Frage von Nanaellebal, 77

Was tun gegen total kaputte, dünne Haare?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 72

Einerseits sollte man Haare einfach nicht erst kaputt machen, denn von selbst tun die das nicht   . . .  Haare sind, sobald sie aus der Kopfhaut wachsen, "totes Material" ohne Eigenfunktion und/oder gar ein Eigenleben.

Was deine vermeintlich "dünnen Haare" betrifft: Hast Du denn "dünnes Haar" (= wenig Haare, lichtes Haar, etc.) oder einfach "nur" feines Haar?

Feines Haar haben sehr viele Menschen - damit stehst Du also nicht wirklich alleine da und bist dadurch weder irgendwie "exotisch" oder besonders betroffen.

Eine der goldenen Regeln lautet "je feiner das Haar, desto kürzer der Schnitt", denn es gibt einfach zig fetzige, chice Haarschnitte, die selbst bei feinem Haar noch eine einigermaßen "füllige" Optik generieren  ... was aber wiederrum ab einer bestimmten Haarlänge dann einfach nicht mehr funktioniert  ..... je nach Feinheit, Struktur, Beschaffenheit und Zustand der Haare, die hier nun in Deinem Fall natürlich niemand definitiv begutachten und beurteilen kann, weil hier niemand Deine Haare direkt vor sich hat, sie betrachten und fühlen kann.

Dafür gibt es aber auch in Deiner Umgebung erfahrene, versierte Fachleute und an die kann man sich vertrauensvoll wenden.

Ansonsten schreibst Du ja leider nicht, wodurch Deine Haare so kaputt geworden sind, daher lässt sich auch kaum etwas dazu sagen, was Du besser aus Deinem Umgang mit Deinen Haaren streichen solltest.

Wichtig wäre auf jeden Fall, dass Du Dich eingehend zum Thema generellen Schnitt und Haarlänge beraten lässt  ....  und eine Beratung kannst Du Dir ja auch von mehreren Fachkräften erst einmal anhören und wo Du das beste Gefühl hast, nimmst Du dann auch einen Termin mit oder bleibst gleich sitzen.

Wichtig ist natürlich, gerade bei feinem Haar (und das vermute ich jetzt ehrer als dünnes Haar) der achtsame, nachhaltige Umgang mit den Haaren, die Ernährung, die Vermeidung von Mangelerscheinungen, reichlich Wasser trinken (mind. 2 Liter täglich) und gerade in nassem Zustand immer darauf zu achten, dass die Haare nie gerubbelt, gezogen oder sonstwie strapaziert werden, denn in nassem Zustand ist selbst kräftigeres Haar einfach nur absolut hyperempfindlich und ultraleicht verletzbar.

Achte peinlichst darauf, Deine Haare korrekt zu waschen:  Das Shampoo gehört ausschließlich auf den Kopf und auch nur dort wird aktiv shampooniert/massiert. Nach der Haarwäsche nur mit einem grobzinkigen (möglichst Naturholz) Kamm durch die Haare und auch niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln.

Verwende auch nur ein mildes Shampoo, wenn nicht sogar ein Babyshampoo ... oder welchsle gleich zu einem hochwertigen Naturprodukt wie z.B. dem "Shampoo & Duschbad Basis" von SANOLL, denn das kannst Du dann auch zur Haaransatzwäsche verwenden, bei der Du einfach Shampoo + Wasser 1:10 bis max. 1:20 in einer Auftrageflasche mischst, diese Mischung bei trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang aufträgst und dann shampoonierst.    Dadurch ersparst Du Deinen eh schon recht feinen Haaren auch noch mittel- bis langfristig hektoliterweise Wasser und Wasser trocknet bekannterweise Haare aus.

Geh behutsam mit Deinen Haaren um, vermeide Berührungen mit Metall (Spangen, Klammern, etc.), verzichte auf hohe Temperaturen (menschliches Haar verträgt unbeschadet bis 60 Grad Wärme  ....  Glätteisen z.B. arbeiten mit Temperaturen um 160/180 Grad), spüle auch nie mit heißem Wasser aus .... je kühler, desto besser.

Verteile durch die täglichen 100 Bürstenstriche die Talgablagerungen von deiner Kopfhaut in die Haarlängen, denn Haare brauchen Talg für ihren Schutz, für deren Geschmeidigkeit und den natürlichen Glanz.

Eine der besten Bürsten für die regelmäßigen Bürstenstriche ist und bleibt die Naturbürste mit Wildschweinborsten von KOST für ca. 37,00 EUR (z.B. bei amazon) mit den ergonomischen Griffmulden rund um den Borsten-Bereich, durch die man auch den notwendigen Druck generiert ohne dass man nach 20 - 30 Bürstenstrichen die Handgelenke unangnehm spürt.

Diese Bürste steht denen für 70 - 180 EUR qualitativ in nichts nach und sollte in keinem Haushalt fehlen.

Wenn Du das alles beherzigst, wirst Du schon nach relativ kurzer Zeit positive Veränderungen feststellen und wenn Du davon nicht abweichst, hat Du zukünftig auch noch mehr Freude an Deinen Haaren.

Wenn Du ansonsten noch Fragen hast, schreib mich ruhig auch direkt an .... es gibt für alles Lösungen und Wege .... und die müssen nicht einmal damit zu tun haben, dass man Berge von Produkten ansammelt.

Für die Haarspitzen taugen 4 reine Naturöle zur Pflege (wenn sie gespalten sind, gehören sie natürlich abgeschnitten): Argan-, Mandel-, Macadamia- und Jojobaöl  ....  aber eben ausschließlich die reinen Natuöle und die einfach nur sehr sparsam zwischen den Fingerkuppen verteilt sachte, sanft und vorsichtig in die Spitzen einmassiert.

Kommentar von Nanaellebal ,

Vielen Dank :) ich habe sehr feines Haar. Leider sind meine Haare nicht durch Hitze (also glätten, föhnen, locken,...) kaputt, da ich nichts dergleichen mache. :( aber trotzdem danke :) ich werde es mal mit den ölen versuchen 

Kommentar von Andreas Schubert ,

Aus welchen Gründen auch immer Haare kaputt sind  ....  wenn man sie korrekt behandelt und pflegt, sollten die das nicht lange sein.

Und wenn es weiterhin anhält, obwohl Du alles beachtest, dann hilft nur der Gang zum Doc und einige Untersuchungen hinsichtlich Mangelerscheinungen, u.s.w.

Antwort
von lely00, 77

Gegen kaputte Haare kann man leider nichts machen außer zum Friseur gehen. Meine Freundin hat alles versucht doch es bringt leider nichts & ist zeitverschwendung geh zum Friseur & nicht vergessen. Gesunde Haare wachsen schneller;)

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