Frage von HelftMir123, 122

Was tun gegen leichtsinnige/unreife Autofahrer?

Gibt es eine Möglichkeit, leichtsinnige oder einfach unreife Autofahrer, die das Leben der anderen Verkehrsteilnehmer wissentlich und mit voller Absicht gefährden, zu Rechenschaft zu ziehen (angenommen man merkt sich deren Kennzeichen und/oder kann deren Verhalten bezeugen bzw. beweisen)?

Jedes Mal, wenn ich auch nur eine kurze Strecke fahre, begegnet mir mindestens ein Autofahrer, der seinen Führerschein wohl alleine durch Bestechung erhalten hat. Vom nicht Abblenden (oder Aufblenden mitten im Ort, mit einem Abstand von wenigen Metern hinter mir bzw. beim entgegenkommen, am besten noch mit diesen nervigen Xenon-Scheinwerfern), viel zu dichtem Auffahren + Drängeln bis zum Überholen in völlig unpassenden Situationen oder einfach dem völligen Ignorieren dieses tollen Hebels namens "Blinker". Es nervt, es gefährdet täglich die Leben der anderen Verkehrsteilnehmer und zeugt schlicht von Unreife und fehlendem Einschätzungsvermögen der Folgen des eigenen Handelns.

Wieso ist es eigentlich erlaubt, dass Radiosender und Internetseiten vor Blitzer warnen? Welcher Sinn hat dieser, wenn gerade die, die es mal richtig nötig hätten, direkt davor quasi eine Vollbremsung hinlegen nur um danach wieder auf die 70-100 km/h Innerorts zu beschleunigen? Was ist daran so schwer, eine "50" oder eine "70" von einer "180" zu unterscheiden?

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 63

Dass Autofahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, andere Verkehrsteilnehmer je nach Verstoß behindern und gefährden können, steht ausser Frage. Nur: Was nützt es dir, ein Kennzeichen zu wissen, wenn du den Fahrer nicht benennen kannst? Nichts.

Und willst du jeden, der nicht blinkt, anzeigen?

Zeige du Reife, indem du dich immer an die Regeln hälst, nie einen Fehler machst und das Fehlverhalten Anderer durch dein verantwortungsvolles Handeln kompensierst.

Kommentar von HelftMir123 ,

Zumindest könnte man so den Halter des Fahrzeuges ausfindig machen. Klar, dieser muss nicht unbedingt Schuld am Verhalten des eigentlichen Fahrers tragen, bei Geschwindigkeitskontrollen hat man allerdings ja auch das Selbe Problem.

Natürlich nicht, eine Verwarnung bei absolut kritischem Verhalten sollte aber möglich sein. Mir ist natürlich auch klar, dass jedem Mal ein Fehler passieren kann, jedoch sollte man aus diesem auch lernen können - dazu fehlt nur meist die Einsicht, überhaupt einen gemacht zu haben. Es ist ja viel "cooler" zu zeigen dass man die Kurve sicher auch mit 120 packt...

Das versuche ich,sowie natürlich viele andere Autofahrer auch. In unserer Gegend werden dennoch viel zu viele Unschuldige regelmäßig mit in den Tod gerissen. Diese Unfälle sind in 90% der Fälle vermeidbar und an Stellen, die für ihre Tücken längst bekannt sind...

Kommentar von ronnyarmin ,

Den Halter des Fahrzeugs zu ermitteln nützt nichts, weil der Fahrer unbekannt bleibt.

Was möchtest du denn jetzt wissen? Verkehrskontrollen werden durchgeführt, und somit auch Verkehrssünder erwischt. Dass nicht jeder Verstoß geahndet werden kann, sollte klar sein.

Kommentar von HelftMir123 ,

Das ist mir klar, und deswegen wollte ich wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, da etwas nachzuhelfen. Oder einfach, ob man sich selbst absichern kann (sollte es durch einen anderen Verkehrsteilnehmer zum Unfall kommen, dieser jedoch Fahrerflucht begehen). Nein, ich wollte nicht jede Kleinigkeit "petzen", nur scheinen die normalen Kontrollen hier nichts zu bewirken. 

Außerdem würde es mich interessieren, wieso z.B. Blitzer bekannt gemacht werden dürfen - sie sind so schließlich recht wirkungslos. 

Kommentar von dfllothar ,

Das mit dem " Blitzer bekannt geben " wurde schon mal im Fernsehen durch ein Gespräch mit der Verkehrspolizei geklärt:

Das Bekanntgeben über den Verkehrsfunk im Autoradio wird von der Polizei ausdrücklich für vorteilhaft genutzt, um dann anschließend den Ort der Überwachung zu wechseln und an anderer Stelle wieder Messungen durchführen zu können.

