Reussi am 26.08.2007 um 7:55 Uhr
Ich hätte gerne ein Paar Tipps... Ein Freund hat heute die Mitgliedschaft im Kegelclub gekündigt und gesagt, dass er nicht mehr kommen wird, weil "er sich nicht mehr wohl fühlt". Nun hat dieser Freund aber schon vorher sich kontinuierlich von unserem Freundeskreis distanziert, obwohl wir früher mindestens 1x pro Woche was zusammen unternommen haben. Meiner Ansicht nach liegt es an seiner Freundin, die auf die weinerliche Art ihn dazu gebracht hat alle seine Vorlieben und Freunde (Fussballclub, Schulfreunde und nun auch wir) abzustreifen. Er sagt, dass sie damit nichts zu tun hat, aber er ist inzwischen so darin aufgegangen sie in Schutz zu nehmen, dass ich ihm das nicht glauben kann.Was tun?

Das ist wohl eine Frage der Prioritäten in seinem Leben. Wenn ihm seine Freundin wichtiger ist, wirst du wahrscheinlich durch deine Überredungsversuche eher das Gegenteil erreichen (siehe "In-Schutz-Nahme"). Lass ihn in Ruhe seine Position (bei seiner Freundin) beziehen; wenn er sich ihrer dann sicher ist, wird er vielleicht ohne Verlust-Ängste wieder zu euch kommen.

Er ist alt genug. Er hat das Recht, wie jeder Andere auch, sich seine Freunde selbst auszusuchen. Ich sage immer: "Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied!". Lass ihn ziehen. Wenn er irgendwann merkt, dass er "Sch...e" gebaut hat, wird er reuemütig wiederkommen (wenn er das nötige Rückgrat dazu hat).
Lass ihn Ich habe vor einigen Jahren diese Phase bei meiner Tochter beobachtet. Sie hatte einen Freund, der sie für sich ganz alleine wollte.
Da diese Art der Beziehung nur selten lange gut geht, ist das einzige, was ihr tun könnt,ihn wieder freundlich aufzunehmen, wenn diese Phase vorbei ist.
Die Freunde meiner Tochter haben es ihr zum Glück damals ermöglicht.

Da eine gute Freundschaft sich dadurch auszeichnet, dass man sich alles sagen kann, würde ich ihn daraufhin ansprechen und ihm sagen, wie ich das aus meiner Sicht sehe. Vor allem auch, dass eine Partnerschaft nicht dazu führen sollte, dass der eine Partner den anderen zur Selbstaufgabe zwingt unter dem Motto: Du hast nur noch für mich da zu sein, solche Beziehungen sind von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Jeder lebt sein Leben für sich selber. Ein Freund (?), der mehr Aufmerksamkeit haben will, als zur Zeit gewährt wird, ist nicht anders, als eine Freundin, die jemanden ganz und gar vereinnahmt.

Ich habe immer wieder im Leben festgestellt, dass es nur sehr wenige wirklich tiefgreifende Männerfreundschaften gibt.
Was eine Kegelclubmitgliedschaft mit einer Männerfreundschaft zu tun haben soll, erklärt sich mir nicht aus Deiner Beschreibung zur Frage.
Wenn Dein "Freund" sich nun so verhält, respektiere es -- und fertig.
Auch Freundschaften unterliegen dem Lauf der Zeit. Menschen verändern sich und manchmal stellt man fest, dass die gemeinsame Zeit aufgrund eigener oder fremder Entwicklung einfach schön aber vorüber ist. Lasst ihne ziehen, vielleicht stellt er auch in einigen Monaten fest, dass er sich getäuscht hat. Wäre schön, wenn ihr ihn vorbehaltslos wieder Willkommen heisst!

Das passiert leider!!! :(
Kann man nichts gegen machen!