Was tun wenn AG meiner Kündigung widersprochen hat?

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6 Antworten

Jetzt widerspricht der AG der Kündigung

"Widersprechen" kann der Arbeitgeber so viel, wie er will!

Ein "Widerspruch" gegen eine Kündigung ist rechtlich völlig wirkungs- und bedeutungslos!

Das Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" Abs. 3 schreibt für die ordentliche Kündigung nach der Probezeit (die nur erlaubt ist bei Abbruch der
Ausbildung überhaupt oder bei Ausbildung in einem anderen Beruf) die Angabe der Kündigungsgründe vor.

Dem bist Du mit der Begründung einer beruflichen Umorientierung grundsätzlich zunächst einmal nachgekommen.

Es ist jetzt nur die Frage, ob Du bei einer solch allgemeinen Formulierung geblieben bist, oder ob Du da genauere Angaben gemacht hast, also etwa zum neuen Berufsfeld (z.B. statt bisher Bürokaufmann jetzt Mechatroniker).

Denn eine "berufliche Umorientierung" z.B. vom Bäcker zum Konditor ist kein ausreichende Kündigungsgrund nach dem BBiG.

Du solltest also gegebenenfalls - wenn Du nur "berufliche Umorientierung" allgemein als Grund angegeben hast - eine genauere Begründungsformulierung nachreichen, damit Dein Ausbildungsbetrieb keinen Grund hat, nach Möglichkeiten für eine Schadenersatzforderung zu suchen nach BBiG § 23 "Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung" Abs. 1.

Ansonsten (wenn es nicht gerade um den "Wechsel vom Bäcker zum Konditor" geht) brauchst Du Dir wegen des "Widerspruchs" Deines Ausbilders keine Gedanken zu machen!

Du brauchst also sonst weiter gar nichts zu tun und kannst Deine neue Ausbildungsstelle beruhigt antreten!


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Kommentar von Familiengerd
03.04.2016, 00:46

Ergänzung:

Für die Berechtigung zur Kündigung wegen des Wunsches, sie in einem andern Beruf ergreifen zu wollen, ist nicht schon eine konkrete neue Berufsvorstellung erforderlich, wohl aber der erkennbar ernste Wille, die Ausbildung im gegenwärtigen Beruf nicht mehr fortführen zu wollen.

Von daher ist Deine Begründung "berufliche Umorientierung" - wenn sie denn nicht nur eine "leere" Floskel darstellt, sondern diesen genannten ernsten Willen bekundet - absolut ausreichend!

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Kommentar von elevenmoons
04.04.2016, 12:08

Ich wechsel von Mediengestalterin zu Eizelhandelskauffrau. meine genue Begründung lautet "...weil ich meine Berufsausbildung aufgeben will und eine Ausbildung in einem anderen Beruf beginnen möchte.".

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Kommentar von elevenmoons
04.04.2016, 12:30

Danke das beruhigt mich sehr!

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Deinen (bisherigen) Ausbildungsbetrieb hat das wenig zu interessieren. Wenn Deine Kündigung fristgemäß eingegangen ist, Du als Kündigungsgrund eine neue, anders orientierte Ausbildung (in anderem Bereich) angegeben hast, ist das nicht (mehr) Dein Problem. Denn eine Kündigung ist rechtlich gesehen eine einseitige Willenserklärung deinerseits, die keiner Zustimmung des Arbeitgebers bedarf.

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Dann zeig ihnen mal 

§ 22 Abs. 2 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz

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Kommentar von Familiengerd
02.04.2016, 23:13

Hier geht es um die notwendige Begründung - und da ist es nicht Abs. 2, sondern Abs. 3 (um genau zu sein)! ;-)

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Als Arbeitnehmer kannst du normalerweise grundlos kündigen. Du musst lediglich die Kündigungsfrist beachten und die Schriftform wahren. Somit sollte meines Erachtens deine Kündigung wirksam sein.

Was du tun kannst? Du könntest einfach ab dem 1.5. nicht mehr kommen. Dann könnte dein Arbeitgeber rechtliche Mittel gegen dich einleiten, die aber vermutlich ins leere Laufen würden...

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Kommentar von Familiengerd
02.04.2016, 22:52

Als Arbeitnehmer kannst du normalerweise grundlos kündigen.

Das trifft hier aber nciht zu!

Denn es handelt sich hier ja nicht um die Kündigung eines Arbeits-, sondern um die eines Ausbildungsverhältnisses!

Und da schreibt das Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" Abs. 3 für die ordentliche Kündigung nach der Probezeit (die nur erlaubt ist bei Abbruch der Ausbildung überhaupt oder bei Ausbildung in einem anderen Beruf) eben die Angabe der Kündigungsgründe vor!

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Kommentar von elevenmoons
04.04.2016, 12:07

meine genue Begründung lautet "...weil ich meine Berufsausbildung aufgeben will und eine Ausbildung in einem anderen Beruf beginnen möchte.".

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Hast du dich im Vertrag verpflichtet, für eine bestimmte Zeit zu bleiben? Wenn nein dann darfst du kündigen wann du willst. Ansonsten würde ich einfach Krankenstand gehen xD. Dann bekommst du Gehalt fürs Nixtun xD. Nein also ich würd das mal persönlich mit dem Chef klären.

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Kommentar von elevenmoons
02.04.2016, 21:59

persönlich mit ihm klären ist leider nicht. Meine Kündigung sieht er ja scheinbar als Kriegserklärung an. ich habe einen ganz normalen Standard Ausbildungsvertrag mit 4 Wochen Kündigungsfrist. die hab ich eingehalten.

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Kommentar von Familiengerd
02.04.2016, 22:54

Hast du dich im Vertrag verpflichtet, für eine bestimmte Zeit zu bleiben?

Hallo?!?!

Hier handelt es sich um die Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses!

Da gibt es keine vertragliche Verpflichtung, "für eine bestimmte Zeit zu bleiben"!

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Kommentar von elevenmoons
04.04.2016, 12:33

nein überhaupt keine sonderregelungen. der vertrag war ein vorgefertigter von der IHK. keine Verpflichtung eine bestimmte Zeit zu bleiben. kündigen kann ich mit einer frist von 4 wochen oder eben fristlos aus wichtigen gründen. Morgen habe ich einen Termin beim anwalt.

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Die Kündigung ist wirksam du hast es mit der Begrüßung der beruflichen Umorientierung begründet so wie es sein muss also denke ich einfach ab Mai nicht mehr hin da du ordentlich so wie es gesetzlich sein muss gekündigt hast.

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