Frage von Caleya, 39

Was tun gegen Zyklusschwankungen?

Eigentlich ist es von Beginn an so gewesen, dass ich starke Zyklusschwankungen zwischen 28 und 40 Tagen hatte. Mit 16 habe ich dann angefangen die Pille zu nehmen. Ich weiß nicht mehr welche es war, nur, dass es wohl eine sehr leichte war, was ja auch für das Alter angemessen ist. Allerdings habe ich die, denke ich, nicht vertragen. Zumindest hat sie nicht gewirkt, wie sie sollte. Ich habe meine Tage trotzdem vollkommen unregelmäßig bekommen, teilweise noch während der Einnahmephase, teilweise erst danach. Ich habe mich damit überhaupt nicht wohl gefühlt und die Pille nach ca. 2 1/2 Jahren wieder abgesetzt. Seit dem habe ich die Pille nicht mehr genommen und denke, dass das auch für mich richtig so ist. Ich möchte meinen Körper nicht mit falschen Hormonen austricksen. Für mich kommt als Verhütungsmittel seit dem nur noch das Kondom in Frage.

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen und ich denke oft und gerne übers Kinder kriegen nach. Der passende Partner ist auch vorhanden. Mein größtes Problem besteht darin, dass die Zyklusschwankungen immer noch, bzw. wieder verstärkt vorhanden sind. Es gab eine Phase, da hatte es sich relativ zuverlässig auf 31 Tage eingependelt, womit ich sehr happy war. Jetzt sind im letzten Zyklus aber schon wieder 37 Tage vergangen. Ich war aus diesem Grund auch schon beim Gyn, welcher festgestellt hat, dass bei mir der Prolaktinwert leicht erhöht ist und in dem überprüften Zyklus aus diesem Grund kein Eisprung stattgefunden hat. Das war natürlich eine Horrornachricht für mich. Da dies möglicherweise aber ein Ausnahmefall war, der auf erhöhten Stress zurückzuführen sein kann, möchte ich meine Werte demnächst noch einmal testen lassen. Der letzte Test liegt in etwa ein halbes Jahr zurück und mein Stresspegel befindet sich, denke ich, wieder auf einem normalen Level.

Nun lege ich natürlich alle meine Hoffnungen in den zweiten Test, doch habe ich ein sehr mulmiges Gefühl dabei, eben auch, weil die starken Zyklusschwankungen praktisch immer vorhanden waren. Mein Kinderwunsch ist sehr, sehr groß und ich habe ziemliche Angst vor einem schlechten Ergebnis. Vielleicht habt ihr ja ein paar Vorschläge für mich, wie ich mich darauf vorbereiten kann. Vielleicht hat die ein oder andere von euch auch schon mal in solch einer Situation gesteckt. Wie ist es bei euch ausgegangen? Zu wissen, dass es da positive Entwicklungen gibt, würde mich zumindest ein wenig beruhigen. Also ich bin offen für alle Tipps, die ihr habt um Zyklusschwankungen zu verhindern, den Prolaktinwert zu senken oder einfach die Chance schwanger zu werden erhöhen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft & schwanger, 18

Ist deine Schilddrüse untersucht worden?

Die Schilddrüsenhormone und die Sexualhormone beeinflussen sich gegenseitig und eine vom optimalen Zielbereich abweichende Stoffwechsellage der Schilddrüse kann zu Zyklusstörungen führen:

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse, einer sognannten Hypothyreose, werden vom Hypothalamus vermehrt Hormone produziert, um das Organ anzuregen. Die freigesetzten Hormone führen gleichzeitig zu einer erhöhten Ausschüttung von Prolaktin.

Auch bei Verletzungen, Narben oder Entzündungen im Brustbereich kann die Hormonproduktion gestört werden und die Konzentration von Prolaktin im Blut steigt an. Deshalb soll die Routine-Untersuchung der Brust nicht vor der Blutentnahme stattfinden.

Oder es handelt sich um eine Funktionsstörung der Hirnanhangsdrüse.

Bei funktionellen Ursachen werden meist Medikamente verschrieben, die die Prolaktinproduktion herabsetzen.

Es ist also durchaus "Land in Sicht"!

Die eigene Fruchtbarkeit wird durch viele Faktoren beeinflusst. Auf vermeidbare Risiken wie Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, Umwelt-Schadstoffe, Medikamente, Übergewicht und Untergewicht sowie starke körperliche Belastungen solltest du achten.

