ich habe eine 14jährige nachhilfeschülerin, die generell sehr schwierig ist. in letzter zeit sackt sie immer mehr ab und ist sehr unkonzentriert. jetzt habe ich dazu auch noch spitz bekommen, dass sie immer öfter die schule schwänzt. was soll ich tun? natürlich rede ich positiv auf sie ein, dass sie zur schule gehen muss, aber bis wo hin gehen meine weiteren kompetenzen?

Ich würde die Eltern informieren. Gleichzeitig den Nachhilfunterricht mit sofortiger Wirkung kündigen und die Schlussrechnung stellen.
Du bist nicht der Erziehungsberechtigte und somit dafür nicht verantwortlich.
Und lade dir nicht Probleme anderer auf, die du nicht lösen kannst.

Du solltest unbedingt mit den Eltern reden. Sie haben die Fürsorgepflicht.
Überlege dir mit ihr zusammen warum sie nicht in die Schule gehen will(was macht sie stattdessen? wird sie dort gemobbt? Schulunlust/-angst...?),falls es Schulinterne Gründe sind,beziehe die Eltern mit ein, die müssen dann mit Lehrern, Direktor etc reden um Änderugen zu erwirken. Falls sie keine speziellen Gründe hat, liegt ihr Verhalten wahrscheinlich an pubertärer Rebellion und man kann wenig dagenen unternehmen, v.a. als Nachhilflehrer. Aber es ist doch schon mal positiv, dass das Mädchen zur Nachhilfe kommt.
mit der Schülerin sprechen, um Gründe herauszufinden (siehe EasyBird)
Mit den Eltern sprechen und vorschlagen, gemeinsam mit ihnen zum Elterngespräch in die Schule zu gehen.
In der Schule ist der beste Ansprechpartner der Beratungslehrer. Mit ihm gemeinsam mit den Eltern den Fall besprechen.
Auch wenn du als Nachhilfelehrkraft keine gesetzliche Verpflichtung dazu hast, als Mensch machst du dir ja lobenswerterweise Gedanken. Und Beratungslehrer sind immer daran interessiert, auch mit der Nachhilfelehrkraft zu sprechen.

Auf jeden Fall mit den Eltern sprechen und beraten was zu tun ist.
das mit den eltern sehe ich ein, aber warum direkt kündigen??
So lange das Mädchen zur Nachhilfe kommt, bloß nicht kündigen, dann verliert sie den Anschluss.
eben!
Kündigung, um den Ernst der Lage klar zu machen. Aber auch, weil hier eine Menge Energie verschleudert wird. Das Mädchen hat derzeit ganz andere Probleme und nicht den Nerv bzw. die Kraft, sich auf die Schule zu konzentrieren.
ES kann ja nicht Aufgabe des Nachhilfelehrers sein, sich dermassen weit einzumischen
Prima, anhand von 3 Sätzen kannst du eine Ferndiagnose stellen, was das Mädchen braucht. Hm dein Talent könnte uns viele Kosten sparen. Kann man dich buchen?
Du hast wohl noch nie was vom sozialen Netz gehört, gell? Im Nachhilfeunterricht hat sie eine Regelmäßigkeit. Kinder in dem Alter brauchen Sachen, woran sie sich orientieren können und die für sie verbindlich sind. Durch den Wegfall der Nachhilfe würde die Institution Schule weiter geschwächt und würde an Bedeutung verlieren.
Irgendwann habe ich mal was vom sozialen Netz gehört. War das im Elternbeirat oder als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats oder als Schöffe? Kinder brauchen nicht SACHEN - Kinder brauchen ELTERN!
Das ist die verallgemeinerte Aussage eines Laien...
Nochmal, kennst du die familiäre Situation in dieser Familie???
Kinder brauchen in dem Alter Rückhalt und wenn der nicht von den Eltern kommt, was dann? Kündige du ruhig die Nachhilfe und nimm ihr damit eine Stütze.