Was tun wenn aus zerstrittener WG einer ausziehen will und der andere dieses verweigert?

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5 Antworten

Bleibt mir wirklich nur der Weg Mietzahlung einzustellen und dadurch die Kündigung zu erzwingen?

Nein. Die dürfte der Vermieter von dir allein einklagen, wenn er weiß, das die andere Mieterpartei auf Staatskosten lebend weder rückständige Miete noch notwendige Prozesskosten tragen kann. Warum sollte er euch auch deswegen fristlos kündigen und Neumieter suchen wollen, wenn er dich hat?

Weiss jemand einen Ausweg für mich?

Dein einziger Weg ist es, von der Mitmieterin Unterschrift unter eure gemeinsamen Kündigung bis zum 25.02. zu verlangen, die dem Vermiuter bis zum 3. März zugehen zu lassen und am 31.05. von allen Verpflichtungen frei zu sein.

Verweigert sie Unterschrift, Klage auf Zustimmung bei Gericht zu erheben, die mit Beschluss ihre notwendige Zustimmung ersetzt und den MV wirksam beendet :-O.

Genau das lässt man sie zugangssicher per Einwurfeinschreiben oder offen vor Zeugen übergeben so wissen: Unterschreibe unsere Kündigung  oder ich klage auf Zustimmung. Die Prozesskosten verrechne ich dann mit unserer verzinst zurückerstatteten Kaution, davon  bekommst du nicht einen Cent.

Viel Erfolg :-O

G imager761

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Kommentar von gazarii
13.02.2016, 10:27

Das hört sich ganz gut an.  Ich mache das ohne Anwalt direkt beim Gericht? Wie lange dauert sowas und wie hoch sind die Kosten? Ich denke das ich die erstmal tragen muss. Ganz lieben Dank für die Antwort. Ich möchte möglichst sauber aus der ganzen Sache raus. Und nie wieder WG!

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Brauche ich für eine Klage einen Anwalt? Hm. Oder geht man einfach zum Gericht? Ich habe von sowas keine Ahnung, Wie lange dauert sowas wohl?

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Offenbar gibt es dann nur den Rechsstreit, also eine Klage zur Mitwirkungspflicht. Natürlich dauert das seine Zeit, aber die Verliererpartei muss die Kosten tragen und das wäre höchstwahrscheinlich sie. Vielleicht kommt die andere Hauptmieterin zur Einsicht, wenn man ihr das mal androht. Dann verliert sie doppelt mit dem Zeitschinden.

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Rat, die Mitbewohnerin auf Zustimmung zur gemeinsamen Kündigung verklagen.

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Spontan würde mir nur einfallen, dass du deinen Vermieter um die Erlaubnis bittest, dein Zimmer untervermieten zu dürfen. So hast du zwar nicht gekündigt, aber zumindest erstmal einen Weg, die Kosten zu decken, wenn du dort nicht weiter verbleiben willst. 

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Kommentar von gazarii
12.02.2016, 23:54

Hallo und danke. Aber das wird immer wieder Ärger geben da die Mitbewohnerin, teils auch durch Alkohol, unerträglich ist. 

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