Frage von LegendEndgegner, 21

Was tun nach dem man Opfer eines Gewaltverbrechen geworden ist. Wie geht man vor nach einer Körperverletzung. Zu wem muss ich zuerst. Kann man mir das erklären?

Was tun nach dem man Opfer eines Gewaltverbrechen geworden ist. Wie geht man vor nach einer Körperverletzung. Zu wem muss ich zuerst. Kann man mir das erklären?

Da ich momentan Probleme mit einer Mit Kollegin habe und sie ihren Freund auf mich angesetzt hat glaube ich er will mir irgendwann mal was antuen. Getan hat er es bisher nicht. Nur ich will mich auch rechtlich wehren können darum diese ganze Fragerrei.

Wie geht man vor. Meine Mitkollegin hat in auf mich aufgehetzt. Ist sie wegen Beihilfe oder Anstiftung zu bestrafen bei der Ermittlung?

Der Freund von ihr, da weiß ich nur, dass der erste schritt der arzt ist. danach die polizei. danach anzeige, Beim Freund wegen Körperverletzung.wegen anstifung und aufhetzung meiner mitkollegin hat sie sich zu verantworten. Hat es auch außwirkungen auf ihre Arbeitsstelle und der rest?

Da ich mich zuerst informieren will und alles wissen und erfahren will rein aus neugier. Ich persönlich will nur mein Recht der rest ist mir egal!

Kann man mir die Schritte Erklären? Zu wem muss ich zuerst hin Vertrauenspersonen wissen bescheid!

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Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 15

Hallo LegendEndgegner,

wenn man Opfer einer Körperverletzung geworden ist, geht man als erstes zum Arzt und lässt sich

  • die Art,
  • den Umfang,
  • die schwere

der Verletzung dokumentieren und sich ein entsprechendes Attest ausstellen. Ggfls. lässt man die Verletzungen behandeln.

Der zweite weg sollte zur Polizei führen.

Bei der Polizei zeigt man dann die Tat unter Vorlage des ärztlichen Attestes an und stellt gleichzeitig wegen der "einfachen" Körperverletzung einen Strafantrag, denn diese wird nur verfolgt, wenn Du einen Strafantrag gestellt hast oder wenn öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht.

Die Polizei leitet dann ein Strafverfahren gegen die Täter ein. Wer, welche Straftaten (Körperverletzung / Beihilfe) begangen hat, ergibt sich dann aus Deiner Aussage.

Du wirst von der Polizei zugleich als Geschädigte, wie auch als Zeugin vernommen.

Die Beschuldigten haben ebenfalls das Recht sich zur Sache zu äußern.

Nach Abschluss der Ermittlungen geht dann die Ermittlungsakte an die Staatsanwaltschaft die dann entscheidet,

  •  ob sie das Verfahren eingestellt, weil der Tavorwurf nicht zutreffend ist oder
  • ob sie das verfahren wegen Geringfügigkeit gem. § 153 StPO einstellt oder
  • ob sie das Verfahren gegen Auflagen gem. § 153a StPO einstellt oder
  • ob sie beim Richter einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe beantragt oder
  • ob sie eine Hauptverhandlung für notwendig erachtet. In diesem Fall muss sich der Beschuldigte als Angeklagter vor einem Richter verantworten. Du wirst dann dort als Zeugin vorgeladen. Am Ende der Verhandlung spricht dann der Richter das Urteil

Soviel zur strafrechtlichen Seite.

Bist Du durch die Körperverletzung verletzt worden, kannst Du vom Täter Schmerzensgeld einfordern, indem Du entweder

  • den Täter selbst aufforderst Dir einen Betrag, den du selber bestimmen kannst als Schmerzensgeld zu zahlen oder
  • Du beauftragst einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung der Schmerzensgeldforderung. Der Rechtsanwalt hat auch eine Liste, aus der er ablesen kann, wieviel Schmerzensgeld anderen Opfern in vergleichbaren Fällen zugesprochen wurde.

In beiden Fällen gilt, zahlt der Täter den geforderten Betrag ist alles ok, wenn nicht muss man den Betrag halt auf dem Klageweg einklagen.

Schöne Grüße
TheGrow

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 14

Ich vermute, dass du dich rein präventiv nach den Maßnahmen erkundigst, die KV also bevorsteht und du wissen willst, was du im Schadensfall machen kannst.

Zunächst, also noch vor der Tat, solltest du zur Polizei gehen und von der dir drohenden Gefahr berichten. Bisher ist noch nichts strafrechtlich Relevantes vorgefallen, aber die Polizei könnte mit den Betroffenen reden, ihnen klarmachen, dass sie im polizeilichen Fokus stehen und bei einer Tatbegehung sofort zur Rechenschaft gezogen werden. "Gefährderansprache" wird das im Fachjargon genannt.

So etwas reicht in vielen Fällen aus, den Aggressoren ihren Schneid abzukaufen.

Sollte es zur Tat kommen, halte dich an die sehr guten Ratschläge von TheGrow.

Antwort
von Mignon3, 17

Warum besprichst du deine Probleme nicht mit deiner Kollegin bzw mit
eurem Chef/Personalleiter, wer auch immer für interne
Mitarbeiterkonflikte zuständig sein mag? Das wäre das Naheliegendste. Eure Konflikte könnten bei Intervention eures Arbeitgebers wahrscheinlich mühelos geklärt und bereinigt werden.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass deine Kollegin ihren Freund auf dich angesetzt hat. Das ist eine reine Vermutung von dir! Ob er sich darauf einläßt und ihretwegen eine Straftat (Körperverletzung) begeht, ist eine weitere Frage, die du nicht beantworten kannst. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der Freund ein Gewaltverbrechen begeht und möglicherweise ins Gefängnis geht, nur weil ihr Probleme am Arbeitsplatz habt? Das steht in gar keinem Verhältnis!

Ich emfpehle dir, auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. Du steigerst dich gerade in etwas hinein, das vermutlich gar nicht geschehen wird. Deine Panik und deine Sorgen sind völlig übertrieben und überzogen. Komme bitte zurück in die Realität!

Alles Gute!

Kommentar von LegendEndgegner ,

ich weiß ich habe es jetzt übertrieben auf geschrieben, nur ich will einfach wenn es mal passieren sollte mich wehren können. damit die erklärung wie geht man vor nach der körperverletzung?

Kommentar von Mignon3 ,

Über die rechtlichen Schritte hat dich der Nutzer "TheGrow" umfassend informiert.

Als Opfer von Gewalttaten kannst du dich noch an den "Weißen Ring" wenden, wenn du Hilfe benötigst:

https://www.weisser-ring.de/internet/

Sei aber sicher, dass dir nichts geschehen wird. Niemand begeht eine so schwerwiegende Straftat, weil du dich mit einer Kollegin zoffst. :-))

Wie ich schon oben schrieb: Wenn die Probleme gravierend sind, dann wende dich an deinen Chef/die Personalleitung und bitte um Intervention und Schlichtung. Damit ist der Streit vermutlich aus der Welt!

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