Frage von Eisenbjarne, 29

Was tun gegen Bevorteilung durch den Chef?

Seit einer Weile haben wir einen neuen Chef in unserem Standort. Kurz nach seinem Eintreten in die Firma fing - aufgrund seiner Initiative - auch sein ehemaliger Auszubildender aus der vorhergehenden Firma bei uns an. Angeblich als "gleichberechtigter Mitarbeiter".

Mittlerweile kristallisiert sich aber immer mehr heraus, dass diese Person eindeutig bevorzugt behandelt wird. Fehler dieser Person werden prinzipiell immer auf andere geschoben (auch durch den Chef), die Person ist umfassender und detaillierter über firmeninterne Vorgänge, Planungen und Vertraulichkeiten informiert als zum Teil selbst der Stellvertreter und die von dieser Person freiwillig begonnene Weiterbildung wird durch den Chef mit Firmenmitteln gefördert, zum Beispiel durch Beschaffen von relevanter Literatur auf Firmenkosten, zugestehen von Lernzeiten während der Arbeitszeit und noch einiges mehr.

Eine Vertrauensperson in der Firma existiert per se nicht, ein vorsichtiges Andeuten der Problematik beim Chef resultierte in rigorosem Abstreiten und der Frage, wie man denn auf so eine abwegige Idee käme, dass es hier Bevorzugung gäbe.

Was kann man als einfacher Angestellter tun - außer einem neuen Job - um dagegen an zu gehen?

Antwort
von Cecke, 29

Ich würde erst einmal eruieren ob du mit der Annahmen alleine dastehst oder sich andere Mitarbeiter genau dieselben Gedanken machen. Wenn dem so ist, hast du auf jeden fall schonmal ordentlich Rückhalt um weitere Schritte einzuleiten.

LG

Kommentar von Eisenbjarne ,

Aufgefallen ist es schon Einigen, aber die zucken meist mit den Schultern und sitzen das aus. Dabei fühlen sich gerade die direkten Kollegen durch den neuen Kollegen benachteiligt und stellenweise übergangen. Aber wenn ich anrege, das mal organisiert anzugehen heißt es nur "der neue Chef hat doch eh gute Verbindung zur Konzernleitung, das bringt doch nichts".

Das ist auch mit unser Hauptproblem: Die nächsthöheren Instanzen sind restlos begeistert vom "Neuen" und den Zahlen, die er liefert. Einen Betriebsrat haben wir leider auch nicht, daher meine latente Verzweiflung in der Angelegenheit...

Antwort
von cathuix, 14

Je nach Größe deines Unternehmens kann ich dir raten einen Anonymen Brief zu verfassen.. wichtig ist hierbei dass du niemanden in der Firma von dem Brief erzählst damit dich wirklich niemand in die Pfanne hauen kann.

Am Besten ohne Absender und ohne handschriftliche Vermerke am PC verfassen und abschicken..

DRAN DENKEN : EMPFÄNGER AM PC VERFASSEN!!!!!

(sonst könnte vielleicht jemand deine Handschrift erkennen)

Einfach die Sachlage SACHLICH im Brief darstellen und dass du aufgrund von Angst vor Konsequenzen oder Folgen deinen Namen nicht nennen wirst und dass du keine andere Wahl hattest da es keine Vertrauensperson o.ä. gibt.

Sollte dieser Brief in den nächsten 4 Wochen keine Früchte tragen .. du musst ihm ja ein wenig Zeit für die Umsetzung geben.. würde ich mal zu einer kostenlosen Beratung bei einem Arbeitsrechtler vorbeischauen. Denn schon im Grundgesetz steht dass niemand aufgrund seiner Herkunft o.ä. bevorzugt werden darf.

Ich weiß wie so eine Situation ist, dass macht einen wirklich fertig. Ich habe in einem Betrieb mit circa 200 Angestellten gearbeitet. Wir hatten auch keinen Personalrat o.ä. .. Und es gab ständig Probleme mit unserer Vorgesetzen nun ja sie ist die Tochter vom Chef also was machen ??

Wir konnten uns ja schlecht über sie offen beschweren, war ja klar dass er seiner Tochter unsere/meinen Namen nennen würde und dass sie mich dann eben durch z.B. schlechte Schichten o.ä. bestrafen würde.

Also habe ich nach längerer Zeit des Gefallenlassens einen Brief aufgesetzt - Anonym. Der hat gesessen. Ich war insgesamt noch 5 Monate in diesem Betrieb und die angesprochenen Probleme waren nie wieder Thema !

Viel Erfolg und lass dich nicht ärgern

Catharina

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