Frage von Nick58326, 68

Was tun Nachbarschaftskrieg?

Hallo Freunde,

Ich wohne in einem Altbau in Leipzig, in einer begehrten Wohngegend. Ich habe das Glück gehabt, um dort eine recht groß Wohnung in der ersten Etage zu beziehen. Als ich dort einzog lebte eine alte Dame über mir. Sie war alleinstehend und Ursächsin. Ich hatte mit ihr sonst nicht viel Kontakt, jedoch gab es einen großen Vorteil, es war angenehm ruhig über mir. Ab und zu hörte man ihre Schritte, aber das war weiter nicht störend. Nach einem halben Jahr wurde die Wohnung frei, da meine Nachbarin verstarb. In diesem Moment dachte ich noch, dass das sicher für den Hausverwalter das Mega-Los sein müsste. Mit einem neuen Mietvertrag und einer enorm hohen Miete könnte er nun die Wohnung gut "beziehen lassen". Die Wohnung stand vielleicht zwei Monate leer, dann zog eine vierköpfige Familie ein. Sie waren anfang Dreißig und die Kinder 3 und 6. Sie machten einen sympathischen Eindruck, jedoch wunderte ich mich, dass sie ihr gesamtes Hab und Gut in einem Sprinter passte. Es war nicht viel, ein paar Lampen, zwei drei BILLY-Schränke und maximal zehn Kartons. Aber ich dachte mir nichts bei, schließlich sind sie eine junge Familie und das Geld ist knapp. Aber diese Tatsache spielt noch eine große Rolle... Die ersten Wochen waren natürlich sehr laut über mir. Ständiges Getrampel der Kinder und lautes Geschreie. Ich hatte dafür aber vollstes Verständnis, denn es sind Kinder... Nur nach zwei Monaten war es immer noch so und so langsam überstieg es dem Grad der Verständnis hin zu Unverständnis. Nachdem ich schön öfter mit dem Paar gesprochen habe, (freundschaftlich/nachbarschaftlich) habe ich ihnen freundlich und mit äußerster Vorsicht angesprochen bzw. gesagt, ob es möglich wäre, dass ihre Kinder vielleicht am Wochenende nicht schon gegen sechs Uhr beginnen zu trampeln, zu rennen, zu schreien. So habe ich es aber natürlich nicht gesagt, ich habe nur gesagt, dass sie etwas leiser sein sollen. Ich hatte das Gefühl, dass sie zwar begriffen, was ich meinte, jedoch würden sie es nicht in die Tat umsetzten. Ich wartete also ab und es hat sich nicht geändert. Mein Schlafzimmer ist direkt unter ihrem Wohnzimmer. Ab sechs Uhr morgens wird am Wochenende dort Alarm gemacht. Es ist schrecklich. Ein Altbau ist natürlich nicht in dem Maß schallgedämmt, wie ein Neubau. Folgendes Beispiel, wenn die Kinder in der Woche in der Schule sind und ich erst später im Krankenhaus sein muss und ihr Telefon klingelt, höre ich das. Nicht nur den Klingelton von Gigaset sondern auch das, was er oder sie sagt.
Als ich nach drei/ vier Monaten wieder das Gespräch aufsuchte um nochmals freundlich zu bitten, ob sie wenigstens am Wochenende bis neun Uhr "etwas leise" sein könnten, wurde er ausfallend und meinte, dass Kinder Kinder sind und alles dürften.

Der Hausverwalter meinte, dass er sich kümmern werde, jedoch hat er mein Problem mehr als ein Jahr lang ignoriert.

Mein Auto ist zerkratzt von Schlüsseln, die Reifen sind platt. An meiner Tür klebt Kleber

Antwort
von Nick58326, 28

Hinzukommt, dass an meinem Fahrrad die Reifen zerstochen werden. An Zufälle glaube ich nicht. 

Wenn ich nach Hause komme und nach zehn Stunden im OP einfach nur schlafen möchte, wird über mir gesprungen und gestampft. Sie läuft extra auf ihren Hacken, so dass es extra laut ist. Die Kinder sind in der Woche bis elf Uhr wach und machen bis zum Schluss Lärm. Ob im Treppenhaus, im Garten oder in ihrer Wohnung. Ich halte es nicht mehr aus. Ich habe auf eigene Kosten eine Mediation gestartet, sie sind gekommen und haben mich nur beleidigt. Ich habe dann nochmals eine Mediation gestartet, jedoch vergebens, wieder nur wüste Beschimpfungen und Anschuldigungen. 