Da die über den momentanen Ort der Überwachung informierten Autofahrer das alsbald nicht mehr Vorhandensein der dort aufgestellten Mess-Einrichrichtungen nicht gleich mitbekommen, kann so wieder an an anderer Stelle die Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt werden.

Es gibt ja nicht so viele Mess-Wagen, um an allen Gefahren-Stellen Kontrollen durchführen zu können.

Kommentar von HelftMir123 ,

mh danke für diese Erklärung :) 

Ich verstehe nun zwar, was damit bezweckt werden soll....nur irgendwie bremsen die meisten dann halt für 100 Meter ab nur um danach und davor trotzdem viel zu schnell zu fahren :/

Kommentar von 19Michael69 ,

Also wir haben hier sogar ein "regionales Blitzer-Radar" mit eigener Internetseite. Diese Angaben stimmen immer und die Ordnungshüter wechseln nicht den Platz.

Macht doch auch Sinn. Das Ziel, dass die Leute dort langsam fahren, wird dadurch erreicht.

Gruß Michael

Antwort
von 19Michael69, 9

Hallo,

rücksichtslose Raser und Deppen gibt es leider wirklich zur Genüge, aber ...

... ich gebe Hegemon vollkommen Recht - du musst ruhiger werden.

Sorry, aber wenn dir das bei jeder Fahrt passiert, siehst du das dann nicht ein wenig zu eng? Schätzt du die Situationen vielleicht auch manchmal falsch ein?

Schon mal daran gedacht, wie die anderen dich erleben?

Man muss eine Situation immer von zwei Seiten betrachten.

Mal ein Beispiel: Wenn jemand seelenruhig mit 60 km/h über die Landstraße schleicht, dann ist es auch kein Wunder, wenn der dahinter dicht auffährt, vorbei will und eventuell auch unpassend überholt. Der Verursacher war aber das schleichende Hindernis mit 60 km/h auf der Landstraße.

Ich war 12 Jahre im Außendienst und bin zigtausende Kilometer über deutsche Straßen gefahren. Glaube mir, da gab es mehr als genug der von dir beschrieben Situationen ;-)

Wenn ich mich da jedes Mal hätte aufregen wollen, dann hätte ich wohl irgendwann einen Herzinfarkt erlitten.

Ein Bekannter meint sogar, er müsste andere direkt strafen und belehren. Der legt sich dann durch seltsame Aktionen während der Fahrt mit den anderen an und ist dadurch kein Deut besser als die, über die er sich - vielleicht sogar zu Unrecht - geärgert hat.

Er ist dann viel schlimmer und macht die Sache erst recht gefährlich.

Also zum einen nicht ärgern, wenn es wirklich gerechtfertigt ist. Meistens sind es doch wirklich nur Kleinigkeiten.

Und zum anderen das Ganze auch immer mal aus der Sicht des anderen sehen. Vielleicht ergibt sich dadurch ein ganz anderer Blick darauf ;-)

Viele Grüße

Michael


Kommentar von HelftMir123 ,

Ich verstehe was du meinst, allerdings bin ich niemand, der mit 60 auf der Landstraße schleicht  - im Gegenteil, ich fahre sehr gerne Auto und auch gerne schnell. Nur stelle ich meinen perönlichen Fahrspaß nicht über die Sicherheit anderer Menschen. Innerorts ist bei 50 bzw 30 eben Schluss, Außerorts bei max. 100 (wenn Sicht und Fahrbahn dies zulassen, bei uns gibt es sehr gute aber auch sehr schlechte Strecken). Wer mehr will soll auf die Autobahn bzw am besten auf ne Rennstrecke, da kann man zum Teil auc mit Privatautos Spaß haben. 

Ja, wenn ich für wenige Sekunden geblendet werde oder jemand hinter mir Fernlicht an hat mögen das Kleinigkeiten sein. Doch diese können Menschenleben kosten und sollten daher vermieden werden. Oft passiert so etwas ja auch aus Faulheit oder Unwissenheit, nicht nur weil man mal einen Fehler machte (was ja apssieren kann)

Du hast allerdings völlig recht, "Racheaktionen" wähernd der Fahrt sind genau so gefährlich. Darum versuche ich ja immer, ruhig weiter zu fahren. Es ist aber nunmal sehr unangenehm, wenn man genau weiß, dass man im Gefahrenfall nicht  bremsen kann, ohne den Drängler im Kofferraum sitzen zu haben. 

Nur weil jemand langsam fährt heißt das übrigens nicht, dass man drängeln muss um zu überholen, das kann man auch normal tun. Nicht, dass du das gesagt hättest, aber manche meinen leider, eine wie von dir beschriebene Situation mit den 60 kmh rechtfertigen so ein Verhalten. Der Schleicher hat in manchen fällen ja sogar einen Grund, wie z.B schlechte Beschleunigung des Autos (er braucht einfach läger als der hinter ihm, um zu beschleunigen), Unsicerheit wegen des Alters, der unbekannten Strecke oder es handelt sich um einen Tracktor o.ä. 

