Frage von Implord, 52

Was kann ich gegen Nervosität/Angst tun?

Wer meine Fragen verfolgt, weiß ja, dass ich Probleme mit Angst und Panik und Nervosität und im Grunde mit dem ganzen Wortfeld habe. Nun, die letzten physischen Untersuchungen sind in zwei Wochen, die psychische Behandlung hat begonnen, aber ich leide noch immer unter meinen bescheuerten Nerven... Zumal die physischen Symptome, die mich so nervös und gestresst machen, anscheinend eine Reaktion meines Körpers aus Nervosität und Stress sind. Meine Anatomie ist ein Genie. Reimt sich sogar.

Um nicht vom Punkt abzuweichen, was ja gar nicht meine Tendenz ist (selbst meine Psychologin beklagt sich darüber... Nein, warte, das ist nicht das Thema...), ich bräuchte nochmal Tipps, wie ich gegen Nervosität und Angstzustände ankomme. Ich trinke Tee, ich versuche mich abzulenken, aber wann immer ich sehe, wie mein Bauch pocht, werde ich nervös und mir bricht kalter Schweiß aus. Dann pochen meine Finger und ich denke mir "Pochen die erst jetzt, oder bemerke ich es erst jetzt?" und mir wird mittlerweise schwindelig, wenn jemand von Adern oder Bluttransport oder ähnlichem redet.

Am meisten stört mich, wie es zum zentralen Punkt meines Lebens und Denkens geworden ist. Ich verbringe mein Leben nur noch damit, mich von diesem Pulsieren ablenken zu wollen.

Wenn irgendjemand weiß, was ich tun kann (außer die Zeit meiner armen Internistin und meiner weniger armen, weil lächerlich gut bezahlten, Psychotherapeutin zu beanspruchen), bitte, ich bin verzweifelt.

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von mistergl, 52

und meiner weniger armen, weil lächerlich gut bezahlten, Psychotherapeutin zu beanspruchen)

:D Gut.

Evtl den Therapeuten wechseln? 

Nun, die letzten physischen Untersuchungen sind in zwei Wochen, die psychische Behandlung hat begonnen, aber ich leide noch immer unter meinen bescheuerten Nerven

Andererseits: Das braucht Zeit. Lass dich auf die Therapie ein und kämpfe nicht gegen an. Sonst verläuft die nämlich mit bestimmter Sicherheit ins Nirvana und du kannst es dir sparen.

Kommentar von Implord ,

Ja, ich weiß. Ich halte meine Therapeutin auch für fähig und alles, ich habe nur Angst, dass niemand etwas findet oder erklären kann und ich weiter mit dieser Angst leben muss. Oder, alternativ, innerhalb der zwei Wochen bis zum Ultraschall an einer Ruptur sterbe.

Und dieser Gedanke bestimmt mein ganzes Leben!

Kommentar von mistergl ,

Du stirbst nicht ;) Bleib cool und warte auf die Ergebnisse. Wie gesagt, psychische Sachen zu diagnostizieren ist anders als ein Husten oder sowas. Das braucht Zeit und Geduld. Aber verständlich das du nicht länger damit leben willst.

Kommentar von Implord ,

Danke. Kannst du den "Du stirst nicht"- Teil irgendwo festmachen oder ist das eine eher freie These. Ich meine, meine kleine Schwester meinte, ich könne gar nicht sterben, weil es heißt "Die Besten sterben jung" und so alt wäre ich noch gar nicht. Ich sagte ihr, sie sei echt die Beste im Aufmuntern. Ich denke, sie hat seitdem Albträume...

Aaaaber ich schweife schon wieder ab.

Kommentar von mistergl ,

Kannst du den "Du stirst nicht"- Teil irgendwo festmachen oder ist das eine eher freie These.

Ich glaub einfach das ist übertrieben. Und passt zu deinen Angstzuständen, die ja nicht selten eher fiktiv bzw Einbildung sind. Hallo Paranoia.

Ich sagte ihr, sie sei echt die Beste im Aufmuntern. Ich denke, sie hat seitdem Albträume...

Obwohl ich da nicht ganz den Zusammenhang verstehe :)

Aber deine Schwester ist klasse... :) Ich wette die gibt dir Kraft!

Aber nochmal mein Tipp: Versuch dich auf die Therapeutin bzw die Therapie einzulassen. Evtl lohnt es sich ja am Ende für dich.

Sry aber man kann hier nuf oberflächlich Ratschläge geben, schliesslich kennt hier nienmand deine genaue Situation.

Deswegen. Viel Glück

Kommentar von Implord ,

Ja, danke... Ich werde es brauchen...

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Körper, 31

Das sind nur die Stresshormone - am Besten hilft Ausdauersport wie z.B. Joggen, Schwimmen, Radfahren etc. - Bewegung baut Stresshormone ab, entspannt dadurch den Körper und macht den Kopf frei.

Einen weiteren wirksamen Tipp findest Du hier.

http://www.wasser-und-salz.org/blog/magnesium-das-salz-der-inneren-ruhe/

Kommentar von Implord ,

Alright, thanks!

Kommentar von bodyguardOO7 ,

No problems !

Antwort
von sonnymurmel, 39

Hey

ich würde dir empfehlen den Therapeuten zu wechseln ( manchmal ist das sehr sinnvoll) . Ich denke du steckst noch mitten in deiner Angst/Panikstörung. Dir Tipps zu geben wie du dich verhalten sollst/kannst, ist sehr schwierig und das sollte auch ein Fachmann/frau manchen. Ich würde eher nach einem Verhaltenstherapeuten schauen und nicht einer der nur  "analytisch" rangeht. Die richtige Therapeutensuche kann manchmal nervig und zeitaufwändig sein- und manchmal passt es eben erst beim Dritten oder Vierten....

