Frage von Pferdefreund94, 76

Was tun gegen "trabseln" während dem Ausritt?

Hallo liebe Pferdefreunde,

mein Wallach ist generell richtig brav und händelbar im Gelände. Allerdings hat er im Moment die nervige Angewohnheit, dass wenn wir in Gruppen ausreiten gehen und es nicht nach seinem Kopf geht (er muss sich hinten einreihen, Schritt gehen, etc.) er anfängt zu "trabseln" und sich einzurollen. Da er generell sehr gerne buckelt oder auch mal steigt, habe ich wirklich zu kämpfen, ihn mit Tricks "Kopf nach oben, links- rechts ausrichten, etc." auszutricksen und abzulenken. Was kann ich tun, dass er diese Trabselei aufhört und sich entspannt? Die Trabselei fällt überwiegend auf, wenn er das Gefühl hat, die anderen sind ihm zu schnell oder wenn es Richtung Heimatstall geht. Ich habe schon an kleine Volten gedacht, aber diese lassen uns doch erst recht zurückfallen und er muss erst recht weit hinter den anderen her gehen. Habt ihr Tipps? Ich würde Ihm das zu gerne wieder abgewöhnen, denn es ist echt anstrengend auf Dauer.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 30

ich sehe in 

da er generell sehr gerne buckelt oder  auch steigt..

aber alles andere als "brav und händelbar".

ich lese solche situationen nun hier in wenigen monaten so, so oft. mir fällt dazu wirklich bald nur noch ein:

leute, bitte hört auf, eure pferde brav zu reden. die pferde sind immer alle sooo lieb - bis auf treten, zappeln, beissen, buckeln, steigen und durchgehen...

du solltest vor dem ausritt dein pferd in der halle oder auf dem platz abreiten. und generell bei der dressurarbeit auf klare gangarten und taktreinheiten hinarbeiten.

ein pferd mit einem reiter drauf, der es nicht unter kontrolle hat, gehört in der gruppe ins hintere drittel.

das ist zu deiner sicherheit. und um den rest der gruppe nicht unnötig aufzuheizen. ganz ehrlich ist es schon bald erstaunlich, dass ihr überhaupt noch mitdürft.

und wenn die andern zwischendurch "zu schnell gehen", ist dein zausel entweder erheblich kleiner oder die schrittlänge passt nicht. die "tricks", die du da beschreibst könnten sowohl riegeln, als auch gezuppel sein. traversalen reiten, wäre da viel besser. oder tatsächlich mal die absprache mit dem, der normalerweise den schlussreiter macht (das sollte eigentlich der erfahrenste auf einem erfahrenen pferd sein), dass er sich hin und wieder mal nach dir umsieht, konsequent 20m HINTER der gruppe zu reiten oder das pferd mal für 10 ausritte an deinen trainer oder reitlehrer abzugeben und selbst auf einem ruhigen schulpferd mitzureiten.

ich hatte selber so einen "zackelbarsch". das einfachste ist eigentlich - beine zu, hände nach vorn, bis der zügel durchhängt und dann halt mal  100m wegstrecke piaffieren lassen. das pferd kriegt seine unruhe raus, das tempo entspricht dem normalen schrittempo und das getanze und die kämpfe hören auf. da ich meist mit grosspferdeleuten zusammen ausgeritten bin, gab es halt bei uns keinen schritt, sondern einen langsamen "jog", um das zackeln im schritt zu unterbinden. wenn dein pferd also sehr viel kürzere schritte als die andern macht - dann sollte es jog lernen. jog ist eine gangart zwischen schritt und trab. im unterschied zum tölt gibt es jedoch eine schwebephase.

bei meinem war es, dass er es einfach liebte, bis zum umfallen zu rennen. aber von buckeln oder steigen keine spur.

zusätzlich solltest du vermehrt an der hinterhandaktivität arbeiten. dabei hilft beispielsweise, das hinabreiten von gefälle. allmählich steigern, bis dein pferd in der lage ist, auf dem hintern mit dir oben drauf eine böschung hinunterzurutschen. dieselbe hilfe, die du dafür brauchst, ermöglicht dir später, das pferd über die hinterhand heranholen und arbeiten zu lassen und ihm dennoch nach vorn den raum zu geben. der raum nach vorn macht das pferd ruhiger.

zusätzlich auf dem platz trailparcours erarbeiten und gelassenheitstraining machen. das festigt euer beider teamverständnis.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 6

meine "kleinen" Isländer sind im Schritt viel flotter als die Großpferde.... da sind Probleme vorprogramiert, wenn die Großpferdereiter NICHT ständig treiben wollen oder ich ständig bremsen muß tatsächlich haben wir das so gelöst: der groooße Haffi joggt, Der Tinker muß reell getrieben werden und die Isis gehen Bögen, Traversalen und auch mal Volten in den Einfahrten, wenn ich keine Zeit habe, sie vorher abzutoben... so können alle doch am recht losen Zügel gehen und wir kommen gemeinsam an - meistens ;-)) manchmal trennen wir uns auch für eine gewisse Wegstrecke und die Flotten gehen den weiteren Weg, die langsamen die kürzere Strecke. Aber zackeln - das geht gaaar nicht!

Antwort
von cxlinx01, 42

Hallo :)Vllt wenn es geht öfter alleine b.z.w. Zu zweit ausreiten Vllt kannst du ihn so besser beruhigen indem ihr beiden einfach mal versucht länger stehen zu bleiben wenn es anfängt oder so ? Oder du longierst ihn vor deinem Ausritt ein wenig damit er nicht so viel Energie hat und sich entspannt oder hast du schonmal versucht einfach nur die Zügel bisschen länger zu lassen und damit ein wenig rum Zuspielen (kleine ,viele Hilfen geben ?) 

Hoffe ich konnte dir helfen 

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