Das Baby (8 Monate) will zur Zeit beim Wickeln überhaupt nicht auf dem Rücken liegen und es ist jedes Mal ein Drama, weil es sich immer auf den Bauch drehen will. Was habt Ihr für Tipps was man tun kann, damit es wieder klappt? Ist das nur eine Phase?
Über ihm etwas spannendes aufhängen, das er anschauen will...
mach Bewegungen - Grimassen mit dem Gesicht oder sing ein Kinderlied, versuch den Racker abzulenken, ist schwer aber es wird irgendwie gehen, :)
ein bisschen druchsetzen musst du dich schon, das Kind wird nach einer Weile merken, dass es an der Stelle kein Pardon gibt und dass es liegen bleiben muss ...

etwas zum Spielen in die Hand geben, oder mit zb. Spieluhr ablenken

wenn du das Kind nicht an der Unterlage festnageln willst ;-(), dann gibt es auch bessere Moeglichkeiten:
www.arbor-verlag.de/miteinander-vertraut-werden
Das Emmi-Pikler-Instituts (Lóczy)in Ungarn ist weltweit bekannt fuer seinen Ansatz. Sie hatten als Waisenhaus angefangen, und die Kinder litten unter Hospitalismus. Dann begann ein Aufbau von unten her:
Zuerst alles Kindergerecht aufbauen, auf eine die individuelle (motorische etc) Entwicklungsphase angepasste Einrichtung achten, dh Kinder bekommen ein Feld, indem sie sich frei und sicher bewegen koennen, um ihrer EXPERIMENTIERLUST nachgehen zu koennen.
Zentral ist, dass kein Kind "gezogen" wird: das Kind bringt sich selber in die Vertikale , oder drehen von Bauch auf Ruecken und umgekehrt. Lage, krabbeln, stehen, laufen. Der Erwachsene achtet nur auf die Sicherheit und auf eine anregende Umgebung, begleitet das Kind aber intensiv mit seiner wohlwollenden nicht beurteilenden Praesenz. Und ein weiterer Grundsatz ist, dass jede Handlung mit dem Kind zuerst von WORTEN eingeleitet wird: ich ziehe dir jetzt das Hemdchen an, ich wickle dich, etc... etwa so wie wir es von einer guten Gynaekologin erwarten: nicht einfach anfassen, sondern vorausgehend kommentieren. Und das, ohne seinen persoenlichen Bezug zum Kind zu verlieren, also nicht einfach wie ein Nachrichtensprecher fast tonlos und emotionslos. Worte sind Zuwendung und Liebe, das wird oft vergessen. Damit respektieren wir das Beduerfnis nach Autonomie, das die Kinder von allem Anfang an haben. Sie wollen mehr, als sie koennen, sonst koennten sie sich gar nicht so schnell entwickeln. Aber sie wollen es selber, allein, etc, und deshalb benoetigen sie eine einfuehlende, sanfte Unterstuetzung, die ihnen ihre Lernschritte nicht "abnimmt": wenn du das beruecksichtigen kannst, und das Kind erlebt, dass Wickeln nicht nur eine "NOT-Durft" ist, sondern ein intensiver Moment der Freude und Zaertlichkeit, bei welcher Gelegenheit auch wieder moeglich ist, mit nackter Haut zu spueren, zu massieren, zu streicheln, oder einfach dazuliegen und die Luft, die durch die freien Poren atmet, wahrzunehmen. Wenn du Deinem Kleinen dies einraeumst, dann wird es mit Dir kooperieren (durchaus mit Ausnahmen). Es ist auch ok, wenn du grundsaetzlich das Beduerfnis Deines Kindes respektierst, wenn du mal nicht Zeit hast und es ihmr aus so mitteilst, und deshalb mal schnell machen musst. Das wird normalerweise akzeptiert.
nubduk am 21. August 2009 12:54 Eine sehr gute Seite ist auch www.mit-kindern-wachsen.de. Kann ich waermstens empfehlen.

