spitzmaus am 19.02.2007 um 22:04 Uhr
Natürlich habe ich schon versucht meinen Chef über die Mobbingstrategien meiner Arbeitskollegen gegenüber einer anderen Kollegin aufzuklären. Doch er schwenkte nur ab. Er schenkt der "Masse" mehr Glauben... als einer Einzelnen (oder Zweien). Was können wir (ich) tun? Ich möchte bei meinem Einsatz meinen Arbeitsplatz nicht gefährden, doch mein Gerechtigkeitssinn lässt mich stark grübeln und die Situation kann ich schlecht tatenlos mitansehen. Beliebt mache ich mich durch meinen Einsatz nicht - und sieht so aus - dass meine Kollegin bald gehen wird (muss) - sie es geschafft haben und dann bin ich allein - bin ich eventuell die Nächste??

Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht und muss entsprechend dafür sorgen, dass Arbeitnehmer nicht gemobbt werden. Rechtsgrundlage ist Paragraf 242 BGB. Du kannst der betroffene Arbeitskollegin helfen, in dem Du ihre Sorgen anhörst und sie mit Tipps unterstützt. Damit bist Du auch aus der direkten Schußlinie. Fordere Sie auf, dass Gespräch mit dem Chef zu suchen, um das Problem offiziell auf den Tisch zu bringen. Da sie nicht viel zu verlieren hat, kann sie dem Chef auch eine Klage in Aussicht stellen, wenn er sich nicht der Sache annimmt. Nicht nur für eine spätere Klage sondern auch als Argumentationsunterstützung beim Chef sollte die Kollegin rechtzeitig beginnen, ein Mobbingtagebuch zu führen.

Einige Chef wissen sehr wohl dass in ihrer Firma gemobbt wird und sie lassen es oft auch zu, um unbeliebte Mitarbeiter los zu werden und zwar um sonst.