Frage von neuangemeldet, 164

Was tun, wenn das P-Konto gepfändet wird?

Hallöchen, Meine Mutter ist seit dem letzten Jahr in Insolvenz, da sie sich getrennt hat, und das Haus nicht mehr halten konnte, und es nun mit Minus verkauft wurde. Sie hat ein P-Konto mit einem Limit von 1800€ welches nie überschritten werden kann, da sie monatlich ca. 1200€ als Geldeingang hat. Jetzt gab es erneut das Problem, dass ihr Chef zu früh überwiesen hat, und das Jobcenter, welches die Miete überninnt, ebenso einen Werktag zu früh überwiesen hat. Das Geld wurde jetzt im "System" unserer Bank auf den letzten Monat angerechnet, und somit sind wir bei 2200€ für den Januar gekommen. Alles über die 1800€ wird nun gepfändet, da anscheinend schon Anträge eingereicht wurden. Das letzte Mal hatten wir noch ein wenig mehr Geld für den Rest des Monats, doch selbst da meinte die Bank, dass das System nicht mit einberechnen kann, welches Geld für welchen Monat eingehen wird, und somit jeder Geldeingang vor dem nächsten Monat rechtens gepfändet werden kann. Sogar das Kindergeld haben sie gepfändet. Jetzt haben wir noch ganze 25€ die wir für den gesamten Monat abholen können, und haben weder unsere Fixkosten begleichen können, noch weitere Geldeingänge in Aussicht bis auf das Kindergeld. Was können wir jetzt machen? Wir können doch nichts für das unausgereifte System? Die wissen ganz genau, welches Geld wofür ist und für welchen Monat. Die Bank meinte noch, wir sollen doch einen Zettel von unserem Insoolvenzberater ausfüllen lassen, doch dieser meinte, dass er das nicht könne. So schieben sich Bank und Berater gegenseitig die Schuld zu, währenddessen wir nicht einmal mehr eine Woche um die Runden kommen. Wäre nett, wenn jemand Ahnung hätte, und uns helfen würde!

Antwort
von Lunashine, 110

Vllt für künftig: Rede mit dem Jobcenter, ob die die Miete nicht direkt an den Vermieter zahlen. Habe ich recht häufig.

Ansonsten würde ich mal beim Insolvenzgericht nachfragen, wie Du Dich bzw Deine Mum sich verhalten soll. Ich selbst hatte den Fall leider (zum Glück) noch nicht.

Antwort
von KeinenDunst, 42

Rechtlich gesehen gehört das Kindergeld dem Kind (nicht pfändbar), ist alles etwas dumm gelaufen. Es gibt sicher Möglichkeiten wie sie das Geld wiederbekommen (auch das Geld vom Jobcenter) aber das Dauert, das wäre eigentlich der Job des Insolvenzberater (dafür bekommt er Geld). Ich würde sofort zum Amtsgericht gehen um mich dort beraten zu lassen was man genau tun kann. Ich würde auch den Insolvenzberater wechseln da er seinen Job anscheinend nicht versteht od. sich nicht bemüht. Es wurden schließlich Mittel gepfändet die nicht gepfändet werden dürfen. Infos zur Beratungshilfe vom Amtsgericht erhalten sie z. B. unter folgenden Link:

http://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/m/zustand/verfahren/vf_Beratungshilfe.php...

Kommentar von KeinenDunst ,

Die Beratungshilfe (auch Rechtsberatungshilfe) ist in Deutschland eine Sozialleistung für den Rechtsuchenden, der die Kosten für die Beratung oder Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht aufbringen kann und dem keine andere zumutbare Möglichkeit zur Verfügung steht. Maßgeblich ist das Beratungshilfegesetz (BerHG). Beratungshilfe wird gewährt für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens sowie für obligatorischeGüteverfahren gemäß § 15a EGZPO.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

Antwort
von Ronox, 98

In solch einem Fall hilft nur noch ein Vollstreckungsschutzantrag. Zuständig ist das Insolvenzgericht, bei dem das Verfahren läuft.

Kommentar von neuangemeldet ,

Ohje, das wird wohl in der Zukunft unentbehrlich sein, auch wenn es jetzt nicht viel helfen mag, der Prozess nimmt ja leider seine Zeit, aber dennoch werden wir uns darum nun kümmern.

Antwort
von ellaluise, 77

Schreibst du über den Januar?

Wenn der Pfändungsfreibetrag für Januar ausgeschöpft ist, dann kann über das im Januar bzw. Ende Januar eingehende Geld zwar nicht im Januar verfügt werden aber doch wieder im Februar? Es wird nicht sofort an die Gläubiger abgeführt.

Desweiteren, ich meine das es z.B. auch zulässig ist, das Kindergeld auf das Konto eines der Kinder bzw. des Kindes überweisen zu lassen. (Das würde nur für die Zukunft die Lage etwas entspannen).

Antwort
von Marshall7, 52

Ja die Miete sollte von Jobcenter direkt an den Vermieter bezahlt werden ,dann passieren solche Sachen ,zuviel Geldeingang,Rest ist weg nicht mehr.

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