einfach weiter machen strengt zwar an,aber da must du durch
gib ihm doch was zu spielen in die hand,das längt das kind für eine zeit ab.ansonsten fallen mir noch windelhosen ein, die brauch man nur überziehen und fertig,viel glück...-)
Das Auf-dem-Rücken-liegen positiv verknüpfen, mit irgendetwas, was das Baby gern mag. Das unabhängig vom Wickeln "üben".
marijo2 am 21. August 2009 16:52 Z.B. mit einer sanften Leboyer-Massage...
Bestimmt redest du viel mit deinem Kind und erklärst ihm die Welt. "Das ist ein Käfer, das eine Blume, ...wir gehen jetzt auf den Spielplatz...!" Jetzt solltest du dein Kind nicht einfach wie eine Puppe packen und mit ihm hantieren, sondern ihm sagen was du vor hast und warum. Du musst seine Mitarbeit gewinnen. Kündige jede Handlungsweise an, benenne alles was du berührst, füge Kitzel- oder Streicheleinheiten bei, benenne sein Verhalten. Stell Fragen, was das Kind möchte und versuche die Antworten zu verstehen. Bitte um Mithilfe egal bei welcher Arbeit am Kind und verwende eine motivierende Sprachmelodie. Du kannst auch erkennbaren Frust des Kindes in Worten wiederspiegeln und innehalten, dann auf die eine oder andere Art mit durchkitzeln oder einem Tänzchen das Wickeln starten. Ein Lob bei guter Mitarbeit erfreut euch dann beide.
Das Problem hatten wir auch. Nimm für diese Zeit einfach Hochziehwindeln. Ich hatte immer welche griffbereit dass ich diese nehmen konnte, wenn Anna Lena nicht liegen geblieben ist. Jetzt ist meine Kleine 2 1/4 und sucht sich ihre Windel zum Schlafen selber aus. Entweder eine zum Kleben oder eine Hochziehwindel. Auch wenn diese etwas teurer sind, so machst du dir und deinem Kind den wenigsten Stress
nubduk am 21. August 2009 16:23 DH. Kann ich mich nur anschliessen, hatte auch gute Erfahrung damit. Flexibel damit umgehen, kreative Loesung finden...

Augen zu und durch. Versuchs mal mit SPielen und zum lachen bringen.BAuchblubbern kommt immer gut an ^^ Er will doch wahrscheinlich nur Fange spielen und fühlt sich eben nackig wohler ;-)

Es wird wohl nur eine Phase sein, aber erkundige Dich mal bei anderen Müttern wie die Wickeln. Da mag es unterschiedliche Techniken geben, die für das Baby unterschiedlich angenehm sind. Ich will damit aber nicht andeuten, dass Deine Wickeltechnik schlecht ist, aber sie harmoniert eben vielleicht nicht mit dem Empfinden Deines Jüngsten.
gottesanbeterin am 20. August 2009 12:58 Das hat doch nichts mit den Windeln oder der Wickeltechnik zu tun! Die lieben Kleinen können halt schon allerhand und wollen sich ohne Windel besser bewegen können und das Umwickeln ist ihnen zu blöd!
Vor allem. wenn Kinder in diesem Alter recht mobil sind, wollen sie einfach nicht still liegen. Wie schon erwähnt, gib ihm etwas zum Spielen in die Hand . Ich habe ab dann immer auf dem Boden gewickelt, da hatte ich ihn besser im Griff. Sobald dein Kind stehen kann, wirst du dich mit Höschchenwindeln leichter tun.
Vielleicht fragst du jmd aus der Familie, der das Kind ablenkt, während gewickelt wird - beides gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen ist sonst sicher schwierig :)
Das ist nur eine Phase,die auch wieder schnellvorbei geht.Sprich und singe ihm etwas vor,küsschen hier und da,Bauch und Füße u.s.w. dann bekommst du ihn schnell gewickelt.

Öfters mal den Wickelplatz wechseln. Ich habe mal auf Couch, auf Boden usw. gewindelt. Sie sind dann so verblüfft und abgelenkt, dass sie kurz stillhalten. Mittlerweile haben wir aber alle Orte durch....jetzt wird es schwierig.

oh das kenne ich. Ich habe meinen Sohn dann anders herum gelegt oder hingestellt. Oder ich musste halt schneller sein. Er mochte überhaupt nicht, wenn man an ihm rumfummelte (an und ausziehen usw.) Oder du musst sanft aber bestimmt seinen Unterkörper auf die Wickelunterlage drücken. Setz dich durch, lenke ihn ab mit Spielsachen, seinem Schnuller oder einer Flasche...

Ganz prima funktioniert es, wenn du dem Kleinen im ausgewickelten Zustand eine sanfte Dehn- und Streckmassage (z.B. nach Leboyer) angedeihen lässt.
Das Baby entspannt sich dabei genüsslich und kommt gar nicht mehr auf die Idee, sich davonzubewegen...!

Das kenne ich von meinen Sohn,da hilft nur ablenken,das legt sich wieder mit der Zeit.Auch meine Tochter mußte mir helfen ihn abzulenken,sie sagt dann,ach hörst du den Vogel und zwitscherte ihm was vor.od.so.
Versuch es mit den Pants. die werden über die Beine nur hochgezogen wie ein Slip, halten aber trocken wie eine gute Windel. Saubermachen kannst du dein Baby auch, wenn es auf dem Bauch liegt.
In diesem Alter ist das wirklich zu wenig Ablenkung!