Mit einer gezielten Beobachtung des eigenen Zyklus kann man nicht nur effektiv verhüten, sondern auch die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen. Die "Natürliche Familienplanung" (NFP) ist billiger und besser als z.B. Ovulationstests.

Den Zyklus beobachten bedeutet, die morgendliche Körpertemperatur zu messen und den Zervixschleim oder Muttermund zu beobachten und beides in ein Zyklusblatt einzutragen (symptothermale Methode). So findest du am
besten heraus, ob und wann du einen Eisprung hast.

Schau z.B. mal unter: https://www.mynfp.de/einfuehrung-in-nfp

Probier es vielleicht mal mit Mönchspfeffer (Agnus castus). Der Mönchspfeffer eine von zwei Heilpflanzen, deren Wirksamkeit bei Menstruationsstörungen in klinischen Studien belegt werden konnte.

Hauptinhaltsstoffe sind neben dem Iridoidglykosid Agnusid auch Diterpene, die potentielle Wirkstoffe darstellen. Die Wirkung beruht auf einer Prolaktinhemmung in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse).

Mönchspfeffer kann am besten als Fertigpräparat aus der Apotheke eingenommen werden, es ist als Kapseln, Lösung oder Filmtabletten erhältlich, dabei ist die Tagesdosis auf 30-40 mg standardisiert. Da es sich um eine Langzeitwirkung handelt, sollte man das Präparat ohne Unterbrechung über mehre Monate einnehmen.

http://www.frauen-heilkraeuter.de/kraeuter-frauen/kinderwunsch

Alles Gute für dich, ich drück die Daumen und viel Spaß beim weiteren "Üben"!

Kommentar von Caleya ,

Herzlichen Dank für deine lange und ausführliche Antwort. Ich denke, ich werde Mönchspfeffer jetzt mal ausprobieren, davon habe ich nun schon öfter gelesen.

Kommentar von Super49 ,

Agnolyt pflanzliche Tropfen werden aus Mönchspfeffer gewonnen. 

Kommentar von isebise50 ,

Bitte, gerne - und viel Erfolg!

Kommentar von isebise50 ,

Vielen Dank für deinen Stern Caleya!

Antwort
von bumbettyboo, 16

Hey Du

Mach dir bitte nicht solche Sorgen.
Ich hab die Pille damals auch abgesetzt, weil ich damit nicht zurecht kam und mein Zyklus noch schlimmer war als ohne. Ich hab meine Periode auch schonmal nen Monat garnicht.
Das heißt aber nicht, dass du nicht schwanger werden kannst, du hast einfach wenn sie mal ganz ausbleiben (falls das bei dir auch vorkommt) weniger fruchtbare Tage. Und durch das unregelmäßige ist es natürlich auch etwas schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Aber eben nicht unmöglich.
Der erhöhte Prolaktinwert kann tatsächlich durch Stress kommen, hatte ich auch und bin auch sehr angeschlagen aus der Praxis gekommen. Und ich hatte ohnehin schon nur ne sehr geringe Chance, überhaupt schwanger werden zu können.

Inzwischen bin ich Mama 😉

Versuch einfach nicht darüber nachzudenken, entspann Dich öfter und versuch den Stress ein wenig runter zu schrauben. Vor allem, mach Dir nicht selber welchen.

Kommentar von Caleya ,

Dankeschön für deine Antwort.  Ich versuche mir nicht allzu viel Sorgen zu machen, ist nur einfach nicht so leicht abzustellen, wie du dir vorstellen kannst.
Schön, dass es bei dir geklappt hat! Das gibt mir auch wieder ein wenig mehr Hoffnung. :)

Kommentar von bumbettyboo ,

Stimmt, einfach ist das nicht, aber es geht 😉 nur nie die Hoffnung aufgeben. Ich wünsche euch alles Gute und drück die Daumen 🍀

Antwort
von Super49, 14

Ich hatte früher auch oft Zyklusschwankungen. Meine Ärztin hatte mir Agnolyt, pflanzlichen Tropfen, verschrieben. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. 

http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/AGNOLYT-1500070.html

Kommentar von Caleya ,

Danke für deine Antwort. Ich schau mir die Tropfen mal an. :)

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