Frage von Mspschweta5, 53

Was tun gegen suizid Gedanken?

Hey ich habe seit ca 3 Wochen suizid Gedanken und Samstag abend hab ich versucht mich umzubringen der Grund dafür ich werde in der schule gemobbt und sogar manchmal geschubst Ich weiß nicht mehr was ich machen soll

Support

Liebe/r Mspschweta5,

Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüße

Ted vom gutefrage.net-Support

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 9

Hallo Mspschweta5,

es ist leider so, dass andere manchmal richtig grausam sein können. Sie machen sich einfach nicht die Mühe, sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen und fragen sich auch nicht, wie sehr ihre Worte und Handlungen einen anderen verletzen können.

Ja, warum gibt es Menschen, die andere diskriminieren? Da gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel ist es manchen früher ähnlich ergangen. Manchmal sind es auch die schlechten Vorbilder, die Kinder zu Hause haben, wenn Kinder sehen, wie Eltern, ältere Geschwister oder auch andere in der Familie miteinander umgehen. Des weiteren kann auch die eigene Unsicherheit oder ein Minderwertigkeitskomplex dahinter stecken. Wer andere erniedrigend behandelt, spielt den Starken, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken.

Wichtig ist auch zu wissen, wen sich diejenigen, die andere heruntermachen gern als Opfer aussuchen. Das ideale Opfer ist jemand, der wenig Freunde hat und meistens allein dasteht. Auch kann ein andersartiges Aussehen, wie beispielsweise die Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Behinderung einem diskriminierendem Verhalten Vorschub leisten. Man wird auch dann schnell zum Opfer, wenn man wenig Selbstvertrauen hat. Der Täter hat es bei solchen Personen ziemlich leicht, da sie sich meistens nicht wehren. Nun aber zum wichtigsten Punkt: Was kannst Du selbst tun, um aus der Opferrolle frei zu kommen? Hier sind einige Strategien, die Dir helfen könnten:

Versuche gelassen zu bleiben. Wer gelassen und ruhig bleibt, nimmt dem Angreifer den Wind aus den Segeln. Er bietet ihm keine Angriffsfläche mehr, da seine Schikanen ins Leere führen. Wenn man also dem anderen offen seine Gefühle zeigt, dann ist man ähnlich ungeschützt, wie in alter Zeit eine Stadt ohne Mauern - für jeden Feind eine leichte Beute. Wer jedoch seine Gefühle im Zaum hält, der ist für den Angreifer gleichsam uneinnehmbar. Das sagt sich natürlich leichter, als es ist und erfordert eine Menge Selbstbeherrschung.

Trete den Rückzug an, wenn es gefährlich wird. Es ist immer das Beste, Situationen und Orte zu meiden, wo der Angreifer ein leichtes Spiel hat. Hier gilt nicht das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" sondern der Rückzug. Das hat nichts mit Feigheit, sondern eher mit Klugheit zu tun.
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, der feindschaftlich gesinnten Person gegenüberzutreten und ihm mit fester Stimme zu sagen, dass man sein Verhalten überhaupt nicht mag, dass es nicht witzig ist und es einen verletzt. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, nicht herausfordernd oder beleidigend aufzutreten.

Suche auf jeden Fall das Gespräch mit einem verantwortlichen Erwachsenen. Es wäre gut, ihm genau Deine Situation zu erklären und ihn um Unterstützung zu bitten. Wenn es um hartnäckige Beleidigungen u.ä. geht, dann solltest Du auf keinen Fall zögern, Dir schnell Hilfe und Unterstützung zu holen. Allein wirst Du mit der Situation wahrscheinlich nicht fertig.

Wer Opfer von diskriminierendem Verhalten geworden ist, den mögen auch folgende Gedanken trösten: Gott versteht genau, was Menschen durchmachen, die schlecht behandelt werden und sie sind ihm nicht gleichgültig. Ich fand einen Text der Bibel besonders trostreich, der sehr gefühlvoll beschreibt, dass sich Gott um die Benachteiligten und Schwachen kümmern wird: "Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen "(Psalm 72:12-14). Dieses Versprechen schließt auch diejenigen ein, die von anderen schlecht behandelt werden. Ich habe hier auch die Bibel angeführt, da sie einem in Notzeiten viel Trost und auch hilfreiche Ratschläge geben kann. Sie zeigt auch, dass die Zeit kommen wird, in der es keine Menschen mehr geben wird, die andere diskriminieren und schlecht von ihnen reden.

Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, Dich künftig besser gegen die Angriffe der anderen wehren zu können, ohne dabei jedoch einen Gedanken an Rache zu haben. Versuche einfach, so gut es Dir möglich ist, die obigen Ratschläge umzusetzen. Sie haben schon vielen geholfen, der Sache ein Ende zu setzen oder zumindest besser damit umgehen zu können. Alles Gute und viel Erfolg!

LG Philipp

Kommentar von Philipp59 ,

Vielen Dank für den Stern!

Antwort
von srbin31611, 21

Rede mit deinen Eltern, Lehrern etc. Sie werden dir schon helfen können oder lenk dich mit deinen Hobbies ab (Sport,Zeichnen USW)

Antwort
von HDXFTGHF, 12

Darf ich fragen wie alt du bist? 

Denn als ich so ca. 12 oder 13 war, hatte ich auch mal die Situation das jemand aus meiner Klasse meinte, mich mobben zu müssen. Er hat dann noch seine 2 oder 3 Freunde dazu animiert, es ihm gleich zu tun.

Meine Lösung für das Problem war recht simpel, ich bin in der Pause zu ihm gegangen, hab ihn ein bisschen blöd angemacht und als er ankam, hab ich ihm so eine geballert, dass seine Platzwunde an der Schläfe mit 5 Stichen genäht werden musste. 

Nach dem er nach einer Woche "Erholung" wieder in der Schule war, war er natürlich nicht so gut auf mich zu sprechen. Aber, der Typ und auch seine Freunde haben sich nie wieder getraut, auch nur noch ein Wort zu mir zu sagen.

Antwort
von Blitz68, 19

was sagen deine Eltern dazu ?

warst du mal bei deinem Arzt deswegen ?- der könnte dich kompetenter beraten als das Internet

Antwort
von NoLimitsNoFun, 28

Reagieren ist die Lösung! Handeln...

Antwort
von EIfenstaub, 11

Reden!!!! 

 

Mit Deinen Eltern, mit einem Vertauenslehrer, mit Deinem Arzt. 

Nur eines darfst Du auf keinen Fall manche: diese Honks gewinnen lassen.  

LASS dich nicht mobben. Biete ihnen die Stirn...indem Du sie ignorierst. 

Such Dir aber unbedingt Unterstützung, jemanden, der Dir zuhört, Dich stärkt und Dir bestätigt, dass DIE krank sind. 

Notfalls denke über einen Schulwechsel nach.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community