Kommentar von 19Michael69 ,

Auch ich verstehe dich - keine Frage.

Und das mit dem Schleicher auf der Landstraße war ja auch nur ein Beispiel.

Ich kann dir nur den Rat geben, die Sache nicht so nah an dich heranzulassen. Das spart eine Menge Nerven - glaube mir.

Versuche es einfach mal.

Gruß Michael

Antwort
von dfllothar, 25
Blitzer-Warngeräte zum Selbsteinbau ?

Absurrt ! Es werden im Internet diese Warneinrichtungen vielfach angeboten, sogar mit dem Werbehinweis " Nie mehr Punkte in Flensburg " oder " Retten sie ihren Führerschein " durch rechtzeitiges Warnsignal bei Annäherung an eine Mess-Station.

Jedoch: Der Kauf solcher Geräte ist zwar erlaubt, aber die Benutzung gesetzlich verboten !

Ich hab in meinem Auto ein Navi-Gerät von TomTom mit standardmäßig gespeicherter Anzeige von Blitzer-Orten, das bei Annäherung an solche ein Warnsignal abgibt. Hin und wieder bekomme ich automatisch darauf das Angebot, über Software-Update Aktualisierungen die neuesten Informationen zu installieren.

Da frage ich mich doch

Warum ist soetwas nicht absolut verboten ?

dfllothar grüßt euch !

Antwort
von hawking42, 19

Ungeachtet der bisherigen Antworten und Kommentare:  Natürlich wäre es gut, wenn man jedem aufzeigt, was er falsch gemacht hat. Will der Fragesteller die Zeit dafür opfern und sein Leben lang mit Notizblock rumlaufen?

Ich möchte hier einmal aus einem literarischen Werk zitieren:

§1 STVO (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

Man muß einfach mal darauf achten, dass man nicht alleine auf der Welt ist und vor allem nicht alleine auf der Straße. Jeder von uns macht Fehler und einige "Fehler" sind vielleicht auch noch Auslegungssache und sehr subjektiv. Vermutlich denkt der Auffahrende und Fernlicht hupende "So ein Penner, warum fährt er nicht nach rechts, obwohl wir in Deutschland ein Rechtsfahrgebot haben". 

Gleiches Beispiel gilt im ruhenden Verkehr. Ich könnte mich auch über die Falschparker auf der anderen Straßenseite aufregen wenn man gerade so durch zwei Autos durchkommt. Wenn man aber selber mal ausladen möchte oder nicht 5 Blöcke weit gehen, dann ist das plötzlich ok, wenn man sich selber hinstellt.

Deswegen einfach mal alles objektiv betrachten, und dann wird die Welt wohl auch morgen noch genug Autofahrer haben, die sich nicht zu 100% an die STVO halten. Wäre ja auch schlimm, wenn wir morgen nichts mehr zum Aufregen hätten.

Antwort
von Hegemon, 49

Du must viel ruhiger werden und nicht bei jeden Pups die Contenance verlieren. Zieh Deine Bahnen, halte Abstand von anderen, paß auf, bleib ruhig, fahr vorausschauend - und gut ist. Alles andere kannst Du sowieso nicht beeinflussen. Kümmere Dich lieber um die wichtigen Dinge.

Kommentar von HelftMir123 ,

Abstand halten wird schwer, wenn diese Fahren meinen, sie müssten ein Blatt Papier zwischen unseren Stoßstangen transportieren ;) 

Im Erst, ich verstehe, was du meinst und bin in diesen Situationen stets bemüht, ruhig und aufmerksam weiter zu fahren, bis diese Exemplare vorbeigezogen sind. Einmal Nicht-Blinken bringt mich außerdem auch nicht zum explodieren (wie mein Text scheinbar den Eindruck machte), es waren lediglich Beispiele. Genaue Situationen zu beschreiben, würde hier den Ramen sprengen.

Kommentar von dfllothar ,

Übrigens, das Nicht-Blinken vor der Ausfahrt im Kreisverkehr haben sich bei uns bereits über die Hälfte der Autofahrer angewöhnt, ist wahrscheinlich schon zur lästigen Betätigung des Blinkhebels geworden.

Kommentar von HelftMir123 ,

das finde ich meistens einfach nur respektlos...vor allem wenn viel Verkehr ist und ich so einem wartenden Fahrer die Chance nehme, durch die entstehende Lücke in den Kreisverkehr einzufahren. Klar, meist machen die paar Minuten keinen Unterschied, aber es wäre ja nun auch kein Ding, kurz den Zeigefinger ein paar mm zu bewegen ^^

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