Tipp! DH!


america
beantwortet von america am 20. Februar 2008 14:56
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wende dich an eine anonyme alkoholiker gruppe. wir haben eine eigene im betrieb, denn kaum ein alkoholiker gesteht es sich ein , weil er trink ja nur .....

http://www.med1.de/Forum/Psychologie/Sucht/99880/2/


Kommentar von 4a1ce327716e6a4ca4365c30d94d7020smallBirte312 am 20. Februar 2008 15:05

Ein Alkoholiker, der keine Einsicht zeigt, wird auf keinen Fall freiwillig zu einem solchen Treffen gehen!


RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 20. Februar 2008 14:51
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Zu seinem Wohle muss man ihm mit Härte und Konsequenz begegnen. Knallhart die Alternative - entweder Alkohol oder der Freund - auch wenn es weh tut! Vielleicht wird er sich anfangs eher dem Alkohol zuwenden; dann aber die vielleicht die Kurve kriegen!

Kommentar von 4a1ce327716e6a4ca4365c30d94d7020smallBirte312 am 20. Februar 2008 15:10

Was ist denn, wenn es ein Verwandter ist? Da kann man auch nicht einfach Tschüß sagen... Wurde ja nur geschrieben "wichtiger Mensch"...

Kommentar von 3ee281e9a55f2ec6395e48414c4a660fsmallRBMannheim am 20. Februar 2008 15:13

Warum nicht?


Alexa87
beantwortet von Alexa87 am 20. Februar 2008 14:51
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sich ruhig mit ihm über die situation unterhalten. wenn keine einsicht kommt, vielleicht hilfe von suchtberater hinzu ziehen. auf jeden fall nicht aufgeben, den menschen in die richtige bahn zu lenken!


Taraa
beantwortet von Taraa am 20. Februar 2008 14:51
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So schwer wie es Dir auch fallen mag: zuschauen und abwarten!!!

Solange der Betroffene keine Einsicht zeigt, kannst Du nicht helfen!


boriswulff
beantwortet von boriswulff am 20. Februar 2008 14:52
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Da kann man kaum etwas tun. Es sei denn er gefährdet dadurch andere.


Tippse
beantwortet von Tippse am 20. Februar 2008 14:51
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Da kann man nicht viel machen, wenn der Betroffene nicht will...
Man kann nur immer und immer wieder mit ihm das Thema bereden und hoffen, dass er doch noch zur Einsicht kommt! Zwingen bringt in so einem Fall glaube ich nichts!


anonym
beantwortet von Westmann am 20. Februar 2008 14:53
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Versuche erst einmal in ruhe mit ihn über sein Problem zu reden den Menschen mit Alkoholsucht sehen ihr Felher nie ein.

Desweiteren würde ich mit meinen Hausarzt reden was mann machen kann zwecks Therapie Entziehungskur. sollte aber das letzte mittel sein.

Ich ratte viel mit ihn zu rden um an sein verstand zu apelieren wünsche dir viel Glück dabei und drücke dir die Daumen das es klappt


anonym
beantwortet von ellypirelli am 20. Februar 2008 19:00
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es ist wirklich sehr schwer, ich kenne das auch, meine mutter hat auch ein alkoholproblem, schon seit ca. 15 jahren. am anfang haben wir viel darüber gesprochen über das problem.manchmal hat sie es eingesehen, dann ging es ne weile gut. aber dann kam es wider dicke. und es hat sich bis heute nicht wirklich positiv verändert, sie trinkt immer noch.in einer woche ist sie drei tage davon betrunken. sie müssen leider von alleine darauf kommen und wenn dann eine therapie beantragen.ich drücke die daumen das derjenige zur vernunft kommt, viel glück.


schlossgeist
beantwortet von schlossgeist am 22. Februar 2008 21:27
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Solange beim Betroffenen keine Einsicht vorhanden ist, wird man wahrscheinlich nichts machen können. Sorry!


anonym
beantwortet von Fitnessmann am 23. Februar 2008 14:49
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Solange Alkoholiker Unterstützung erhalten, werden sie nicht vom Alkohol wegkommen. D.h. sie dürfen keine Hilfe mehr von ihrer Umwelt mehr bekommen, ansonsten haben sie keinen Leidensdruck und werden sich nicht zu einer Therapie entschließen.


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