Mein Hausverwalter hat nicht den Mut dazu sie zu Maßregeln. 

Ich kann Kisten mit Knieprothesen für meine Dr.-Arbeit nach oben schleppen und ständig wird mir die Tür geschlossen, welche ich zuvor geöffnet habe. 

Bei meiner letzten Feier, wo ich aus Höflichkeit alle Nachbarn eingeladen habe, wird die Polizei gerufen wegen angeblicher Lärmbelästigung. Passiert ist nichts, da ich mit meiner Gesellschaft nicht laut war. 

Alles geht von diesen Nachbarn aus. 

Das zweite Problem ist auch, dass ihre Wohnung kaum eingerichtet ist. Die Schallentwicklung ist dem entsprechend enorm. Sie haben fast nicht in ihrer 160m² großen Wohnung stehen. 

Sie passen schlichtweg nicht zu den Menschen im Haus. sie sind asozial. 

Kommentar von wilees ,

Da es sich sicherlich nicht um ein zwei-Parteienhaus handelt - was sagen die anderen Nachbarn dazu?

Antwort
von Nick58326, 12

Das Problem ist, dass der ganze Konflikt nicht sein müsste, wenn die Hausverwaltung schlichtweg ihre Arbeit objektiv verrichten würde. Mit Abmahnungen kann man eine ganze Menge erreichen, bis jetzt habe ich zwei bekommen. Alle fadenscheinig und ohne konkrete Begründung. Vor Gericht wurde mir, wegen der Mietminderung, nicht recht gegeben. Irgendwelche Tipps, wie man gegen die Hausverwaltung vorgehen kann? Ich werde wohl umziehen müssen aber zur Zeit ist dies unmöglich. Ich rechne erst in zwei Jahren damit, frühestens. 

Antwort
von Liesche, 36

Such die Schiedsstelle auf, um dort mit den Nachbarsleuten eine Aussprache führen zu können und Vorschläge vom Beisitzenden der Schiedsstelle zu bekommen wie in Zukunft das Verhalten sein soll.

Kommentar von Nick58326 ,

Habe ich schon und das schon zwei Mal. Natürlich selbst gezahlt. Es hilft überhaupt nicht. Es sind absolute Proletarier. 

Kommentar von Liesche ,

Kündige dem Vermieter Mietminderung an, wenn er nichts gegen die Lärmbelästigung unternimmt, schriftlich und mit Fristsetzung!

Antwort
von Wippich, 19

Da hilft nur ein Umzug.Alles andere währe verschwendung von Lebenszeit.

Antwort
von HOSCHMOSCH, 30

den typen interessiert es nicht, der vermieter scherrt sich ein dreck, du gehst kaputt.

du kannst natürlich jetzt den ganzen gerichtlichen prozess durchlaufen. nur danach bist du nervlich im popes und gebracht hat es auch nichts. wahrscheinlich tust du dir einen gefallen wenn du dich nach was anderem umsiehst

Antwort
von Hausameise, 30

Gegen den kinderlärm kannst du nichts machen soweit ich weiß, außer vielleicht mit Ohrstöpseln oder so schlafen (wenn es denn keinen Wecker gibt, den du überhören könntest).

Die Sachbeschädigungen würde ich gan einfach anzeigen. Vielleicht vorher noch einmal eine angemessene Entschädigung vom Nachbarn verlangen und sonst ab zur Polizei.

Kommentar von Nick58326 ,

Ich habe selbstverständlich Anzeige erstattet, jedoch gibt es keine Beweise. Ich und die Polizei sind Machtlos

Kommentar von dennybub ,

Vielleicht hilft es, ein Lärmprotokoll zu führen?

Antwort
von dennybub, 37

Ich würde die begehrte Wohngegend aufgeben und mir eine andere Wohnung suchen.

Bitte schreib mit Absätzen, so ist es kaum lesbar.

Ansonsten nochmal den Hausverwalter ansprechen, wenn es nichts bringt zu einem Mieterbund. Man kann nämlich die Miete mindern.

Kommentar von Nick58326 ,

Ich bin beim DMB und habe schon die Miete gekürzt. Daraufhin kam die Klage und unbegründete Abmahnung der Hausverwaltung. Vor Gericht habe ich verloren. 

Kommentar von dennybub ,

Kommt darauf an wegen welcher Sache und ob die Hausverwaltung genügend Zeit hatte, den Mangel abzustellen, oder nicht?

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