Eine meiner Freundinnen hat kürzlich in einer sehr stressigen Geburt ihre Tochter zur Welt gebracht. Obwohl alle gesund sind, ist sie allerschlechtester Stimmung. Ich hab mal von einer postnatalen Depression gehört, könnte das auf sie zutreffen? Sie kümmert sich zwar um die Kleine, ist aber nervlich ziemlich am Ende und man merkt, dass ihr alles extrem schwer fällt. Was könnte man tun, falls dieser Verdacht begründet wäre?

Gerade gestern gab es auch so eine Frage. Meine Meinung, da wie hier: Das, was du vermutest, ist tatsächlich die sog. "postnatale" oder auch "-partale Depression". Und die tritt häufiger auf, als man denkt; wenn es auch bei einigen immer noch eine Art "Tabuthema" ist, weil Mütter per se "glücklich zu sein" haben. Und es allseits immer noch Unverständnis (kombiniert mit Unwissenheit...) gibt - wie du ja auch hier siehst, leider.
Vielleicht findest du hier ein paar hilfreiche Anregungen: http://www.buendnis-depression.de/depression/nach-der-geburt.php

Die Geburt hat bei Deiner Freundin offenbar ein Trauma ausgelöst. (Vielleicht wurde sie auch unbewußt an frühere Momente der Hilflosigkeit erinnert )Eine entsprechend ausgebildete Psychotherapeutin ( die auch Traumatherapie anbietet ) kann da helfen. Der Hausarzt oder das Krankenhaus ist bei der Suche sicherlich hilfreich.

Du kannst gar nichts tun. so etwas gehört in die Hände von Fachleuten. Psychologen oder ähnliche Berufsgruppen.

Dringend zu einen Psychologen, im Krankenhaus sollten sie das Problem aber kennen
Siam1 am 26. Oktober 2008 21:15 meiner Freundin erging es ähnlich.Entsprechend reagierte das Krankenhaus und leitete das Notwendeige ein..Alleine(trotz Verständnis des Ehemannes) hätte sie es nicht geschafft und wäre nicht fähig gewesen das Baby zu versorgen.

unbedingt einen psychologen/psychiater aufsuchen! die erfolgschancen für eine vollständige genesung von der depression sind sehr gut. wenn aber keine hilfe geholt wird kann das sehr gefhrlich für mutter und kind werden. es gibt verschiedene therapien zur behandlung, wobei ich eine musiktherapie oder auch eine systemische familientherapie empfehlen würde. viel glück bei der genesung deiner freundin

Ein Facharzt (Arzt fuer Psychiatrie) muss die Diagnose abklaeren. Dann kann man sehen, was zu tun ist und wo und wie die Angehoerigen mithelfen sollten und womit sie ueberfordert waeren.
Sehr viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Entbindung eine kurze Phase, in der sie besonders reizbar, ängstlich, nervös und traurig sind. Dieser „baby blues“ klingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab. Wenn die depressiven Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten kann sich eine ernstzunehmende Erkrankung mit potenziell schweren Folgen für Mutter, Kind und oft auch die ganze Familie entwickeln: eine Postpartale Depression. Die Postpartale Depression ist eine häufig auftretende psychische Erkrankung nach der Geburt, die professionell behandelt werden muss und auch gut behandelbar ist.
http://www.buendnis-depression.de/depression/nach-der-geburt.php
Normalerweise wird dies schon im Krankenhaus festgestellt und Wege eingeleitet.Wenn dies nicht der Fall ist,gehört sie schnellstens in die Psychologie für eine Therapie. Finde es nicht sehr gut,wie manche über Depressionen herziehen.Die wissen gar nicht,oder wollen es erst gar nicht wissen,daß es sich hierbei wirklich um eine ernsthafte Krankheit handelt.Weil sehr viele leider immer so über diese Krankheit herziehen,meiden viele Betroffene immer häufiger den Weg zum Psychologen,obwohl es dringend notwendig wäre.Es liegt leider viel an der Außenwelt.Schau also bitte,daß sie baldmöglichst einen Termin beim Psychologen bekommt.

Das kann durchaus eine postnatale Depression sein. Vielleicht ist es aber auch "nur" das Gefühl der absoluten Überforderung. Du kannst deiner Freundin versuchen zu helfen, in dem du ihr stark beistehst. Nimm ihr so viel ab, wie es dir möglich ist (Haushalt/Kochen/Einkaufen) und höre ihr einfach gut zu. Nimm Kontakt zu ihrer Nachsorge-Hebamme auf. Die weiß dann auch, wann ein Arzt/Psychologe aufzusuchen ist.