Ich wünsche dir viel Glück. Lg

Kommentar von Implord ,

Ich hatte zwei Sitzungen bei der Frau. Sie ist noch dabei, sich ein Bild von ihr zu machen. Ich werde den Tehrapeuten nicht wechseln, bevor er überhaupt mit der therapie begonnen hat.

Kommentar von sonnymurmel ,

Ok da hast du natürlich recht. Wenn du das Gefühl hast dass es paßt musst du natürlich nicht wechseln. Auch wenn es für dich schwierig auszuhalten ist... .aber nach zwei Sitzungen kannst du noch nicht erwarten dass sich etwas ändert. Lg

Kommentar von Implord ,

Es geht nicht darum, dass es zu langsam hilft, ich hätte nur gerne Tipps wie ich bis dahin keinen Nervenkollaps erleide.

Kommentar von sonnymurmel ,

Wenn es so einfach wäre, hätte man für jede Art von Angst/Panikstörung einen 10 Punkteplan den man abarbeiten muss...verstehst du was ich meine?

Ein einfacher und auch simpler Tipp wäre aber: Bewege dich viel an der frischen Luft, und versuche dich abzulenken ( Sportverin,Musikverein,mit Freunden,rausgehen,Yoga, ect.....) Hast du Hobbies?

Kommentar von Implord ,

Ich schreibe gerne, aber ich kann mich aufgrund meiner Nervosität auf keine StoryLine konzentrieren. Fear is the mindkiller.

Kommentar von sonnymurmel ,

Ich denke dann wäre es besser du würdest dich draußen (sportlich) betätigen. Das lenkt auf jeden Fall ab.

Kommentar von Implord ,

Warum ist die Antwort auf alles immer Bewegung? >_<

Antwort
von voayager, 32

Atemtherapie - Autogenes Training, Jacobsches Entspannungstraining - respiratorisches biofeedback - Yoga - Psychotherapie - Beruhigungsmittel

Kommentar von Implord ,

Too much input~ *_*

Kommentar von voayager ,

wie kann ich dir sonst behilflich sein?

Kommentar von Implord ,

Versteh mich nicht falsch, ich danke dir für deinen Rat, nur... Ich gucke immer Online nach, was das für Sachen sind, die man mir vorschlägt. So... viel... Lesestoff... Aber danke, wirklich!

Antwort
von stonitsch, 17

Hi implord,man nennt das "Phobie",das heisst diffuse Ängste verbunden mit Panikattacken.Man kann kurzfristig Benzodiazepine anwenden.Das Abhängigkeitspotential ist leider hoch.Eine psychische Aufarbeitung ist indiziert.Die Krankenkasse müsste zumindest einen Anteil der Kosten übernehmen.Ein Antrag ist erforderlich.LG Sto

Antwort
von Lily674, 12

So ging es mir auch.
Allerdings habe ich nie irgendeine Therapie gemacht.
Wenn du wieder solche Ängste hast, atme ganz normal ein und aus. Beruhige dich selbst und sage dir, dass du dir das ganze nur einbildest.

Kommentar von Implord ,

Ich versuchs.

Antwort
von LoraBora, 48

Wo vor genau hast du angst?

Schon mal was von suggestion gehört?


Kommentar von Implord ,

1. Davor, dass meine pulsierende Bauchaorta Zeichen einer tödlichen Krankheit ist und ich plötzlich, tragisch und unter Qualen sterbe.

2. Ich denke schon. Es bedeutet, dass meine Annahme, eine Krankeheit zu haben, zum Auftreten der entsprechenden Symptome führt. Das Problem ist, dass ich keine Ahnung habe, welche Krankheit ich haben könnte, ich habe nur dieses eine ätzende Symptom und kann damit nichts anfangen.

Kommentar von LoraBora ,

Das ist eben die suggestion.

Du suggerierst dir selbst das du Totkrank bist.

Wenn der Geist krank ist ist auch der Körper krank.

Du solltest dir selbst einreden das es nicht schlimm ist und das du noch ein langes Leben vor dir hast.

So blöd wie sich das anhört gibt es bereits Studien dazu das die Selbstsuggestion Berge versetzen kann oder eben in deinem Fall Berge einebenen kann.

Das ist wie der Placebo-Effeckt. Du suggerierst dir selbst das du nach einnahme der Medikamente(Placebo) geheilt wirst oder dich besser fühlst.

Autogenes Training wäre für dich auch empfehlenswert.

Kommentar von Implord ,

Darf ich dich darauf aufmerksam machen, dass ich mir nicht selbst ein Placebo verabreichen kann? Weil ich, y'know, weiß, dass es kein echtes Medikament ist.

Und wenn ich es mir einreden könnte, würde es tun. Ich versuche es seit sechs Monaten.

Kommentar von Implord ,

Uh... Danke für deine Ratschläge, trotzdem. Ich wollte nicht undankbar klingen. Nur Problematiken anmerken und so... Sorry.

Kommentar von LoraBora ,

Es tut mir leid das ich dir nicht weiter helfen kann.

Kommentar von Implord ,

Wer weß? Ich lese mir grad die Wikipedia Seite für Autogenes Training durch, vielleicht wird das ja etwas.

Kommentar von LoraBora ,

Ich hoffe es für dich. Es gibt auch viele Hausärzte die das selber anbieten.

Kommentar von Implord ,

Meiner nicht. Denke ich. Er hat mich nur an die Jugendpsychiatrie überwiesen... :D

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