Meine Tochter geht ins Gymnasium (G8), seit einer Klassenneumischung findet in gewissen Fächern nur noch spärlich Unterricht statt. Die Eltern der "Wilden" wurden schon angesprochen, der Lärmpegel ist groß, gewisse Lehrer diktieren nur noch im Flüsterton, die Jungs klauen Unterrichtsmaterialien z.B. Overheadfolien, leeren Mülleimer aus 3.Stock, einige Jungs machen sich in gewissen Fächern Freistunden...etc. Die Lehrer sind informiert, die Klassenleiterin behauptet alles halb so wild, die Tatsache,- fehlende Unterrichtseinträge, meine Tochter und andere können dem Stoff nicht mehr folgen, schlechte Noten etc. Es gibt kaum Konsequenzen - und wenn - trifft es meist die Falschen.

liebe daria, das kommt mir alles sehr bekannt. in der klasse meiner tochter geht auch ziemlich der punk ab; schule schwänzen u.ä. gibt es bei uns jedoch nicht. vielleicht hängt es auch daran, dass unsere schulleitung ihre "pappenheimer" sehr wohl auf dem radar hat und hart durchgreift - mit verweisen, disziplinarverfahren, etc. was deine situation anbelangt, schließe ich mich wuckels antwort an: schließt euch zusammen, verlangt aktivitäten seitens lehrern und schulleitung, setzt termine. und nicht nachlassen! das wird sicher keine leichte zeit für dich, weil nun viel engagement und geduld gefordert ist. wünsche dir kraft & durchhaltevermögen, linda
Bei der nächsten Elternkonferenz auf den Tisch hauen. Gerade beim Gymnasium sollte eine Schule bereit sein, Störfaktoren auszusondern um den geregelten Unterricht zu bewahren. Und wenn diese zu sehr lahmt, erwägen sie es die Schule zu wechseln. vielleicht einigen sie sich sogar mit Eltern von Klassenkameraden zu der selben Schule zu wechseln, das könnte es für ihre Kinder erleichtern.

Problem ist die antiautoritären Erziehung. Solange Lehrer und Eltern keine Autorität mehr haben wird sich da nichts ändern.
Bei uns (früher) war das Gymn. keine Pflichtschule. Wer nicht spurt muß raus (Grundschule). Wünsche Euch Erfolg für Euren Kampf.
Grundsätzlich schwierig. Hauptverantwortlich aus meiner Sicht sind die Eltern dieser Schüler, denn Massnahmen die die Lehrer ergreifen brauchen Zeit, bis sie greifen, man kann einen schulpflichtigen Schüler nicht so einfach vom Unterricht ausschliessen. In Hauptschulen könnten solche Schüler in Praxisklassen o.ä. versetzt werden, geht am Gymn leider nicht. Also sollten die Eltern der Störenfriede von der Klassenlehrerein bzw. der Schulleitung in die Pflicht genommen werden, im persönlichen Gespräch im Beisein der Schüler. Wenn sich mehrere Eltern zusammen tun und eine Sammelbeschwerde bei der Schulleitung machen (die Namen der Störenfriede sollte enthalten sein) passiert vielleicht schneller etwas. Setzt einen Termin, bis wann Ihr wieder nachfragt und verlangt eine Massnahmen- und Aktivitätenliste bzgl. Eures Anliegens. Nächste Stufe wäre dann die Beschwerde beim Kultusministerium.
Das Problem ist - diese Eltern verteidigen ihre Söhne wie "Löweneltern" - schieben die Unruhe ihrer Kinder auf den langweilig aufbereiteten Unterricht und sehen die Verantwortung bei den Lehrern. Tatsächlich herrscht nicht in jedem Fach derartiges Chaos - dies passiert vor allem bei sehr jungen (wirklich netten) Lehrern - die Situation wird von den "Wilden" eben ausgenutzt. Diese verbraten im wahrsten Sinne des Wortes sehr viel Zeit damit - den Kindern etwas Soziales und Fairness zu vermitteln - leider bis dato mit wenig Erfolg. Die Schulaufgaben und Tests werden natürlich trotzdem geschrieben, leider sind diese Schüler alle ganz gute Schüler, keine Ahnung wie das geht - die Leidtragenden sind Kinder, die sich alles etwas härter erarbeiten müssen. Das Gemeine - die Jungen Lehrer stehen unfähig da, bis dato wollten wir den Schritt zum Direks vermeiden - aber geht wohl nicht anders.
ist bei uns auch so, dauernd fallen Stunden aus, dann sind wieder Prüfungen in höheren Klassen etc. Übe selbst schau mal auf www.catlux.de da sind viele Lernzielkontrollen und Schulaufgen für die Grundschule aber auch für das 8-stufige Gymnasium MfG